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Bundeswehr

Ein Willkommen für Rodings Soldaten

Litauen war und ist auch künftig Einsatzort für Rodinger Soldaten. 2020 wächst die Belegung der Kaserne um etwa 100 auf 900.
Von Christoph Klöckner

Das neue Banner am Eingangstor zur Stadt Roding sagt den Soldaten Danke für ihren Einsatz und begrüßt sie zudem. Am Dienstag war die offizielle Vorstellung der Aktion durch MdB Karl Holmeier, MdL Dr. Gerhard Hopp, Rodings Bürgermeister Franz Reichold, Susanne Müller von den Wirtschaftsjunioren, Landrat Franz Löffler, Aktionsmitorganisator und Ex-Soldat Gerald Schäffer im Beisein des stellvertretenden Kommandeurs Christoph Burner (v.li.).Foto: Klöckner
Das neue Banner am Eingangstor zur Stadt Roding sagt den Soldaten Danke für ihren Einsatz und begrüßt sie zudem. Am Dienstag war die offizielle Vorstellung der Aktion durch MdB Karl Holmeier, MdL Dr. Gerhard Hopp, Rodings Bürgermeister Franz Reichold, Susanne Müller von den Wirtschaftsjunioren, Landrat Franz Löffler, Aktionsmitorganisator und Ex-Soldat Gerald Schäffer im Beisein des stellvertretenden Kommandeurs Christoph Burner (v.li.).Foto: Klöckner

Roding.Wenn Wachstum der Soldatenzahl vor Ort ein Zeichen fürs Wohlfühlen wäre, könnte man sagen, in Roding fühlt sich die Bundeswehr zu Hause. Denn 2020 wird die Zahl der Soldaten des hier stationierten Versorgungsbataillons 4 laut Stellvertretendem Kommandeur Christoph Burner wachsen. Statt bisher 800 werden dann etwa 900 Soldaten in Roding ihren Anlaufpunkt haben.

Das mit dem Wohlfühlen stimmt natürlich auch ohne das Kriterium der wachsenden Anzahl der Soldaten – denn der Bürger in Uniform gehört hier zum Alltagsbild in der Stadt und wird freudig begrüßt.

Neues Banner am Stadteingang

Die gelbe Schleife aus Cham als Brückenschlag zwischen Bürger und Bundeswehr erobert derzeit als vorbildliche Aktion die Parlamente. Foto: Klöckner
Die gelbe Schleife aus Cham als Brückenschlag zwischen Bürger und Bundeswehr erobert derzeit als vorbildliche Aktion die Parlamente. Foto: Klöckner

Etwa durch ein neues Willkommensbanner der „Aktion Brückenschlag“ der Wirtschaftsjunioren, der Stadt und des Landkreises am Eingang der Stadt, das am Dienstag gemeinsam mit allen Beteiligten vorgestellt wurde. Neben der „Aktion Brückenschlag“ der Wirtschaftsjunioren, die durch Susanne Müller vertreten war, sowie dem BW-Aktionsbetreuer Gerald Schäffer waren Bürgermeister Franz Reichold, Landrat Franz Löffler, Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier sowie Landtagsabgeordneter Dr. Gerhard Hopp beim offiziellen Akt dabei. Begrüßt wurden sie vom stellvertreten den Kommandeur des Versorgungsbataillons4 in Roding, Christoph Burner.

Der Regensburger dankte den Initiatoren für das besondere Zeichen der Anerkennung. Gerade seien etwa 130 Soldaten – zum Teil aus der Rodinger Kaserne – aus ihrem sechsmonatigen Einsatz in Litauen zurückgekehrt, wo sie die Nato-Verteidigungsbereitschaft gegenüber Russland manifestieren und auch 2020 ein solcher Einsatz bereits geplant ist. Die würden sich über solch eine Begrüßung freuen. Bürgermeister Reichold hob hervor, dass die Soldaten ins Gesamtbild der Stadt passen würden – die Leute freuen sich, die Soldaten in Uniform zu sehen“, was in Berlin sicher nicht der Fall sein.

Bundeswehr

Michael Hanisch freut sich auf Roding

Der neue Kommandeur hat Ministerin Ursula von der Leyen zugearbeitet und stellt die Soldaten nun auf den Litauen-Einsatz ein.

Darauf ging auch MdB Holmeier ein, der von Berliner Gelöbnisfeiern hinter Absperrungen berichtete. Deshalb sei es richtig, gewesen, mehr Soldaten hierher zu verlegen, die Standorte zu erhalten und auch künftig hier viele Millionen auszugeben. Auch im kommenden Jahr und darüber hinaus werde in den Standort Roding investiert.

Einsatz für Frieden und Freiheit

Der Neubau der Wache wird langsam fertig, doch auch 2020 sollen zahlreiche Gelder in die Kaserne fließen, um sie attraktiver und zukunftsfähig zu machen.  Foto: Christoph Klöckner
Der Neubau der Wache wird langsam fertig, doch auch 2020 sollen zahlreiche Gelder in die Kaserne fließen, um sie attraktiver und zukunftsfähig zu machen. Foto: Christoph Klöckner

Landrat Franz Löffler betonte die Wichtigkeit der Bundeswehr, gerade wo sich weltpolitisch viel bewege und die Sicherheit Deutschlands und Friede und Freiheit auch auf der anderen Seite der Erde verteidigt werde. „Viele sehen das als selbstverständlich an“, so Löffler. Erst solche Banneraktionen mache darauf aufmerksam, dass dem nicht so sei. „Wir stehen dahinter!“, sagte Löffler. Er kritisierte, dass über die Bundeswehr immer dann berichtet werde, wenn etwas nicht funktioniere. Laufe alles, sei das keine Schlagzeile wert. Dem schloss sich auch MdB Holmeier an. Die laut gewordene Kritik an den 115 Millionen für die von der Bundeswehr eingekauften Beratungstätigkeiten wies er zurück: „Die Bundeswehr braucht diese Beratung. Man sollte da nicht alles verteufeln!“

Der stellvertretende Kommandeur Christoph Burner, der Roding bald verlassen wird, erläuterte die Investitionspläne. So werde künftig viel Geld in die Modernisierung der Kaserne fließen, etwa die Sanierung der Logistikhalle und anderer Gebäude. Vor allem die Verbesserung der technischen Bereiche habe man im Auge. Außerdem würden Unterkünfte modernisiert – etwa Viererzimmer in Zweierunterkünfte mit Sanitärbereich umgebaut. Das auch, um Nachwuchs anzulocken. Derzeit fehle es an Mechatronikern und Kfz-Elektronikern, an Meistern und auch Disponenten fürs Lager.

Die Aktion Brückenschlag

  • Unterstützung:

    Die Aktion Brückenschlag soll die Verbundenheit der Region mit den Soldaten im Auslandseinsatz zeigen und fördern. Sie ist eine Aktion der Wirtschaftsjunioren im Landkreis Cham, finanziell unterstützt vom Landkreis und von der Stadt Roding. Vor allem der Chamer Rechtsanwalt Dr. Andreas Stangl von den Wirtschaftsjunioren hat die Aktion vor neun Jahren unter anderem mit Gerald Schäffer angeschoben und ins Leben gerufen.

  • Aufsehen:

    Bundesweit haben die seit Gründung stattgefundenen Aktionen viel Aufsehen erregt. So wurde Dr. Stangl als Vertreter der Aktion von der Bundesverteidigungsministerin geehrt. Neuestes „Kind“ sind die gelben Schleifen, die die Initiatoren als Zeichen der Anerkennung für die Leistung der Bundeswehr entworfen haben. Sie werden gerade von Karl Holmeier im Bundestag und von Dr. Gerhard Hopp im Landtag als beispielhaft vorgestellt.

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