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Tanz

Ein Ball der Extraklasse in Waldmünchen

Der Bürgerball war zum zweiten Mal in Folge ausverkauft und mausert sich immer mehr zum gesellschaftlichen Highlight.
Von Petra Schoplocher

Mit einem rauschenden Ball ist Waldmünchen in das neue Jahr gestartet.  Foto: Petra Schoplocher
Mit einem rauschenden Ball ist Waldmünchen in das neue Jahr gestartet. Foto: Petra Schoplocher

Waldmünchen.Was für ein Start ins Jahr! Rund 400 Gäste feierten in der TV-Halle beim mehr als gelungenen 13. Bürgerball, der zum zweiten Mal in Folge ausverkauft war und sich zu einem gesellschaftlichen Ereignis erster Kategorie entwickelt hat.

Dank: Ohne sie wäre der Ball nicht möglich: (von links) Gabriele Hetzl, Marianne Brey, Elisabeth und Georg Bacherl sowie Petra Ackermann (und Heinz Einberger) haben für das festliche Ambiente gesorgt. Dafür dankte Bürgermeister Ackermann herzlich.
Dank: Ohne sie wäre der Ball nicht möglich: (von links) Gabriele Hetzl, Marianne Brey, Elisabeth und Georg Bacherl sowie Petra Ackermann (und Heinz Einberger) haben für das festliche Ambiente gesorgt. Dafür dankte Bürgermeister Ackermann herzlich.

Den ersten „Wow-Effekt“ erlebten die Besucher bereits beim Betreten der TV-Halle. Diese erstrahlte förmlich in den Farben Nachtblau, Silber und Weiß, so dass das Ballmotto Winternacht eigentlich in Winternachtstraum umgewandelt hätte werden müssen. Ab dem ersten Stück traf die Band Picantos den Nerv der Gäste und sorgte für eine immer volle Tanzfläche. Die Abteilung „Gaumenfreuden und Genuss“ bedienten das Cateringteam von Daniel Siegl und die Bardamen auf beste Art und Weise.

Erfolgsrezepte Deko und Musik

Kein Wunder, dass Marianne Brey, Vorsitzende des TV Waldmünchen, der den Ball mit der Stadt gemeinsam veranstaltet, hervorragende Laune hatte. Das zweite Mal in Folge ausverkauft und gut gelaunte Gäste – Brey schiebt das vor allem auf die gute Musik und das wunderbare Ambiente. „Peggy ist wirklich eine Künstlerin auf diesem Gebiet“, wollte sie Petra Ackermann in den Mittelpunkt rücken. Doch auch sie selbst hat viel Zeit investiert. So viel, dass ihr Mann Hans ergänzt, dass er schon vorgeschlagen habe, ihr in der Halle ein Bett für die Zeit bis zum Ball einzurichten.

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So schön feierte Waldmünchen

Nach viel Rot in den vergangenen Jahren war in diesem Jahr blau „fällig“, berichtet Marianne Brey. Mit Petra Ackermann legt sie großen Wert darauf, dass die Dekoration nicht viel kostet. Was wiederverwendet werden kann, wird wiederverwendet, entsprechend viel aufgehoben.

Bardamen: Das charmante Lächeln von (von links) Lena Hentschel, Anna Feiner, Katja Urban, Sonja Urban und Susanne Steudle gab es zu Longdrinks, Cocktails und Co. „on top“. Über zu wenig Arbeit konnten sie sich nicht beschweren, die Besucher strömten nur so in die Bar.
Bardamen: Das charmante Lächeln von (von links) Lena Hentschel, Anna Feiner, Katja Urban, Sonja Urban und Susanne Steudle gab es zu Longdrinks, Cocktails und Co. „on top“. Über zu wenig Arbeit konnten sie sich nicht beschweren, die Besucher strömten nur so in die Bar.

Rund 60 Arbeitsstunden würde jeder Helfer investieren, betont die Vereinsvorsitzende. Einer von ihnen ist Georg Bacherl, der seit dem ersten Bürgerball mit von der Deko-Partie ist. Damals hatte die Française-Gruppe die Dekoration für ein TV-Jubiläum übernommen, irgendwie ist Bacherl hängengeblieben. „Als Rentner hat man ja Zeit und ist froh, wenn man mal rauskommt.“

Besondere eigene Kreativität sei keine Voraussetzung, verdeutlicht er. „Wenn ein guter Häuptling da ist, kann’s jeder“. Acht Abende, schätzt er, haben er und seine Frau Elisabeth in diesem Winter investiert, aus Überzeugung. „Als Kinder hatten wir hier dienstags und freitags Turnen, es wäre doch schade, wenn da nichts ginge!“

Herausforderung: Im Team zauberten (von rechts) Monika Schönberger, Alex Peli und Elke Panzer in der kleinen Küche allerlei Leckeres. „Currywurst geht immer“, aber auch Wraps oder Kaiserschmarrn standen auf der Karte von Caterer Daniel Siegl.
Herausforderung: Im Team zauberten (von rechts) Monika Schönberger, Alex Peli und Elke Panzer in der kleinen Küche allerlei Leckeres. „Currywurst geht immer“, aber auch Wraps oder Kaiserschmarrn standen auf der Karte von Caterer Daniel Siegl.

Früher hätten alle Vereine selber dekoriert, erinnert er sich, und es habe viel mehr Bälle gegeben. In Jahren, in denen der Fasching kurz war, reichten die Samstage nicht als Balltage aus, so dass Freitage herangezogen werden mussten.

„Kein Vergleich mit heute“, betont Bacherl, der persönlich darüber allerdings nicht sonderlich traurig ist. „Wenn ich die Wahl habe zwischen Ball und einem Tanzabend mit Volksmusik...“, schmunzelt der 70-Jährige. Wenn die losgeht, sei Sitzenbleibenmüssen für ihn eine Strafe. Der Bürgerball aber sei natürlich gesetzt.

Marianne Brey bemerkt eine Art Revival bei Bällen, die Flaute früherer Jahre sei vorbei. Die Leute würden wieder mehr Wert auf diese Art Veranstaltung legen, meint sie. Das scheint auch für junge Waldmünchner zuzutreffen, zahlreich mischten sie sich unter’s tanzende Volk.

Currywurst „geht immer“

Derweil hat das Trio in der Küche alle Hände voll zu tun. Damit das Arbeiten halbwegs stressfrei vonstatten geht, müssen Abläufe fest sein und alles am richtigen Platz stehen, erklärt Monika Schönberger von SD Eventcatering. SD alias Daniel Siegl hat eine spezielle Ballkarte mit den Klassikern Schnitzel und Currywurst, serviert aber auch Gnocchi mit Garnelen oder – im Winter –Kaiserschmarrn. Warum Currywurst eigentlich immer geht? „Da kann man nichts falsch machen“, vermutet Schönberger.

Einlage: Die Rhythmische Sportgymnastik im TV zeichnete für die Einlagen verantwortlich - in der Gruppe und auch mit Soloauftritten ihrer beiden herausragenden Nachwuchssportlerinnen Madeleine und Valentina Bauer.
Einlage: Die Rhythmische Sportgymnastik im TV zeichnete für die Einlagen verantwortlich - in der Gruppe und auch mit Soloauftritten ihrer beiden herausragenden Nachwuchssportlerinnen Madeleine und Valentina Bauer.

Die Ballgäste quittierten das Lob, das Bürgermeister Markus Ackermann dem Deko-Team ausgesprochen hatte, mit großem Applaus. Dem Stadtoberhaupt war die Freude über das volle Haus schon bei der Begrüßung anzusehen. Nach schwierigen Anfängen habe sich der Ball bestens entwickelt, betonte er und versprach einen interessanten und kurzweiligen Abend. Er sollte Recht behalten – wenngleich es „Abend und Nacht“ hääte heißen müssen.

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