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Ferienprogramm

Ein Ausflug ins Mittelalter

Der Frauenbund hatte eine Fahrt nach Regensburg organisiert.
Michael Kainz

Die Teilnehmer der Schlaumaus-Führung in Regensburg  Foto: Kainz
Die Teilnehmer der Schlaumaus-Führung in Regensburg Foto: Kainz

Wald.Der Frauenbund Wald eröffnete das diesjährige Ferienprogramm der Gemeinde Wald. Am Dienstag ging es mit 20 Kindern und drei Betreuern nach Regensburg. In der Altstadt unternahm die Gruppe mit zwei Führern der Stadtmaus eine „Schlaumaus-Führung“ ins mittelalterliche Regensburg. Im Besucherzentrum des Weltkulturerbes erfuhren die Kinder alles über die Ritter. Es durften Kettenhemd und -handschuh anprobiert werden, verschiedene Helme wurden unter viel Gelächter aufgesetzt. Auch die Rüstung wurde angelegt. Verschiedene Stich- und Schlagwaffen wurden vorgeführt. Danach ging es durch die Altstadt. Am Dom erfuhren die Besucher etwas über die Vorgehensweise beim Bau und die Bauzeit. Weiter ging es in die Kram- und Tändlergasse. Hier gab es einen Einblick in das Leben eines Kramers/Tändlers. Es war gar kein einfaches Leben zu dieser Zeit. Auf engstem Raum lebten oft acht bis zehn Personen, die auch versorgt werden mussten. Um überhaupt Ware verkaufen zu können, musste man sich an Vorgaben halten. Um diese zu erfahren, ging es weiter zum Alten Rathaus. Hier findet man in einer Wand Eisen eingemauert. Dies war das Maß für die Händler: ein Fuß, eine Doppelelle und ein Klafter, also eine Spannweite. An diese Angaben musste man sich halten, sonst wurde man bestraft.

Als letzte Station ging es zur Steinernen Brücke. Hier wurde die Geschichte mit dem Teufel und dem Brückenbau erzählt. Lässt man sich mit dem Teufel ein, fordert dieser immer „Seelen“, hier waren es drei Stück. Doch der Brückenbaumeister wollte keine Menschenseelen opfern und so schickte er als Erstes einen Hund, eine Katze und eine Maus über die Brücke. Der Teufel war so erbost darüber, dass er ausgetrickst worden war, dass er sich in die Fluten der Donau stürzte. Man sieht ihn heute noch rumoren – die Wasserstrudel an der Brücke.

Nach dieser interessanten und auch kindgerechten Führung wurden noch der Dom und die Bischofsgruft besichtigt. (rma)

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