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Drachenstich

Ein unvergesslicher Tag soll es werden

Für das Historische Kinderfest in Furth im Wald suchen die Organisatoren zahlreiche Helfer.
Julia Stoiber

Julia Macharowsky, die Vorsitzende des Historischen Kinderfestes, bei ihrer Ansprache Foto: Julia Stoiber
Julia Macharowsky, die Vorsitzende des Historischen Kinderfestes, bei ihrer Ansprache Foto: Julia Stoiber

Furth im Wald.„Hallo euch! Gott zum Gruß euch!“ Wenn man diese Worte hört, könnte man meinen, in Furth herrsche schon wieder die fünfte Jahreszeit – der Drachenstich. Doch bis dahin dauert es noch ein paar Monate. Die Begrüßung war am Mittwoch im Hotel-Gasthof-Fellner von Julia Macharowsky, der Vorsitzenden des Historischen Kinderfestes, zu hören. Es fand eine Info-Veranstaltung über das Historische Kinderfest statt.

Der Kinderdrachenstich besteht derzeit aus 20 Mitgliedern, die gemeinsam mit vielen Müttern, Vätern sowie zahlreichen Helfern das Wochenende des Historischen Kinderfestes ganz allein auf die Beine stellen. Hierfür sind viele helfende Hände gefragt, die die Preise für die Tombola, die Schilder zum Bemalen und die Preise, die am Schlossplatz im Tausch gegen eine bestimmte Anzahl an Talern erworben werden können, fertigen.

Schmusekissen und vieles mehr

So müssen die Drachen, Schmusekissen, Stiftedosen, Steckenpferde, Kränzchen und viele weitere Sachen von den Eltern, Verwandten und Freunden gebastelt werden. Für die Geschenke brauchen die Kinder nichts zu zahlen, sie müssen nur an den verschiedenen Spielestationen Taler sammeln.

„Das ist der Spirit vom Kinderdrachenstich: Kindern, ohne dass es etwas kostet, einen schönen, erlebnisreichen und unvergesslichen Tag zu bereiten und nicht nur den Kindern, die in Furth während dieser Zeit Urlaub machen, sondern auch denen, die beim Spiel mitwirken“, so Macharowsky.

Daniel Reitmeier vom Regie-Team berichtete den Müttern, dass es zwei Aufführungen gibt, für die ab dem ersten Ferientag zuerst in der Grundschule und danach am Stadtplatz in der Arena geprobt wird. In dieser Zeit solle der Kinderdrachenstich Priorität haben. Es steht ihnen nur eine kurze Probenzeit zur Verfügung. Hierfür wird vorher eine kleine Grundlage gelegt: Die Sprechrollen werden zu einem Probenwochenende eingeladen, bei dem sie sich kennenlernen, Freundschaften knüpfen, und lernen, befreiter aufzutreten, und erste Schauspielkenntnisse erwerben. Während der heißen Probenphase wachsen sie noch enger zusammen. Das Miteinander wird laut Reitmeier beim Kinderdrachenstich großgeschrieben, und zwar in vielerlei Hinsicht: „Es wäre nämlich kein unterhaltsames Stück, wenn es nur die acht Hauptrollen geben würde.“ Durch die vielen, oft auch ganz kleinen Kinder, die mitwirken, werde das Spiel lebendig. Nur wenn alle miteinander ein Stück auf die Bühne stellten, werde es ein großer Erfolg.

Der Kinderdrachenstich präge die Kinder, viele blieben danach in irgendeiner Weise – sei es beim Schminken, als Betreuung oder für den Ton – erhalten. Sie seien sich dafür nicht zu cool, sondern stünden voll und ganz hinter dem Historischen Kinderfest.

Im Anschluss berichteten Heike Janda und Marion Hastreiter, die seit 2019 zuständig für den Historischen Festzug am Sonntag sind, dass jedes Jahr knapp 900 Kinder, verteilt auf 35 verschiedene Gruppen, mitgehen. Jährlich beteiligen sich die Kindergärten aus Furth und Umgebung sowie der Spielmannszug Grenzfähnlein. Pferde und Kutschen dürfen beim Umzug natürlich auch nicht fehlen. So sitzt der Wolf von Wildenstein beispielsweise hoch zu Ross und die Prinzessin in einer Kutsche. Am Ende des Zuges dürfen Urlauber und Kinder, die sich spontan dazu entschlossen haben, historisch gewandet mitziehen.

Helfer für Spiele gesucht

Steffi Macharowsky sowie Barbara und Thomas Willnhammer sind für die Spiele am Samstag zuständig. Auch hier sind Helfer dringend notwendig, da es 20 verschiedene Stationen gibt, die immer von zwei Leuten, für die ein Springer zur Verfügung steht, betreut werden müssen. Sie würden sich freuen, wenn sich wieder einige zur Unterstützung bereiterklären würden. Macharowsky informierte die Mütter darüber, dass die Spiele erst nach dem Schauspiel anfangen; die Spielebetreuer solten historisch gewandet sein. „All diejenigen, die die Begeisterung der Kinder hautnah erleben möchten, sind hierfür prädestiniert und bestens aufgehoben“, so Macharowsky.

Julia Macharowsky würde sich wünschen, dass viele Mütter, Väter, Omas, Opas oder andere Verwandte sich den Bastel-Kleingruppen anschließen, denn auch hier werde Unterstützung gern gesehen, da sich Hannelore Koch, die in den vergangenen Jahren die meiste Bastelarbeit erledigte, zurückziehe und sich nur noch mit ein paar Damen um die Näharbeiten kümmere. „Man muss hierfür kein riesen Talent haben, denn die Talente leiten schließlich die verschiedenen Gruppen, und am Ende freut man sich doch darüber, wenn diese die Kinder mit einem selbst gebastelten Geschenk glücklich machen.“ (fsj)

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