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Ein Panoramapark für 15 Millionen

Im September beginnt der Bau von rund 60 Wohnungen in Cham-West. Es gibt bereits erste Anfragen für die Lage überm Regental.
Von Johannes Schiedermeier

  • Panoramapark haben die beiden Bauherren Max Schierer und Matthias Altmann die Wohnanlage getauft, die in Cham-West über der Bahntrasse mit unverbaubarem Blick ins Regental entstehen soll.Planansicht: Altmann
  • Die Bauherren Matthias Altmann (Mitte) und Max Schierer jun. haben Manuela Altmann eingestellt, die für den Vertrieb der 60 Wohnungen und mehrerer Penthouse-Einheiten zuständig ist.Foto: Schiedermeier

Cham. Cham. 14 bis 15 Millionen Euro werden die beiden Bauherren Matthias Altmann und Max Schierer jun. in ihr Wohnprojekt in Cham-West investieren. Den Stadtrat hat das Projekt „Panoramapark“ bereits passiert. Im September soll in Cham-West der Bau von bis zu 60 Wohnungen und mehrerer Penthouse-Wohnungen beginnen. Wenn alles klappt und die beiden folgenden Winter einigermaßen bauherrenfreundlich im Rahmen bleiben, dann könnten die ersten Besitzer im Frühjahr 2019 einziehen.

Max Schierer und Matthias Altmann haben dafür eine Projekt-Gesellschaft gegründet und sind guter Dinge: „Wir haben schon vor Baubeginn die ersten Anfragen“, sagt Altmann. Als Ansprechpartner für alle, die Wohnraum suchen oder investieren wollen, haben die beiden Manuela Altmann eingestellt, die für den Vertrieb verantwortlich ist.

Gutachten wegen der Bahntrasse

Die drei sind sich ihrer Sache sicher. Allein schon die Lage am Chamer Ortsrand bürgt für ein besonderes Flair. Die Wohnanlage liegt hoch über der Bahntrasse und schaut unverbaubar ins Regental. Vor dem Baubeginn war aber genau das Gegenstand einiger Gutachten. Altmann und Schierer ließen Lärmschutz und Erschütterungswerte prüfen, weil rund 14 Meter tiefer unten die Bahn im Stundentakt vorbeifährt. Altmann winkt ab. „Das ist kein Problem. Der beste Lärmschutz ist die hohe Böschung und wir haben oben noch eine Mauer draufgesetzt, über die man im Erdgeschoss aber drüberschauen kann.“

Die Lärmschutzmauer ist optimal genutzt und in Richtung Süden mit 400 Quadratmetern Photovoltaik bestückt. Sie unterstützt die energieeffiziente Bauweise KfW 55, die unter anderem durch die Beheizung mittels Luft-Wärmepumpe erreicht wird. Die insgesamt 5500 Quadratmeter Wohnfläche sind in beiden Wohnblöcken unterkellert. Dort gibt es einen separaten Kelleranteil und 2,70 Meter breite Stellplätze. „Das haben wir so gemacht, weil die Autos immer breiter werden und kaum mehr einer Platz zum Aussteigen hat“, erklärt Altmann. Hinzu kommen vorbereitete Anschlüsse für E-Bikes und Elektro-Autos. In der Tiefgarage wird es 90 Stellplätze geben, oben vor den Häusern sind 50 weitere ausgewiesen. Die Zufahrt zur Tiefgarage ist aus Lärmschutzgründen überdacht geplant.

Unterhalb der Lärmschutzmauer haben Altmann und Schierer einen Kinderspielplatz angelegt. So kann es dort auch einmal lauter zugehen.

Die Erschließung des Grundstückes erfolgt von der Hauptstraße her. Die Bauherren haben die Einfahrt am Ortsende geplant. Derzeit steht das Ortsschild von Cham noch rund 100 Meter weiter stadteinwärts. Es soll versetzt werden. Außerdem wird eine Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der Ein-und Ausfahrt diskutiert, die verhindern soll, dass zu flott aus Richtung Katzbach ins Zentrum gefahren wird.

„Das Risiko ist überschaubar!“

Ein weiterer Pluspunkt dürfte die geplante Haltestelle für den Citybus sein, der oberhalb der Anlage stehen bleiben soll und über eine separate Treppenanlage zu erreichen ist. Ansonsten ist der gesamte Bau barrierefrei gestaltet. Die beiden Gebäude besitzen jeweils zwei Treppenhäuser und zwei Aufzüge. Optisch sind die mit jeweils drei Dächern gestaltet. So entsteht der Eindruck von sechs Häusern. Auf der Tiefgarage werden jeweils drei Stockwerke und ein Penthouse errichtet.

Überragend leben – so wirbt das Expos`e der beiden Bauherren. Was das überragende Leben mit Blick ins Regental pro Quadratmeter kosten wird, ist noch nicht raus. Das hängt auch von den tatsächlichen Baukosten ab. Böse Überraschungen erwartet Altmann aber eher nicht. „Durch das natürliche Gefälle verschieben wir den meisten Aushub nur innerhalb der Baustelle. Granit gibt es auch, aber nur fußballgroß.“ Deshalb sind Altmann und Schierer der Ansicht, dass das Risiko überschaubar ist. Und an der Nachfrage zweifeln sie auch nicht. Altmann hofft insbesondere auf den Bedarf durch den Einzug der Artillerie-Brigade in die Chamer Kaserne.

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Das Projekt

  • Die Kosten:

    14 bis 15 Millionen Euro wollen die beiden Bauherren Matthias Altmann und Max Schierer jun. in das neue Bauprojekt in Cham-West investieren.

  • Die Planung:

    Entstehen sollen in zwei Häusern rund 60 Wohnungen, die auf die Wünsche ihrer späteren Besitzer zugeschnitten werden können mit Quadratmeterzahlen von 43 bis 152 Quadratmnetern. In den Penthousewohnungen unter dem Dach sind bis zu 250 Quadratmeter Wohnfläche möglich. Deswegen ist auch noch nicht klar, wie viele Wohnungen am Ende tatsächlich untergebracht werden können.

  • Die Lage:

    Die Wohnanlage soll unverbaubar über der Bahntrasse am Ende von Cham-West über dem Regental in Richtung Katzbach entstehen. Durch entsprechenden Lärmschutz und Gutachten wollen sich die Bauherren absichern, dass Erschütterungen und Lärm durch die Bahn kein Thema sind. (si)

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