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Region Cham
Montag, 28. Mai 2018 28° 1

Neukirchen b Hl Blut

Ein Vortrag für alles rund um das Pferd

Über die erstaunliche Geschichte „vom Wildpferd zum treuen Helfer und Freund des Menschen“ referierte Dr. Hans Aschenbrenner.

Dr. Hans Aschenbrenner zog die Rosserer mit dem Vortrag über Pferde in seinen Bann. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Über die erstaunliche Geschichte „vom Wildpferd zum treuen Helfer und Freund des Menschen“ referierte Dr. Hans Aschenbrenner in seinem Vortrag im Gasthof zum Bach, zu dem der Vorsitzende der Pferdezüchtervereinigung Furth im Wald-Hohenbogenwinkel, Josef Berlinger, rund 70 Rosserer willkommen hieß.

Alle Pferde stammten vom Ur-Wildpferd ab, von dem die beiden Unterarten Tarpan und Przewalski überlebt hätten. Vor zwei Millionen Jahren sei das Ur-Wildpferd von Amerika über die Beringstraße auf dem Seeweg nach Sibirien und Alaska gekommen, während es über die Landbrücke nach Asien gelangte. Es verbreitete sich von der Mongolei über Sibirien bis nach Europa und Spanien.

Diese Tiere hätten wenig Gemeinsamkeiten mit dem heutigen Pferd. Es habe vier Zehen besessen, die sich zum Huf entwickelt hätten, wie sich anhand prähistorischer Wildpferdezeichnungen eruieren ließe. Aschenbrenner informierte auch über die amerikanischen Mustangs, deren Name „herrenloses und entlaufenes Tier“ bedeute und die bereits im 17. Jahrhundert von den Indianern für Jagd- und Kriegszwecke genutzt worden seien.

Der Hauptfeind des Pferdes seien Wölfe. Eine Herde bestehe in der freien Wildbahn aus mehreren Stuten mit Fohlen, die von einer Leitstute angeführt und von einem imposanten Leithengst zusammen gehalten würden. Als Herdentiere pflegen Pferde eine feine Körpersprache, um miteinander zu kommunizieren und Signale zu geben. Neben der Landwirtschaft waren sie in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Industrie eingesetzt.

Aschenbrenner sprach auch den Sport des Pferderennens an und nannte mit Alois Bach, der 1809 in Eschlkam geboren wurde, einen sehr bekannten Tiermaler des 19. Jahrhunderts. Weitreichende Informationen gab es über die Edelpferderasse Andalusier, die 1572 nach Österreich eingeführt, eingekreuzt und weltweit als Lipizzaner bekannt wurden. Sepp Berlinger dankte Dr. Hans Aschenbrenner für den informativen Vortrag und verwies auf das offene Vereinsturnier „Fahren“ in den Disziplinen Ein-, Zwei- und Vierspänner der Pferdezüchtervereinigung am 12. und 13. Mai im Gewerbegebiet Eschlkam. (kbr)

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