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Bauen

Ein Haus als Tankstelle und Kraftwerk

Am Samstag stellten Experten im Arnschwanger Fahrradmuseum interessierten Bürgern das „Effizienzhaus Plus“ vor.

Tadeas Rusnok, Präsident der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsvereinigung, Postrekovs Bürgermeister Jan Kreuz, der Energie-Scout der Gemeinde Arnschwang, Johann Christl, Michael Köck von Fenecon Energy Engineering, Joachim Seebauer von Nibe-Systemtechnik und Georg Weißler (v. l.)Foto: cfb
Tadeas Rusnok, Präsident der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsvereinigung, Postrekovs Bürgermeister Jan Kreuz, der Energie-Scout der Gemeinde Arnschwang, Johann Christl, Michael Köck von Fenecon Energy Engineering, Joachim Seebauer von Nibe-Systemtechnik und Georg Weißler (v. l.)Foto: cfb

Arnschwang.. Bereits seit Jahren beschäftigt sich Johann Christl in seinem Unternehmen „Natural-Energy – Energie-Umwelt-Konzepte UG“ mit der dezentralen Energiewende in Bürgerhand. Am Samstag organisierte er gemeinsam mit der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsvereinigung einen Informationstag zum Effizienzhaus Plus mit verschiedenen Vorträgen.

Johann Christl bei seinem Vortrag über das Effizienzhaus Plus Foto: cfb
Johann Christl bei seinem Vortrag über das Effizienzhaus Plus Foto: cfb

Der Vorstand der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsvereinigung entschied letztes Jahr, den neuen Standard des „Effizienzhauses Plus“ gerne auch nach Tschechien und in die Slowakei zu exportieren. Auch das Bundesumweltministerium hatte Interesse an diesem Vorhaben und stellte Fördermittel zur Verfügung. So ist nun der Weg frei für eine Reihe von Workshops und Vorträgen zu diesem Thema, die am Samstag in Arnschwang begann und dann im Laufe des Jahres in Prag fortgesetzt wird. Bei den Veranstaltungen werden auch Firmen bei einem „Markt der Ideen“ ihre Produkte und Konzepte vorstellen. Der Präsident der Wirtschaftsvereinigung, Tadeas Rusnok, sowie der ehrenamtliche Geschäftsführer Georg Weißler waren für den Startschuss der Projektreihe nach Arnschwang angereist.

Neben interessierten Bürgern war auch Jan Kreuz, der Bürgermeister der tschechischen Gemeinde Postrekov, bei den Vorträgen am Samstag anwesend. Seine Gemeinde will in Kürze im Rahmen eines EUREGIO-Projektes ein Schul- und Kindergartengebäude nach dem Prinzip des „Effizienzhauses Plus“ sanieren. Dafür sei laut Christl ein deutscher Projektpartner nötig.

Informationen zum Thema

  • Energiestammtisch:

    Jeden ersten Mittwoch im Monat können sich Interessierte von 19 bis 21 Uhr im Arnschwanger Radlcafé mit Johann Christl austauschen und Tipps zu nachhaltigen und energiesparendem Bauen erhalten.

  • Effizienzhaus Plus:

    Auf der Internetseite Forschungsinitiative Zukunft Bau findet man Informationen zum energieeffizienten Wohnen. (cfb)

Zu Beginn seines Vortrags erläutert Christl die Begriffe: „Das „Plus“ in „Effizienzhaus Plus“ heißt, dass das Haus mehr Energie erzeugt, als es benötigt. Die überschüssige Energie kann entweder gespeichert, ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder alternativ genutzt werden – also zum Beispiel für die Aufladung eines Elektroautos.“ An solchen Häusern, deren Erforschung von der Regierung gefördert wird, bestehe mittlerweile international großes Interesse. Laut Christl setzten alle der im Modellversuch untersuchten Gebäude Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen ein. Doch nicht nur Wohnhäuser, auch öffentliche Bauten können bei richtiger Umsetzung energieeffizient gebaut oder renoviert werden. Mit einer Beispielrechnung zeigte er, dass mit innovativen Häusern sehr viel Geld gespart werden kann!

Im Anschluss stellte Christl Schalungssteine aus Neopor vor, die als Gebäudehülle dienen und direkt beim Hausbau wie Legosteine verbaut werden. In der Folge informierte Joachim Seebauer von Nibe-Systemtechnik über Wärmepumpen und Michael Köck von Fenecon Energy Engineering gab Tipps zum Thema Stromspeicher, bevor schließlich noch der Energieberater Robert Tauböck sprach. (cfb)

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