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Region Cham
Mittwoch, 18. Juli 2018 27° 3

Tradition

Eine Begegnung mit Freunden

Die Patienten und Betreuten der Maximilianshöhe pflegten zusammen mit ihren Gästen beim Sommerfest die Geselligkeit.

  • Unter schattenspendenden Bäumen ließ es sich gut feiern. Foto: fvd
  • Die Leitung der Maximilianshöhe: Wilma Bröckelmann und Dr. Jürgen Dörfert Foto: fvd
  • Arbeiten von den Patienten de Maximilianshöhe, hier Plastiken und Töpferwaren, waren gefragt. Foto: fvd

Furth im Wald.Die Maximilianshöhe,Therapiezentrum für psychosoziale Rehabilitation, ist seit 1996 in Furth im Wald. Es handelt sich um eine Einrichtung, in der chronisch suchtkranke Menschen, die zusätzlich an psychischen Erkrankungen laborieren, wieder gesund werden wollen. In der Maximilianshöhe werden 66 Bewohnerinnen und Bewohner betreut, daneben gibt es noch Betreutes Wohnen für etwa 30 Patienten (Wohnungen z.B. in der Marienstraße).

Die Aufenthaltsdauer in der Maximilianshöhe kann bis zu einigen Jahren gehen. Ein Grundtenor der Maximilianshöhe ist, so die Leiterin Wilma Bröckelmann, die Begegnung mit Nachbarn und Freunden. Dafür gibt es sogenannte Nachbarschaftstreffen, bei denen gemeinsam gestaltet, gekocht und gebacken wird. Und dazu gehört eben auch das Sommerfest, bei dem sich Patienten und Freunde gesellig zusammenfinden. Dass dieses Jahr nicht so viele Besucher wie sonst kamen, lag sicher an der Häufung von Sommerfesten an diesem Wochenende und, so die Meinung von Wilma Bröckelmann, an den Nachwirkungen des großen Hagels. In dem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass die Schäden im großen Maximilianshöhe-Areal dank der tatkräftigen Mithilfe aller Bewohner bereits weitgehend behoben seien. Und die weniger Besucher fand sie „gar nicht so schlecht, weil dadurch bessere und intensivere Kontakte und Gespräche möglich sind.“

Neben dem eigentlichen Sommerfest mit Essen, Trinken und Unterhaltung nutzte die Maximilianshöhe auch die Gelegenheit, ihre mit den Bewohnern und Nachbarn gefertigten Waren zu präsentieren (und zu verkaufen). Das Angebot reichte von einfachen Holzspielsachen über das Wikingerschach Kubb bis zu Kissen, die mit Sinnsprüchen bestickt sind. Daneben werden Glas- und Keramikerzeugnisse angeboten sowie alte Schubladen, die zu Blumenbehältern umfunktioniert worden sind.

Auf eine weitere wichtige Aufgabe des Therapiezentrums wies Bröckelmann noch hin: die Suchtprävention. Regelmäßig werden hier Schulklassen über Suchtgefahren aufgeklärt. Das Besondere dabei: Patienten berichten über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse.

Zur Unterstützung des Therapiezentrums gibt es neben den Nachbarschaftstreffen den Förderverein „Verein der Freunde und Förderer der Maximilianshöhe Furth im Wald“. Hier kann jeder ab fünf Euro Jahresbeitrag die Arbeit des Zentrums unterstützen. (fvd)

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