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Region Cham
Donnerstag, 22. Februar 2018 5

Dekanatssitzung

Eine andere Begegnung mit Gott

Wie sich Schüler wieder für den Glauben begeistern lassen, erfuhren die Zuhörer beim Vortrag von Claudia Rosenhammer.
Von Hans Schmelber

Die Priester und Religionslehrer lauschten der Referentin mit großem Interesse. Foto: fsh

Waffenbrunn.Vollbesetzt war das Pfarrzentrum in Waffenbrunn bei der gemeinsamen Sitzung der Dekanate Roding, Cham und Kötzting. Vorher fand in der Pfarrkirche in Waffenbrunn das nachmittägliche Stundengebet unter Leitung von Prodekan Michael Reißer statt. Schulbeauftragte Birgit Wallner stellte die Referentin des Nachmittages, Claudia Rosenhammer, vor, die als Religionslehrerin in Rettenbach eingesetzt ist. Sie hatte ihren Vortrag unter das Thema „Können wir Kinder und Jugendliche heute noch für den Glauben begeistern?“ gestellt.

Rosenhammer ging auf die aktuelle Situation in den Schulen ein. Viele Schüler haben keine intensiven oder sogar gar keine Bezüge mehr zu ihrer Religion und stellten die Lehrkraft vor große Herausforderungen. Als gangbaren Weg stellte die Referentin ein Modell vor, das aus Erleben, Begegnungen und kreativen Ausdrucksformen besteht. Eine der Anregungen bestand darin, Einkehrtage mit den Schülern zu veranstalten, die in einem anderen Umfeld als dem Klassenraum stattfinden und eine vielfältige Auseinandersetzung mit der Bibel und dem eigenen Glaubensleben bieten. Rosenhammer berichtete aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz und stellte heraus, wie angenehm die Schüler diese „andere“ Begegnung mit Gott empfänden.

Wichtig sei in jedem Fall, die Kinder zum Selbermachen und eigenem Entdecken anzuleiten. Am Beispiel des Themas „Auf dem Weg mit Gott – Elija“ stellte Rosenhammer eine Reihe von Ideen vor, die die Kinder in Kleingruppen bearbeitet hatten. So wurde die Elija-Geschichte mittels eines Fragespiels vertieft, die Geschichte von einer anderen Gruppe mit Tüchern und vielfältigem Material gestaltet, die Geschichte von einer weiteren Gruppe vertont. Auch das Gebet kommt bei einer solchen Veranstaltung nicht zu kurz. Es sei überraschend, wie viele Kinder von sich aus die Stille im Andachtsraum suchten.

Weitere Vorschläge machte Rosenhammer auch für 8. oder 9. Klassen, die oft eine schwierige Klientel für Religionslehrer darstellten. Auch ganz praktische Tipps für diesen etwas anderen Unterricht hatte die Referentin parat. Von der Kommunikation mit der Schulleitung, den Eltern und eventuellen Helfern über die Organisation des passenden Hauses bis hin zu den Beförderungskosten der Kinder sei eine Liste an Vorbereitungen abzuarbeiten.

Schulbeauftragte Birgit Wallner bedankte sich bei der Referentin für den Vortrag, beim Hausherrn Michael Reißer und bei Religionslehrerin Lydia Preischl, die die Organisation vor Ort übernommen hatte, mit jeweils einem kleinen Präsent.

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