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Vortrag

Einblicke in die Natur Marokkos

Dipl.-Biologe Dr. Wolfgang Zielonkowski beim LBV

Artemisia alba-Lygeum-Steppe beim Antiatlas-Pass (1600 Meter) Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Artemisia alba-Lygeum-Steppe beim Antiatlas-Pass (1600 Meter) Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski

Cham.Marokkos Reichtum an Natur und Landschaft stehen im Mittelpunkt des Vortrags des Dipl.-Biologen Dr. Wolfgang Zielonkowski am Freitag um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling.

Das Königreich Marokko ist mit 446 000 Quadratkilometern circa ein Drittel größer als die Bundesrepublik Deutschland und hat 32 Millionen Einwohner. An der nordwestlichen Spitze Afrikas gelegen, gehört es mit Algerien und Tunesien zu den Staaten des Maghreb. Es lassen sich vier landschaftliche Großräume unterscheiden: 1. Die Mittelmeer- und Atlantikküste im Norden und Westen, 2. die atlantische Region, 3. die Gebirgsregion mit dem Hohen Atlas (Toubkal 4165 Meter), dem Mittleren Atlas und dem Rifgebirge sowie 4. die Plateaus im Nordosten, dem Antiatlas und dem Sahararand. Entsprechend gliedert sich das Klima in Mittelmeerklima, Steppen- und Wüstenklima.

Casablanca ist mit 2,72 Millionen Enwohnern die größte Stadt, es folgen Fes mit 770 000, Marrakesch mit 673 000, Rabat als Hauptstadt mit 624 000, Meknes mit 402 000 und Agadir mit 350 000 Einwohnern. Je zur Hälfte sind Land- und Stadtbewohner verteilt. Es sind Araber, Berber und Haratin.

Früheste menschliche Besiedlungsspuren finden sich in Grotten der Küste um 400 000 vor Christus. Die Vielfalt der Geschichte und Kultur des Landes spiegelt sich im Reichtum von Natur und Landschaft wider und umgekehrt haben sich die natürlichen Bedingungen historisch, geologisch, orographisch und klimatisch prägend auf die Kultur ausgewirkt.

Die Flora Marokkos umfasst über 4200 Arten, davon sind 900 Arten Endemiten. Marokko steht damit an 3. Stelle der Endemiten im Mittelmeerraum nach der Türkei und Spanien. Prozentual gemessen an der Gesamtflora steht es sogar an 2. Stelle.

Marokko zählt zu den floristisch reichsten Regionen der Welt. Von den 15 bis 20 endemischen Gattungen sind die meisten monospezifisch und meist konzentriert auf Süd-Marokko, wie Battandiera, Fredolia und Warionia. Auch Argania zählt dazu, die durch ihr hochwertiges Öl begehrt ist.

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