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Montag, 20. August 2018 27° 2

Kirche

Ein bunter Tag für die „Minis“

Gastgeberort für den Ministrantentag des Dekanates Kötzting war Lohberg mit Festzug, Gottesdienst und Spielen ohne Grenzen.

  • „Minis 18“: Auch aus der Vogelperspektive gaben die Ministranten ein eindrucksvolles Bild ab. Fotos: kfl
  • Für das Tastspiel ließ sich Kaplan Florian Rein einspannen.

Bad Kötzting.Hochsommerliche Temperaturen beim Ministrantentag des Dekanates Bad Kötzting waren am Samstag sicher eine Seltenheit. Alle Beteiligten hatten den Schalter bereits auf Sommer umgelegt und waren mit kurzen Beinkleidern erschienen. Vorangestellt war ein imposanter Zug von Altardienern durch Lohbergs Ortskern, der für Aufsehen sorgte.

Begleitet von feierlichem Orgelspiel zog der Pulk in die Pfarrkirche ein. Im Presbyterium positionierte sich der Lohberger Ministrantenchor unter der Leitung von Kathrin Kelnhofer, in dem nahezu das gesamte Aufgebot der Pfarrei Lohberg stimmgewaltig mitwirkte, wofür es am Ende des Gottesdienstes Riesenapplaus gab.

Den Glauben an Gott zeigen

Kaplan Florian Rein, der den Jugendgottesdienst zusammen mit Pfarrer Ambros Trummer zelebrierte, begrüßte die Messdiener und die Mitarbeiter der Ministrantenarbeit in den Pfarreien. Die Teenager zogen mit der Botschaft „Wir glauben an Gott und zeigen es“ durch die Straßen. Das sei sehr wichtig, und er hoffe, dass sie möglichst lange diesen Dienst versehen, was immer auch im späteren Leben aus den Jugendlichen wird.

Die Predigt übernahm Pastoralreferent Martin Münch, der auf das Evangelium Bezug nahm. „Es war ein Riesenauftrag an die Jünger, hinauszuziehen, um die Leute zu taufen, von Jesus zu erzählen, damit die Botschaft Jesu sich in der Welt verbreite. Den Gefolgsleuten erschien die Anweisung zunächst schier unmöglich. „Aber, sie haben es trotzdem probiert, sich aufgemacht und Erfolg gehabt“, betonte Martin Münch. Letztlich legten die Apostel den Grundstein dafür, dass sich der Glaube bis in die Gegenwart fortpflanzen konnte. Der Pastoralreferent verwies auf die mitgebrachten Ministrantenpläne von Lam und Lohberg. In Lam sei die Einteilung leichter, weil es dort rund 100 Ministranten gibt. Im Gastgeberort Lohberg leiste jede(r) in der Regel zwei Mal pro Woche Dienst am Altar. „Rechnet man dies auf ein ganzes Jahr hoch, summiert sich die Zahl der Einsätze auf 80 bis 90“, so der Redner.

Natürlich sei das nicht die einzige Aufgabe der Jugendlichen, die schließlich durch die Schule stark gefordert sind. Außerdem haben sie noch andere Hobbys und Vereinsmitgliedschaften und müssen zum Teil auch zu Hause mithelfen. In einer Woche haben sie also eine Vielzahl von Aufträgen zu erledigen. „Wenn ihr nicht wärt, würde ein Stück des Ganzen fehlen“, kam der Pastoralreferent auf die Geschichte über das fehlende Puzzleteil zu sprechen. „Ihr seid diejenigen, die im Dekanat das Bild ausfüllen. Jeder ist mit seinen Fähigkeiten gefragt“, brachte es Münch auf den Punkt.

Der Gottesdienst war ein beeindruckendes Erlebnis für die rund 120-köpfige Schar. Martin Münch gab in der Instrumentalbegleitung des Chores sein Debüt auf der Blockflöte. Alina Rankl und Lorena Heigl sangen das „Halleluja“ von Leonard Cohen und begleiteten sich dabei auf der Gitarre.

„Der Gottesdienst hat gezeigt, dass alle gebraucht werden“, fasste Martin Münch zusammen. Sein Dank galt dem Chor, den Zelebranten Pfarrer Ambros Trummer und Kaplan Florian Rein sowie den Abordnungen aus Harrling-Zandt-Altrandsberg, Blaibach Kötzting-Steinbühl-Weißen-Regen-Wettzell, Rimbach, Eschlkam, Neukirchen b. Hl. Blut, Rittsteig, Hohenwarth, Haibühl, Lam und Lohberg. Die Vielfalt demonstrierten die Wimpelträger im Presbyterium. „So bunt wie hier schaut auch unser Dekanat aus“, bekräftigte Münch. Um dies zum Ausdruck zu bringen bildeten alle Beteiligten auf dem Parkplatz den Schriftzug „Minis 18“, von dem ein Gruppenbild von der Drehleiter der FFW Lam aufgenommen wurde.

Urkunden für die Teilnehmer

Nach dem Mittagessen startete das Nachmittagsprogramm mit einem Spiel ohne Grenzen. Zwölf Stationen wie Leitergolf, Heilige bestimmen, Bibelquiz, Lieder rückwärts raten, Kniebeuge mit einem Buch auf dem Kopf, Tastspiel, Gerüche erraten usw. forderten einiges Geschick. Zum Abschluss wurden bei einem Ehrenakt Urkunden ausgehändigt. Vorjahressieger Lohberg verteidigte seinen Titel. Die beiden Nächstplatzierten waren Rimbach und Harrling. (kfl)

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