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Katzenhilfe

Einblick in „Zuhause auf Zeit“

Der Tag der offenen Tür im Katzenhaus am Drachensee fand gute Resonanz. 26 Katzen sind in sechs Zimmern untergebracht.
Johann Gruber

  • Tierhilfevorsitzender Erwin Engl (links) und seine Stellvertreterin Lisa Malter mit Ludwig Mückl, der dem Verein in seinem Anwesen die Räume für das Katzenhaus zur Verfügung stellt. Foto: Johann Gruber
  • Die Katzenhilfe empfiehlt die Kastration der Tiere. Foto: Johann Gruber

Furth im Wald.Seit knapp eineinhalb Jahren unterhält der gemeinnützige Verein „Tierhilfe Furth im Wald – Für Katzen in Not“ in einer ehemaligen Stallung im Anwesen von Erna und Ludwig Mückl im Ortsteil Blätterberg in unmittelbarer Nähe zum Drachensee auf 90 Quadratmetern ein wunderschönes Katzenhaus mit einem besonders großen Außengehege.

Im Jahr 2017 hatte die Familie Mückl nach einem Aufruf in der Presse die Einrichtung eines Katzenhauses in ihrem Anwesen angeboten, das dann mit viel Eigenleistung, Kreativität und Liebe erstellt wurde. Auch der Hagelschaden am 11. Juni 2018 wurde zwischenzeitlich gemeistert.

Am Sonntag hatte die Further Tierhilfe zum Tag der offenen Tür eingeladen, um Gelegenheit zu geben, sich ein Bild von der Unterbringung der Tiere und der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu machen. „Die Resonanz war großartig“, freuten sich Vorsitzender Erwin Engl und Stellvertreterin Lisa Malter.

Liebevolle Hände gesucht

Die zahlreichen Besucher zeigten sich am Sonntag sehr angetan vom Katzenhaus, das zurzeit mit 26 Katzen belegt ist. Die sechs Katzenzimmer sind ausgestattet mit Kratzbäumen zum Austoben und genügend Ruheplätzen zum Schlafen. Die von Malter liebevoll ausgemalten Zimmer und ein großes Außengehege bieten den betreuten Samtpfoten ein Zuhause zum Wohlfühlen. „Ein Zuhause auf Zeit“, wie Engl betont.

Ziel ist es, die Vierbeiner nach medizinischer Versorgung in liebevolle Hände zu vermitteln. Das Katzenhaus bietet auch die Möglichkeit, Katzen vorübergehend zu betreuen, wenn Herrchen und/oder Frauchen in Urlaub fahren oder ins Krankenhaus müssen.

Im Katzenhaus gibt es auch eine Quarantänestation mit einem großen Käfig für kranke Katzen, die dort 14 Tage unter Aufsicht eines Tierarztes untergebracht werden, ehe sie in die Katzenzimmer dürfen. Geschaffen wurde auch ein kleiner Küchenraum zum Vorbereiten des Katzenfutters und Auswaschen der Fressnäpfe, ein Büro und eine Toilette für die Betreuer. In den kalten Monaten werden die Räume mit einem Pelletofen beheizt. Die Umbaumaßnahmen, die tägliche Versorgung mit Katzenfutter und Streu für die Katzentoiletten sowie notwendige tierärztliche Behandlungen verschlingen viel Geld. Deshalb ist der Verein für Spenden sehr dankbar.

Eine Katze kann im Jahr zweimal im Durchschnitt fünf Junge bekommen, die sich wieder vermehren. In nur einem Jahrzehnt könnte aus einem einzigen Katzenpaar eine Katzenschar von einer Million Tieren werden.

Katzenleid vermeiden

Um Katzenleid zu vermeiden, appellieren die Tierschützer an die Katzenbesitzer, insbesondere in der Landwirtschaft, Katzen nach dem Milchzahnalter kastrieren zu lassen. Der optimale Zeitpunkt sei im 5. und 6. Lebensmonat, so die Experten. Eine zu frühe Kastration bringt für die Tiere im Alter Probleme. Kastrierte Katzen werden heimeliger. Das ist auch die Erfahrung von Karl Wartha, dem Vorsitzenden vom Tierfreundekreis Bad Kötzting, der mit einigen Mitstreitern beim Tag der offenen Tür einen Freundschaftsbesuch abstattete. Bei Katern verschwindet nach dem Kastrieren sogar der Uringeruch, der sich einstellt, wenn sie ihr Revier markieren. (fer)

Unterstützung

  • Mithilfe:

    Hilfe für Fundkatzen, Anmeldung für eine Fördermitgliedschaft oder ein ehrenamtliches Engagement bei der Betreuung der Katzen sind möglich bei Erwin Engl, Tel. 01 72/8 54 27 10. (fer)

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