MyMz
Anzeige

Politik

Ein hundertprozentiges Ja der SPD

Die Chamer Sozialdemokraten stimmen über die Stadtratsliste ab und küren ihre Bürgermeisterkandidatin Claudia Zimmermann.
Von Stefanie Bauer

Claudia Zimmermann (3. v. r.) mit Stadtratskandidaten und SPD-Kreisvorsitzendem Franz Kopp (l.) vor den Plakaten mit Zielen für „Mein Cham 2030“.  Foto: cba
Claudia Zimmermann (3. v. r.) mit Stadtratskandidaten und SPD-Kreisvorsitzendem Franz Kopp (l.) vor den Plakaten mit Zielen für „Mein Cham 2030“. Foto: cba

Cham.Es ist ein hundertprozentiges Ja der Chamer SPD und auch von Claudia Zimmermann selbst zu ihrem Wunsch, die nächste Chamer Bürgermeisterin zu werden: Nur Ja-Stimmen für ihre Kandidatur und nicht eine Enthaltung gab es bei der Nominierungskonferenz am Freitag im Hotel am Regenbogen. „Gut, dass Du Dich nicht enthalten hast, denn es zeigt: ‚Ja, ich will das!‘“, fasste Oliver Schulz, Ortsvorstand der SPD Windischbergerdorf, an die Bürgermeisterkandidatin gerichtet, zusammen.

Insgesamt 24 Stimmberechtigte, 15 SPD-Mitglieder und neun Stadtratskandidaten, die nicht SPD-Mitglied sind, waren bei der Nominierungskonferenz anwesend und gaben ihre Stimme ab für die Bürgermeisterkandidatur Claudia Zimmermanns bei der Kommunalwahl 2020 und für die komplette Stadtratsliste (24 Listenkandidaten und zwei Ersatzkandidaten). Versammlungsleiter war Chams Ortsvereinsvorsitzender Martin Schoplocher, das Amt des Schriftführers übernahm der Kreisvorsitzende Franz Kopp.

Zimmermann will an Chams Zukunft bauen

Vor ihrer Nominierung hatte Claudia Zimmermann sich und ihre politischen Ziele vorgestellt. Sie ist bei der Bayerischen Krebsgesellschaft als Fundraiserin tätig, wo sie für die von den Krebskranken benötigten finanziellen Ressourcen zuständig ist. Seit 2008 lebt sie nach 15 Jahren Großstadt wieder in Cham, deshalb habe sie eine realistische Vorstellung davon, warum es sich hier gut leben lasse, so die Sozialdemokratin: Sie liebe ihre Heimatstadt, schätze die Menschen hier sehr und wolle gemeinsam mit ihnen tatkräftig an Chams Zukunft bauen. Was eine Stadt lebenswert mache, seien in erster Linie die Menschen. Deren Bedürfnisse gelte es umzusetzen, und das wolle sie mit Emotionen und Leidenschaft tun, denn sie brenne für die Stadt Cham, versicherte Claudia Zimmermann.

Kommunalwahl

Chamer SPD wirft den Hut in den Ring

Claudia Zimmermann will auf den Chamer Bürgermeistersessel und hat dabei klare Vorgaben: „Ich setze nicht auf Platz!“

Als Beispiele nannte sie unter anderem Mobilität und Verkehr: Wichtiger noch als ein digitales Verkehrsleitsystem sei es, den Verkehr von und nach Janahof zu entzerren, die Scheuerer-Kreuzung als Kreisel auszubauen in Verbindung mit dem Hochwasserschutz und das Radwege-Netz zu ertüchtigen. Ein ganz besonderes Anliegen ist der Sozialdemokratin die Barrierefreiheit des Bahnhofs: „Hier müssen wir endlich anschieben!“ Das Leerstandsmanagement in der Innenstadt will Claudia Zimmermann zur Chefinnen-Sache machen und etwas gegen die „offene, klaffende Wunde im Herzen Chams“ unternehmen. Die derzeitige Diskussion um einen Bebauungsplan für die Innenstadt sieht sie kritisch: „Legen wir den bau- und sanierungswilligen Eigentümern hier nicht eine Zwangsjacke an?“, fragte sie. Außerdem setze sie auf Nachverdichtung in der Innenstadt und in den Ortskernen im Hinblick auf den Zersiedelungsaspekt.

Hochmuth glaubt an Bürgermeisterin Zimmermann

„Kinder sind unsere Zukunft. Warum werden wir nicht eine kinderfreundliche Kommune?“, fragte die Sozialdemokratin. Dazu sei es wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen zu sprechen.

Besonders am Herzen liegt ihr das Seniorenheim „St. Michael 2.0“, das ein Ort der Begegnung werden solle für ältere Menschen, mit Café, Friseur, einem Ort für Veranstaltungen, einer beschützen Station für demente Menschen und vielem mehr.

Franz Kopp bescheinigte Claudia Zimmermann Rückgrat und Mut, Eigenschaften, die für die Kandidatur unbedingt erforderlich seien. Er sicherte ihr seine Unterstützung zu, so wie auch sie ihn jederzeit als seine Stellvertreterin unterstützt habe, und ebenso auch den Stadtratskandidaten, die sich und ihre Ziele im Anschluss, vor ihrer Wahl, vorstellten. Die Listenkandidaten hatten Plakate mitgebracht, auf denen sie ihre Vorstellungen für ihr „Cham 2030“ formuliert hatten. Für Edi Hochmuth sieht das so aus: „Claudia Zimmermann, seit zehn Jahren erfolgreiche und beliebte Bürgermeisterin“.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht