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Brauch

Ein altes Hausmittel wächst im Garten

Der Hopfen vor dem eigenen Haus war früher rund um Cham eine gefragte kleine Apotheke. Doch heute ist der Anbau selten.
Von Georg Fleischmann

Maria Bauer in ihrem „Hopfengarten“ in Katzbach. Bald kann sie ihre Ernte pflücken. Foto: Georg Fleischmann
Maria Bauer in ihrem „Hopfengarten“ in Katzbach. Bald kann sie ihre Ernte pflücken. Foto: Georg Fleischmann

Cham.Es muss nicht immer die Hallertau sein, wenn man an das Hopfenpflücken denkt. Auch daheim in den Gärten wurde in früheren Jahren Hopfen angebaut, auch wenn es nur einige Pflanzen waren. An Holzstangen wuchsen die Ranken empor und erreichten einige Meter Höhe.

Hopfen im eigenen Garten war etwas besonderes und man war stolz darauf, wenn man eine gute Sorte hatte und die Dolden gut gerieten. Mit dem Hopfen wurde auch früher nicht nur Bier gebraut, sondern er gehörte zu den besten Heilpflanzen der damaligen Zeit, was sich die Menschen damals zu Nutze machten. Eine Hopfenpflanze im eigenen Garten war somit eine kleine Apotheke. Nach der Ernte wurden die Hopfenzapfen getrocknet und in einem kleinen Säckchen oder trockenen Holzkübel gelagert. Als Haus- und Heilmittel fand er dann Verwendung bei Schlafstörungen, Unruhe und Nervosität und bot somit eine weitreichende Grundlage für weitere Anwendungen im häuslichen Gebrauch.

Geschichte

Die letzten Hopfazupfa aus dem Wald

Vor 60 Jahren waren die Katzberger zum letzten Mals als Hopfenernter in der Hallertau. Der Lohn der Arbeit war bescheiden.

Natürlich wurde auch Bier gebraut. Hopfen sorgt für das bittere Aroma und macht das Getränk haltbar. Hopfen im Hausgarten gibt es heute kaum mehr – oder doch? Maria Bauer, die frühere und langjährige Vorsitzende der Blumen- und Gartenfreunde Katzbach, hat noch einige Pflanzen in ihrem Garten stehen, und das schon seit 30 Jahren. Die Pflanzen gedeihen prächtig und sind immer zur Hand, wenn ein gutes Hausmittel benötigt wird.

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