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Kirche

Eine Ausfahrt aufs offene Meer

Mit den Ehejubilaren der Pfarrgemeinde St. Martin hat Stadtpfarrer Alexander Dyadyschenko einen Dankgottesdienst gefeiert.

Die Jubelpaare mit Pfarrer Alexander Dyadychenko und den Ministranten am Altar  Foto: Franz Bucher
Die Jubelpaare mit Pfarrer Alexander Dyadychenko und den Ministranten am Altar Foto: Franz Bucher

Rötz.32 Jubelpaare von 25 bis 65 gemeinsamen Ehejahren waren der Einladung in die Pfarrkirche gefolgt. Der Chor „Cantamus“ gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Stadtpfarrer Alexander Dyadyschenko sagte in seinen einführenden Worten, dass man heute Gelegenheit habe, Dank zu sagen für alles, was in den Ehejahren dabei war – Gutes und weniger Gutes. Auf dem Altar standen zwei große Herzen. Sie stellen symbolisch dar, wie zwei Menschen den Weg zueinandergefunden haben.

Das Herz, so Dyadychenko, ist ein Zeichen, wie man Liebe darstellt. Die zwei Herzen hätten zueinandergefunden und sich das Eheversprechen, gemeinsam durchs Leben zu gehen, gegeben. Sie haben sich versprochen, in guten und in schlechten Tagen immer treu zueinander zustehen, sich zu lieben und zu achten. Der Geistliche erinnerte auch noch an andere Darstellungen wie den Pfeil, den der römische Liebesgott Amor verschießt oder die Darstellung Jesu mit dem offenen Herzen. Sie symbolisiere, dass Jesu Herz die wahre Liebe schenkt.

Die Ehejubilare dürfen seine Liebe erfahren, sie ist ein Geschenk Gottes. An die Jubelpaare gewandt, erinnerte der Geistliche, dass sie gemeinsame Jahre verlebt haben, die viel Freude, aber auch manchmal Sorge und Leid mit sich gebracht haben. Zusammen haben sie alles geschafft. Sorge, Leid und Liebe gehören zusammen, betonte er. Die Liebe zueinander sei das Band, das alles zusammengehalten habe. Schon Paulus habe gesagt: „Die Liebe vermag alles“. Auch wenn manches nicht einfach war, wolle man auf das Gute zurückschauen und danken.

Anschließend beteten die Ehejubilare das Gebet zur Erneuerung des Eheversprechens. Am Ende des Gottesdienstes erteilte der Geistliche den Ehepaaren den Einzelsegen und wünschte Gottes Segen.

Mit einem Gläschen Sekt wurden dann die Ehejubilare vom Team „Ehe und Familie“ im Fürstenkasten empfangen. Karin Dirnberger freute sich namens des Teams Ehe und Familie, dass alle so zahlreich erschienen waren, und verriet ein Rezept für ein langes Zusammenhalten. Sie wünschte alltägliche Liebe und Freundschaft für die Erfüllung gemeinsamer Wünsche.

Kirchenpfleger Norbert Przybyla gratulierte den Jubelpaaren und dankte dem Pfarrgemeinderat für die Organisation. Die Ehe verglich er mit der gemeinsamen Ausfahrt aufs offene Meer, die oft sehr stürmisch verlaufe. Circa ein Drittel der Ehen werden geschieden. Die Ehe verglich er mit einer langen Unterhaltung, die einem kurz vorkomme. „Die Liebe zu beweisen dauert ein Leben lang.“

Der stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Spießl betonte, dass es das größte Glück sei, einen Partner fürs ganze Leben zu finden. Auch wenn nicht immer alle Wünsche in Erfüllung gehen, sei die Ehe nach Stürmen oft glücklicher als zuvor. Heute wolle man aber auch an die denken, die es nicht geschafft haben, zusammenzubleiben. Spießl wünschte weiterhin Glück und Zufriedenheit.

Pfarrgemeinderatssprecherin Annegret Kaiser erinnerte, dass es im Eheleben herausfordernde und mühevolle Tage gegeben habe. Trotz allen haben die Jubelpaare ihr Versprechen gehalten. Dies sei Grund zum Feiern. Den Ehepaaren wünschte sie noch viele gemeinsame, glückliche und gesunde Jahre. Nach dem Mittagessen verteilte Pfarrer Alexander Dyadychenko an die Frauen eine Rose und an die Männer Sekt. Mit lustigen Sketchen, und kleinen Geschichten unterhielten die Mitglieder des Sachausschusses Ehe und Familie die Ehejubilare. (wbf)

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