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Geselligkeit

Ein Film von 1936 zeigt den Martiniritt

Fotos und Filmaufnahmen belegen das gelebte Brauchtum in Miltach. Zahlreiche Interessierte kamen zum Bilderabend.
Christian Röhrl

Gespannt verfolgten die Anwesenden den Bildervortrag von Erwin Vogl und Christian Röhrl. Foto: Christian Röhrl
Gespannt verfolgten die Anwesenden den Bildervortrag von Erwin Vogl und Christian Röhrl. Foto: Christian Röhrl

Miltach.Gastgeber für den Bilderabend am Freitag waren die Gemeinde und die Pfarrgemeinde Miltach. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche trafen sich Martinireiter, Pfingstreiter und zahlreiche Interessierte aus Miltach und Umgebung zum geselligen Abend im Pfarrheim.

Bürgermeister Johann Aumeier begrüßte alle Anwesenden. Er dankte der Pfarrgemeinde und den Martinireitern für die Organisation des Abends. Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Pfarrgemeinde sind für den Rathauschef der beste Beweis dafür, dass der Zusammenhalt und der Gemeinschaftssinn im Ort so gut sind. Christian Röhrl dankte er für die gute Unterstützung und die hilfreichen Ideen sowie der Mesnerfamilie Röhrl für ihre Sorge um die örtliche Pfarrkirche.

Nach einer kleinen Brotzeit und bayerischer Blasmusik von der Blaskapelle „Weißblau Königstreu“ unter der Leitung von Josef Pielmeier eröffnete Erwin Vogl den Bilderreigen.

In diesem Jahr kann die Pfarrei Miltach am 9. November auf 300 Jahre Martiniritt zurückblicken. Der Ort freut sich schon heute auf den Besuch von Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg. Für den örtlichen Berichterstatter der Kötztinger Umschau, Erwin Vogl, war es an diesem Abend jedoch eine ganz gute Gelegenheit, mit Fotos auf diese lange Tradition in der Regentalgemeinde zu schauen. Zahlreiche Farb- und Schwarzweiß-Aufnahmen belegten die lange christliche Tradition und die tiefe Verbundenheit des Ortes zu seinem Schutzpatron, dem Heiligen Martin, und zum Martiniritt. Immer wieder gab es Diskussionen um Personen, die auf den alten Aufnahmen zu sehen waren.

Fesche Reiter und zahlreiche geistliche Würdenträger waren zu erkennen. Gerade für die jüngeren Anwesenden war der Bilderabend eine sehr gute Gelegenheit, das, was sich im Ort in all den Jahren verändert hat, zu sehen und von dem, was Miltach gemäß seiner Tradition lebt, zu erfahren.

In einem weiteren Teil war es dann Christian Röhrl, der den wohl ältesten Beweis des Martinirittes in der Regentalgemeinde zeigte. Er konnte den interessierten Personen Filmaufnahmen vom Martiniritt aus dem Jahre 1936 vorführen. Gespannt wurde das damalige Geschehen im Ort verfolgt.

Nach dem Martiniritt-Film gab es schließlich noch weitere Filmaufnahmen von Erwin Vogl, der einen spannenden Filmbeitrag vom Bahnhof Miltach aus den Jahren 1977 und 1978 zeigte. Reges Treiben und stetiger Zugverkehr konnten auf dem damals größten Nebenbahnhof Bayerns bestaunt werden. (kcr)

Tradition

  • Ein Eckpfeiler:

    Für viele ist der Martiniritt ein Eckpfeiler der dörflichen Tradition. Ein festlicher Gottesdienst, der Umritt, Kirchweihgäste und vielleicht ein Besuch im Gasthaus prägen den Tag. Oft gibt es Gänsebraten sowie Küchl und Striezl.

  • Vereine:

    An Gottesdienst und Fußprozession nehmen die Ortsvereine mit ihren Fahnen teil. (Quelle: www.pfarrei-miltach.de)

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