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Kirche

Ein neues Jesukind für die Stadtpfarrkirche

An Heilig Abend legte Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl die Figur in die Krippe. Vor Jahren schon wurde die alte gestohlen.
Von Johann Dendorfer

Beim Festgottesdienst am ersten Weihnachtstag legt Kaplan Daniel Schmid die Figur des Jesuskindes in die Krippe vor dem Altar.  Foto: Johann Dendorfer
Beim Festgottesdienst am ersten Weihnachtstag legt Kaplan Daniel Schmid die Figur des Jesuskindes in die Krippe vor dem Altar. Foto: Johann Dendorfer

Furth im Wald.Die Christmette in der Weihnachtsnacht, die als „Heilige Nacht“ bezeichnet wird, gehört zu den bedeutenden nächtlichen Gottesdiensten überall auf der Welt. All die Jahre hindurch wird um 23 Uhr in der Further Stadtpfarrkirche Mariä-Himmelfahrt dieses Ereignis festlich gefeiert.

Weihnachtliches Orgelspiel von Regionalkantor Wolfgang Kraus erklang schon vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche. Unmittelbar vor Beginn der Christmette sang Kraus dann die feierliche „Ankündigung von der Geburt Jesu“ nach dem Römischen Martyrologium. Dessen Text enthält für Weihnachten die Datierung der Geburt Jesu nach verschiedenen Ereignissen der Heilsgeschichte und der profanen Geschichte seit der Erschaffung der Welt.

Gott wird Mensch

Mit einer großen Schar von Ministranten und den Kommunionhelfern zog Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl in das im Dunkel liegende Gottesdienst ein. Weihnachten, so der Further Stadtpfarrer, erzählt von einer Hoffnung, die sich erfüllt hat. Gott wird Mensch, um unser Leben zu teilen von der Krippe bis zum Kreuz. In dieser Nacht darf man Jesus Christus im kleinen Kind der Krippe begegnen. Ministrantinnen brachten dabei die Figur des Jesuskindes feierlich zum Altar.

Dort wurde es von Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl in Empfang genommen. Bevor er die Figur in die Krippe legte, hielt er das Jesuskind hoch, um es der versammelten Gemeinde zu zeigen. So nahm dann dieser feierliche Gottesdienst seinen Anfang.

In seiner diesjährigen Metten-Predigt ging Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl der Frage nach, wer eigentlich die Weihnachtsgeschenke bringt. Die Gesellschaft scheint in dieser Frage tief gespalten zu sein. Weihnachtsmann – Christkind – Eltern ? Vieles, so Pfarrer Seidl, spricht für den Weihnachtmann, hat er scheinbar einen besonders guten Draht zum Einzelhandel. Die älteren Rechte, weil historisch korrekter, hat jedoch der Heilige Nikolaus, jener Bischof von Myra. Er ist derjenige, der zum „Geber“ für Notleidende war. Zurückgedrängt wurde dieser Heilige dann im Rahmen der Reformation, bei der man sich von der Heiligenverehrung abwandte. Das Christkind, man schreibt Martin Luther die „Erfindung“ dieses Wesens nach, hat so den Heiligen zurückgedrängt.

Ersatz für gestohlenes Kind

Aber das Kind im Stall, so Stadtpfarrer Karl-Heinz Seidl, bringt keine Geschenke. Es schenkt sich selbst auf der Seite der Kleinen und Armen bis hin ans Kreuz. Pfarrer Seidl erinnerte in seiner Predigt auch an das vor Jahren gestohlene und nicht wieder aufgetauchte alte Jesulein der Further Stadtpfarrkirche. Ab dem diesjährigen Weihnachtsfest hat die Pfarrkirche nun eine neue Jesuskind-Figur und dazu auch eine neue Krippe dafür.

Den Festgottesdienst am Abend des Ersten Weihnachtstages zelebrierte Kaplan Daniel Schmid. Mit festlicher Musik von Kirchenchor und Orchester wurden beide Gottesdienste feierlich umrahmt.

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