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Aktion

Ein Lächeln geht um die Welt

Was kann man tun, um Stress abzubauen? Zum Welttag des Lächelns erklärt der Chamer Neurologe Dr. Volker Ziegler die Wirkung auf unser Gehirn.
Von Laura Caspari und Simone Ketterl

  • Am Freitag ist der internationale Tag des Lächelns. Der kleine Luis lächelt, wenn er einen Keks bekommt, Papa Erich Daschner wegen seines Sohnes. Foto: ckr
  • Dr. Volker Ziegler lächelt, wenn er leckere Schokolade isst – das darin enthaltene Serotonin macht glücklich.

Cham.Auf dem Weg zur Arbeit im Stau stecken geblieben, zu spät aufgestanden, die Kinder quengeln nur – und dann auch noch Ärger mit dem Chef. Täglich kommen wir in Situationen, die uns stressen und belasten. Was kann man tun, um den Stress abzubauen?

„Einfach mal lächeln“, rät Dr. Volker Ziegler, Chefarzt für Neurologie an den Sana Kliniken des Landkreises Cham. „Wenn man lächelt, werden automatisch die emotionalen Netzwerke im Hirn aktiviert, die für dieses Gefühl verantwortlich sind“. Im Klartext: Auch wenn man im Stress lächelt, werden allein durch die Veränderung der Mimik freudige Gefühle ausgelöst.

Das funktioniert, weil unser Gehirn die Mimik, die wir zum Lächeln oder Lachen brauchen, an positive Gefühle gekoppelt hat, erklärt Ziegler. Wenn wir gestresst sind oder Angst haben lachen wir nicht, wenn wir glücklich sind schon. So hat es unser Hirn gelernt und abgespeichert. Das bedeutet zwar auch, dass es uns schwer fällt zu lächeln, wenn wir gestresst sind. Dennoch kann man sich diese Verknüpfung in solchen Situationen gezielt zunutze machen.

Wenn wir schlecht drauf sind, machen sich die positiven Gefühle zwar nicht so deutlich bemerkbar, aber sie sind da. Das heißt aber nicht, dass wir dauernd mit einem Lächeln durch die Gegend laufen sollten, im Gegenteil: Erzwungenes Dauerlächeln lässt kurzfristig den Blutdruck steigen, auf Dauer ruft es Stress und Depressionen hervor. Vielmehr kommt es auf ein kurzes, gezielt eingesetztes Lächeln an, um die Laune zu heben.

Die perfekte Gelegenheit, das Lächeln zu üben, ergibt sich diesen Freitag. Denn der erste Freitag im Oktober ist seit 1999 offiziell der Welttag des Lächelns. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag von dem Amerikaner Harvey Ball, der als der Erfinder des Smileys gilt.

Ball entwarf „Smiley“ 1963 für eine kleine Versicherungsgesellschaft in Worcester, Massachusetts. Das Symbol sollte die Angestellten dort motivieren, wurde jedoch rasch weltweit bekannt.

Daraufhin gründete Ball 1999 die gemeinnützige Organisation „World Smile Corporation“. Das Unternehmen organisiert den Welttag des Lächelns und verkauft Smiley-Produkte in die ganze Welt, um das Geld anschließend an Kinderhilfsorganisationen zu spenden.

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