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Ein Alternativplan zum Chamer Volksfest

Dass das Chamer Volksfest 2020 nicht stattfinden kann, ist beschlossene Sache. Der Volksfestverein hat nun Ersatzpläne.

2020 wird das erste Jahr in der 72-jährigen Geschichte des Chamer Volksfests, in dem es nicht stattfinden wird. Foto: cci
2020 wird das erste Jahr in der 72-jährigen Geschichte des Chamer Volksfests, in dem es nicht stattfinden wird. Foto: cci

Cham.Erst wurde das Chamer Frühlingsfest abgesagt, nun ist klar, dass auch das traditionelle Volksfest nicht stattfinden wird. Das hat der Volksfestverein „schweren Herzens“ in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Somit ist das Jahr 2020 das erste Jahr in der 72-jährigen Geschichte des Volksfests, in dem es nicht stattfinden kann.

„Wir bedauern dies außerordentlich, haben doch die Chamer Frühlings- und Volksfeste nicht nur eine lange Tradition, sondern sie sind seit jeher auch die Feste der Stadt Cham und seiner Bürgerschaft sowie von zahlreichen Gästen aus nah und fern“, schrieb Präsident Sepp Altmann für den Volksfestverein.

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Aber die Corona-Pandemie mit all ihren „weitreichenden und größtenteils auch behördlicherseits angeordneten Ein- und Beschränkungen für unser gesamtes öffentliches soziales und wirtschaftliches Leben“ ließen keine andere Wahl, so Altmann. Letztlich gehe die Sicherheit und Gesundheit der Menschen vor und habe natürlich auch für den Verein als verantwortlichen Veranstalter oberste Priorität.

Die Alternativepläne zum Volksfest

Nachdem das Volksfest heuer nicht stattfinden kann, hat der Volksfestverein beschlossen (sofern die Verhältnisse es dann zulassen), folgende Veranstaltungen durchzuführen:

  • Während der Zeit, in der normalerweise unser Volksfest hätte stattfinden sollen (24. Juli bis 03. August), wird der Volksfestverein neben einem Totengedenken am Friedhof und einem musikalisch umrahmten Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Jakob für die verstorbenen Mitglieder auch an zwei Tagen ein Standkonzert am Marktplatz mit unserer Chamer Kolpingmusik veranstalten. Es soll eine Art „Weckruf“ und positives Signal sein, in diesen für so viele Menschen extrem schwierigen Zeiten.
  • Außerdem wird der Volksfestverein in beiden Chamer Seniorenheimen, dem Seniorenheim St. Michael und dem Pflegestift ProCurand, jeweils alle Heimbewohner und das gesamte Heimpersonal zu einem hausinternen „Senioren-Volksfest“ mit allem was dazu gehört einladen. Die Einzelheiten, wie beispielsweise den passenden Zeitpunkt oder auch die Art und Weise der Veranstaltung, liegen natürlich im Ermessen der jeweiligen Heimleitungen.

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„Es soll dies ein kleiner Trost und eine kleine Aufmunterung für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sein, welche ja gerade ebenfalls schwere Corona-Zeiten erleben müssen, indem sie nämlich keine Besuche ihrer Angehörigen und Liebsten bekommen dürfen. Ein Umstand, der selbst einem Außenstehenden zu Herzen geht“, so der Volksfestverein.

Zum anderen möchte er damit den Beschäftigen auf diese Weise „unseren allergrößten Respekt und ein herzliches Dankeschön sagen für ihre großartige Arbeit“. Diese sei normalerweise schon alles andere als leicht, in Zeiten wie diesen aber noch um „ein Vielfaches schwieriger und aufopferungsvoller. Sie haben sich eine solche kleine Aufmerksamkeit mehr als verdient“.

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