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Umwelt

Ein kleiner Park voller Energie-Ideen

Die Jugendbildungsstätte Waldmünchen macht im Energiepark regenerative Energieformen auf engsten Raum komprimiert sicht- und begreifbar.

  • Bei einem Rundgang erläuterte Martin Wagner die verschiedenen Stationen zu Wind-, Wasser-, Sonnen- und Bioenergie. Fotos: wim
  • Projektleiter Martin Wagner (li.) bedankte sich bei den Schulleitern Martina Mathes und Günter Habel für die Unterstützung.
  • Der originelle Wasserkocher arbeitet mit Sonnenenergie.

Waldmünchen.Zur Eröffnung des Energieparks konnte der Leiter der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, Alois Nock, eine fast nicht mehr zu überschauende Anzahl von Gästen begrüßen. Neben Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Bürgermeister Markus Ackermann und zahlreichen Stadträten waren Abgeordnete aus Landtag und Bundestag ebenso der Einladung gefolgt wie Vertreter der Schulen und Firmen, die das Projekt unterstützt haben.

Aber auch Schulen hätten sich in vorbildlicher Weise in das Projekt eingebracht, sagte Nock. Die Wirtschaftsschule Waldmünchen, die Werner-von-Siemens-Berufsschule in Cham und das Robert-Schuman-Gymnasium in Cham – um nur einige zu nennen – haben durch „Leuchtturmprojekte“ an der Gestaltung des Energieparks mitgewirkt.

Tüftlergruppen von Schulen

In vier Gruppen aufgeteilt, konnten 28 Schülerinnen und Schüler jeweils eine Station entwerfen. „Junge Leute sollen sehen, was möglich ist“ sagte Nock. Auch die Zusammenarbeit mit den tschechischen Nachbarn habe bei diesem Projekt wieder einmal hervorragend geklappt. Die Bereiche Sonnenenergie, Wasserkraft, Windkraft und Biogas wurden dargestellt.

Projektleiter Martin Wagner ließ noch einmal den Entwicklungsweg des Energieparks für die Anwesenden Revue passieren. Seit 2009 finden an der Jugendbildungsstätte „Energieseminare“ statt, die durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit gefördert werden. Ungefähr 300 Teilnehmer waren auf diesem Weg bereits zu verzeichnen. 2012 wurde die Jugendbildungsstätte mit dem Qualitätssiegel „Umweltbildung Bayern“ ausgezeichnet. 2013 folgte die Anerkennung als Umweltstation. Und da die Energiewende ein Problem sei, das gelöst werden müsse, entstand als logische Folge der Energiepark – kein Museum, wie Wagner ausdrücklich feststellt, sondern zum „Ausprobieren“.

Dies sei aber, betonte auch er, nur durch tatkräftige Unterstützung von vielen Seiten möglich gewesen – wobei er besonders das Engagement von Carina Mnich hervorhob, einer Studentin, die ehrenamtlich viele Stunden in das Projekt gesteckt habe und stecke. Der Energiepark werde in Zukunft wertvoll für die Energieseminare sein, aber auch Schulklassen und interessierten Gruppen nach Anmeldung zur Verfügung stehen.

Lob von Seiten der Politik

Bezirkstagspräsident Franz Löffler, MdB Marianne Schieder, MdL Dr. Gerhard Hopp, Bürgermeister Markus Ackermann und Wolfgang Mayer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten waren voll des Lobes über die von der Jugendbildungsstätte geleistete Arbeit. Der Energiepark sei ein Höhepunkt in der Fortentwicklung der Energieregion, stellt Löffler fest und Schieder, die bereits mit einer Beleggruppe der Landfrauen die Arbeit „von der anderen Seite her kennt“, bescheinigte den Verantwortlichen hervorragende Bildungsarbeit.

Und auch MdL Hopp hat die Jugendbildungsstätte bereits als Teilnehmer erlebt. Deshalb freut er sich besonders, an diesem „besonderen Tag“ seine Unterstützung zusagen zu können. Für Ackermann ist die Jugendbildungsstätte „Klassenprimus im Bildungsbereich“ und ihre hochwertigen Arbeit im Bereich Umwelterziehung passe stimmig in die Region. So habe die Jugendbildungsstätte für ihn Vorbildfunktion.

Den Strom selber „erradeln“

Den höchstmöglichen Fördersatz von 50 Prozent, was einem Betrag von ca. 32 000 Euro entspricht, stellte der Landkreis Cham bereit, so Wolfgang Mayer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Bei einem Rundgang durch das Gelände zeigten sich die Gäste beeindruckt. Die Schüler stellten selber ihre Arbeiten vor und ernteten großes Lob. Ab 13 Uhr konnte sich die interessierte Öffentlichkeit umsehen und zum Beispiel testen, wieviel Energie man durch Radfahren erzeugen kann.

Da die Eröffnung im Rahmen des Waldmünchener Herbstfestes stattfand, hatte die Jugendbildungsstätte hierfür einen Shuttledienst – mit E-Autos und E-Bikes versteht sich – für Interessenten organisiert. (wim)

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