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Mittwoch, 19. September 2018 26° 1

Tradition

Ein „Feiertag“ für die Seppen

Invasion der Seppen und Josefinen: Nach dem Gottesdienst feierte der Josefi-Verein mit Blasmusik und „Fips“ in Mitterdorf.
Von Josef Kneitinger

  • Die drei Frauen beim Josefi-Verein Roding mit Vorsitzendem Josef Gallmeier: Josefine Weber, Josefine Klugius und Josefine Schneider (v. l.) Foto: rjk
  • Christian „Fips“ Bräu unterhielt die Gäste bei der Josefi-Feier. Foto: rjk

Roding.Ob Feiertag oder nicht, der Josefi-Verein Roding hat jedenfalls am Montag den „wichtigsten Feiertag“ im Freistaat gebührend gefeiert. Der hiesige Josefiverein, der am 19. März zum Namenstag des Heiligen seinen Jahrtag nach alten Brauch abhält. Diese Tradition ist auch in der Umgebung beispiellos. „Alles Gute zum Namenstag“ begrüßten sich die Seppen gegenseitig bei ihrem Treffen. Und wenn ein mitzelebrierender Pfarrer, ein Ministrant, der Leiter der Blaskapelle, der Wirt und unser Berichterstatter auch noch alle mit dem wohl bayerischsten aller Vornamen getauft sind, kann bei der Jahresfeier nichts mehr schief gehen.

Die Mitglieder des Vereins versammelten sich am Parkdeck. Mit der Blaskapelle Sepp Pfeffer zogen sie durch die Straßen der Stadt, wobei Feuerwehr und Polizei für die Absicherung sorgten. Die Kapelle gestaltete den Gottesdienst, den Regionaldekan Holger Kruschina zusammen mit Ruhestandspfarrer Josef Schmaderer zelebrierte. Für jedes der fünf verstorbenen Mitglieder im abgelaufenen Jahr wurde eine Kerze angezündet. In seiner Predigt ging der Geistliche auf die Bedeutung des Heiligen als Nährvater Jesu ein.

Die Josefi-Feier fand heuer zum ersten Mal im Gasthof Hecht in Mitterdorf statt. Vor Beginn der Versammlung stärkten sich alle Anwesenden mit einem Schweinebraten aus der Küche vom Gasthof Hecht.

Vorsitzender Josef Gallmeier hieß zunächst alle Seppn, Finerln, Josefs und Jupps willkommen, darunter auch Pfarrer Kruschina und Ruhestandspfarrer Schmaderer, denen er für die würdige Gestaltung des Gottesdienstes dankte und dem Wirt Josef Hecht für das gesponserte Freibier.

Gallmeier erinnerte an die Aktivitäten im abgelaufenen Vereinsjahr. Teilgenommen wurde an der Sebastiani- und der Fronleichnamsprozession. Ebenso beteiligte man sich am Volksfesteinzug. Am Volksfest wurde auch ein Kameradschaftsabend abgehalten. Gut besucht war auch wieder die Weihnachtsfeier im Gasthaus Schneidhuber. Zwei Preisschafkopfen wurden abgehalten. 17 Mitgliedern konnte zu ihren Geburtstagen gratuliert werden. Der Vorsitzende dankte allen Helfern und Gönnern, die den Josefiverein unterstützt haben.

Es schloss sich der Kassenbericht von Josef Pusl an, der wieder gut gewirtschaftet hatte. Dies bescheinigte Josefine Klugius im Namen der Kassenprüfer

In einem Ausblick kündigte Gallmeier an, dass der Verein auch heuer wieder an den obligatorischen Veranstaltungen teilnehmen wird. Er bat alle Mitglieder wieder rege am Vereinsleben teilzunehmen.

Es folgte der gemütliche Teil. Josefine Klugius trug ein Gedicht vor und Josef Penkava jun. berichtete von der Entstehung des Josefi-Vereins – von früher bis heute.

Christian „Fips“ Bräu unterhielt die Anwesende mit Witzen und Gstanzln und wusste auch so einiges über die Mitglieder in Reimform zu berichten. Nach seinen eigenen Aussagen sei er immer noch auf der Suche nach einer passenden Frau, wobei einer Bedienung gleich einen Heiratsantrag machte. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Blaskapelle Pfeffer.

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