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Projekt

„Ein einzigartiges Erlebnis“

Schüler des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums begaben sich für ihr praktisches Seminar in die Alpen.

Die Alpenüberquerer des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums kurz vorm Losmarschieren am frühen Morgen  Foto: Sarah Piendl
Die Alpenüberquerer des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums kurz vorm Losmarschieren am frühen Morgen Foto: Sarah Piendl

Cham.Im Juli 2019 überquerten 15 Schüler des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium Cham im Rahmen des praktischen Seminars „Alpenüberquerung“ mit vier Betreuern das größte Hochgebirge Deutschlands. Von Garmisch bis zu ihrem Ziel Meran legten sie eine Strecke von etwa 120 Kilometern und insgesamt 20 000 Höhenmetern bergauf und bergab zu Fuß zurück. Vor den Faschingsferien fand die Abschlusspräsentation ihrer Alpenüberquerung in der Pausenhalle statt.

Durch verschiedene Bilder, Videos, Zitate und Geschichten nahmen die Schüler ihre zahlreichen Gäste mit auf ihre Reise über die Berge. Die Teilnehmer des Projekts moderierten durch den Abend und hatten so manche lustige Geschichte, die sich während ihrer gemeinsamen Zeit ereignet hatte, für ihre Besucher parat. Unterstützt wurden die Erzählungen ihrer Erlebnisse von beeindruckenden Bildern und Videos, auf denen man viele Einblicke über die Strapazen, die Stimmung, die Bedingungen und die Emotionen gewinnen konnte. Aber auch die täglichen Abläufe wie das frühe Wecken wurden dem Publikum in einem szenischen Einstieg vermittelt.

Begonnen hat die Reise der Jugendlichen am 11. Juli 2019 am Bahnhof Cham, wo sie mit dem Zug nach Garmisch fuhren. Darauf folgte ein kleiner Fußmarsch von fünf Kilometern. Obwohl schon einige Teilnehmer merkten, dass sie zu viel eingepackt hatten und sich die Stimmung dadurch verschlechterte, ging ab hier erst der Aufstieg los. Begleitet wurde dieser von strömendem Regen, welcher es den Schülern nicht leichter machte, die Felsen und die Tunnel der Höllentalklamm zu bewältigen.

Frühmorgens ist Abmarsch

Trotz der atemberaubenden Umgebung waren alle nach dreieinhalb Stunden froh, an der Hütte angelangt zu sein. Aber von richtigem Ausschlafen konnte man nicht reden, denn der Abmarsch am nächsten Tag erfolgte bereits um halb vier morgens. Es stand die längste und kräftezehrendste Route über 29,9 Kilometer und insgesamt 3050 Höhenmeter bevor. Über einen Klettersteig, Schneefelder und Geröll erreichten die Fraunhofer Ehrwald, wo die letzte Einkaufsmöglichkeit bestand. Darauf folgte ein steiler Anstieg bis zum Ziel, der Coburger Hütte mit ihrem wunderschönen Blick auf den Drachensee.

Nach dieser zwölfstündigen Wanderung folgte am nächsten Tag eine eher entspanntere Tour über 9,2 Kilometer zum Lehnberghaus. Am vierten Tag war das erste Ziel der Bahnhof Stams, wo mit dem Zug zum Ötztal Bahnhof gefahren wurde, um per Bus nach Sölden zu gelangen. Im Windachtal wurden die 1360 Höhenmeter bis zur Siegerlandhütte zurückgelegt. Am darauffolgenden Tag wurde zur Windachscharte aufgestiegen. Während der Strecke über die Schneeberghütte bis zum Ziel-Gasthof Hochfirst, wurden neben Kühen und Schafen auch Murmeltiere entdeckt.

Toller Blick auf Meran

Der nächste Tag hatte es dann nochmal gewaltig in sich. An diesem wurde der höchste Punkt der Alpenüberquerung, die Zwickauer Hütte auf 2898 Metern, erreicht. Auf der vorletzten Wanderung ging es über das Spronser Joch und die Hochgangscharte 13,1 Kilometer lang bis zum Hochganghaus. Der schönste Augenblick an diesem Tag war die erste Sicht auf das Ziel der Alpenüberquerung: Meran.

Nach siebeneinhalb Stunden Wanderung wurden den Jugendlichen Spaghetti serviert. Am achten Tag war es dann endlich soweit. Nach all den Bemühungen waren die Fraunhofer nach sechseinhalb Stunden Marsch an der Jugendherberge in Meran angekommen. Beim Pizzaessen ließen die Alpenüberquerer den Abend ausklingen. Am nächsten Tag ging es dann schon wieder zurück in die Heimat Cham.

Schwere Rucksäcke

  • Visuell: Um die Routen besser nachvollziehen zu können, wurden Stellwände mit Plänen und Bildern, welche während der Wanderungen entstanden, gestaltet.

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