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Einweihung

Ein Geschenk für die gesamte Region

Das neue Freizeitzentrum Althütte am Gibacht wertet das Urlaubsland von Waldmünchen und Furth im Wald-Hohenbogenwinkel auf.

  • Die Bürgermeister Sandro Bauer und Markus Ackermann (3. u. 2. v. re.) betrachten das Freizeitzentrum als Gewinn für beide Gemeinden.Fotos: wbf
  • Tube-Reifen für den Sommerbetrieb
  • Stadtpfarrer Wolfgang Häupl segnete die neue Liftanlage.
  • Jede Menge Technik installiert

Althütte.Normalerweise werden Geburtstagskinder an ihrem Ehrentag mit Geschenken überhäuft. Doch bei der Ski- und Radsportabteilung ist das anders gelaufen. Zum 90. Geburtstag beschenkte sie mit dem neuen Freizeitzentrum Althütte die Region um Waldmünchen und das Tourismusgebiet Furth im Wald-Hohenbogenwinkel.

Damit ist an der Nahstelle der beiden Regionen ein außerordentliches Projekt entstanden, betonte Bürgermeister Markus Ackermann am Samstag bei der Segnung des Freizeitzentrums. Abteilungsleiter Thomas Kreuzer freute sich, dass sich die Anlage am Samstagmorgen bereits in einem Raureif-Kleid präsentiert habe: „Der Winter schickt seine Vorboten – die Saison kann bald beginnen“.

Schneelanzen bessere Alternative

In einem Rückblick erinnerte er an Liftsituation in Althütte. Bereits Anfang 1970, so Abteilungsleiter Kreuzer, sei in Althütte ein Skilift gebaut worden. Betreiber waren je zu einem Drittel die Ski- und Radsportabteilung und zwei Besitzer, die sich zu einer GbR zusammenschlossen. Zu einer Aufwertung der Anlage haben das Bergstüberl, die Skikurse, der Zwergerlcup und der Skifasching beigetragen. Bereits vor zehn Jahre habe man erste Überlegungen geführt, etwas zu verändern, um die Wintersaison besser nutzen zu können.

2013 fiel dann der Startschuss für das Freizeitzentrum. Als erstes musste der gesamte Lift etwa 30 Meter talwärts versetzt werden, was dazu führte, dass man die Talstation verlagern musste. Nachdem man in der Saison 2012/13 Schnee mit einer Propellermaschine erzeugt habe, entschied man sich aber für die Beschneiung mit Lanzen.

Die Beschneiungsanlage wird mit Wasser aus einem externen Weiher gespeist, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf dem Grund der Voith von Voithenbergschen Stiftung befindet und ein Volumen von rund 2000 Kubikmetern fasst. Der Grund, warum man sich auf für die Schneelanzen entschieden hätte, seien die niedrigeren Investitionskosten, der geringere Energieverbrauch pro Schneemenge und der niedrigere Lärmpegel, so Kreuzer.

Sommerbetrieb mit Tube-Bahn

Parallel zum bestehenden 250 Meter langen Skilift entstand außerdem auf einer Länge von 170 Metern ein Schlittenlift mit Zipfelbob-Bahn, der im Sommer als Tube-Bahn genutzt werden kann.

Kreuzers Dank galt seinen Vorstandskollegen, der Stadt und dem Landkreis für die Unterstützung während der Bau- und Planungszeit. Er bedankte sich auch bei der Voithenbergschen Stiftung, die es ermöglichte, dass eine Trasse von der Unterhütte zur Althütte gebaut werden konnte. Durch diese Verbindung könne man die Pistenraupe, die in Unterhütte stehe, nun auch hier oben nutzen.

Der heutige Tag, so Bürgermeister Markus Ackermann, sei ein guter Tag für die Tourismusregion. Wie ein Zahnrad verbinde das Freizeitzentrum Althütte die Nahtstelle der an Waldmünchen angrenzenden Urlaubsregion Furth im Wald und Hohenbogen Winkel und erhöhe den touristischen Wert der Region.

Landratstellvertreter Sandro Bauer sprach vom „Glück des Tüchtigen“. Mit Enthusiasmus sei hier etwas geschaffen worden, das über die Region hinaus strahle. MdB Karl Holmeier freute sich, dass man hier das Kirchturmdenken abgelegt habe.

Heute, so TV-Vorsitzende Marianne Brey, sei ein markanter Tag. 90 Jahre nach Gründung der Ski- und Radsportabteilung könne man die neue Liftanlage offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Anschließend erteilte Stadtpfarrer Wolfgang Häupl der Anlage den kirchlichen Segen. MdB Holmeier, Landratstellvertreter Bauer und Bürgermeister Ackermann eröffneten dann offiziell die Liftsaison. Die beiden stellvertretenden Abteilungsleiter Hans Grötsch und Franz Kistler führten die Gäste durch die Anlage und erklärten Planungs- und Baugeschichte sowie die Funktionsweise der Anlage. (wbf)

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