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Region Cham
Donnerstag, 21. Juni 2018 27° 8

Gemeinschaft

Ein Fest für die Umgehung

Viele Lederdorner feierten, dass nach Jahrzehnten der Planung nun mit dem Bau der Ortsumgehung begonnen worden ist.
Von Stefan Weber

  • Das Straßenfest bot Unterhaltung für die ganze Familie. Fotos: Klein
  • IG-Sprecher Alfred Klein (l.) ließ die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren.

Chamerau.Die Freude ist nicht nur Alfred Klein, dem Sprecher der Interessensgemeinschaft pro Ortsumgehung Lederdorn ins Gesicht geschrieben, sondern auch den vielen Gästen, die sich am Donnerstagnachmittag, dem Feiertag Fronleichnam, am Sportplatz in dem kleinen Dorf eingefunden haben.

Die IG hatte die rund 700 Bewohner von Lederdorn zum Straßenfest eingeladen, um den Baubeginn, der vor wenigen Wochen erfolgt ist, zu feiern. Finanziert wurde die Feier, bei der Essen und Getränke zwischen einem und drei Euro kosteten, durch die Einnahmen der früher erfolgten Erdäpfel-Fest sowie durch Sponsoren. „Es war uns allen und auch mir ganz persönlich wichtig, dass wir den Baubeginn gemeinsam feiern“, erklärt Alfred Klein, der Sprecher der IG, als er die Veranstaltung eröffnet.

Er ließ die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren – von den Anfängen der Planung für die Umgehung bis hin zur Gründung der Interessensgemeinschaft (siehe Info), die verschiedenen Gerichtsurteile bis hin zur endgültigen Entscheidung im vergangenen Jahr.

Er betonte auch, wie wichtig die vielen Unterstützer auf politischer Ebene für das Ziel der Ortsumgehung gewesen waren. Deshalb freute er sich besonders darüber, dass nicht nur Chameraus Bürgermeister Stefan Baumgartner, sondern auch Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp, Arrachs Bürgermeister Josef Schmid und Georg Bayerl von der Polizeiinspektion in Cham gekommen waren. Zu den rund 200 Gästen gehörte außerdem auch noch der Seniorenclub, für die Musik sorgten die Katzberger Buam. Martin Dattler und Martina Sixt kümmerten sich auf dem Gelände des Fußballplatze außerdem mit der Elterngruppe des FC noch darum, dass auch die Kinder unterhalten wurde.

Das Fest dauerte bis in den späten Abend hinein, während die Gäste neben den angebotenen Brotzeiten auch noch Gelegenheit dazu hatten, Fotos der vergangenen Jahre – etwa von den Straßenblockaden – wir auch die aktuellen Pläne für die Ortsumgehung zu betrachten. Das Fest sei aber noch nicht das Ende der IG pro Ortsumgehung gewesen, wie Klein erklärt. „Wir begleiten den Bau noch bis zu seinem Ende“, sagt er. Wenn die Umgehung in gut zwei Jahren dann aber befahren werden könne, dann sei das auch das Ende der IG. Dann soll noch einmal richtig gefeiert werden, mit einem Straßenfest, dass dann auch wirklich auf der Straße stattfindet – nämlich auf der Ortsdurchfahrt, die dann, wenn sie keine Staatsstraße mehr sei, auch einfach komplett gesperrt werden könne.

Beginn: 60.Jahre Trassenfindung und Planung

1988: Aufruf zur ersten Bürgerintiative-

2009: Der Planfeststellungsbeschluss wird beklagt, die IG wird offiziell gegründet. Im September gibt es die erste Straßenblockade der IG

Juli 2017: Baurecht für die Ortsumgehung Lederdorn.

IG-Geschichte

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