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Ereignis

Eine einmalige Gemeinschaftsleistung

Gesang mit Tiefgang: Das Singspiel „Auf dem Weg der Heiligen und Engel“ in der Aster Pfarrkirche berührte die Herzen.
Von Christa Bucher

Auf ihrem Weg treffen Sebastian und Elisabeth (Stefan und Heidi Ruhland) auch den heiligen Johannes Nepomuk (Alfons Feiner).  Foto: Christa Bucher
Auf ihrem Weg treffen Sebastian und Elisabeth (Stefan und Heidi Ruhland) auch den heiligen Johannes Nepomuk (Alfons Feiner). Foto: Christa Bucher

Waldmünchen.„Etwas Wunderbares ist entstanden“: Pfarrgemeinderatssprecherin Gertraud Maier fand die richtigen Worte für das, was die Sänger und Freunde des Aster Kirchenchors in einer einmaligen Gemeinschaftsleistung auf die Beine gestellt haben: Ein Singspiel mit beeindruckendem Tiefgang, ein Projekt, an dem viele mitgearbeitet haben und das letztendlich zu einem großen Erfolg wurde. Anhaltender tosender Applaus war bei der Premiere am Freitagabend für Sänger, Schauspieler und Instrumentalisten der verdiente Lohn für monatelange Probenarbeit.

„Ihr habt heute mehr als 100 Prozent gegeben“, bescheinigte Maier, die den Aster Kirchenchor mit einer Maschine verglich. Die Sänger seien die einzelnen Bauteile, Chorleiterin Lissa Laubmeier sei der Motor, die ständig treibende Kraft, die gute Seele, die alle mitreiße.

Liebe und noch mehr Herzblut

Vor allem Hauptdarstellerin Elisabeth konnte dem Leben von Nikolaus von der Flüe zunächst nichts abgewinnen. Er hatte einst Frau und Kinder verlassen, um sein Leben ganz Gott hinzugeben und bekam ebenso eine Rolle.  Foto: Christa Bucher
Vor allem Hauptdarstellerin Elisabeth konnte dem Leben von Nikolaus von der Flüe zunächst nichts abgewinnen. Er hatte einst Frau und Kinder verlassen, um sein Leben ganz Gott hinzugeben und bekam ebenso eine Rolle. Foto: Christa Bucher

Ihr und Stephanie Mauerer galt der größte Dank der Pfarrgemeinderatssprecherin. Die beiden hätten das Singspiel mit viel Liebe und noch mehr Herzblut arrangiert. „Ohne euch hätte es diesen wunderbaren Abend nie gegeben.“ Maier vergaß aber auch nicht die vielen Helfer im Hintergrund, ohne die das Singspiel nicht möglich gewesen wäre, und den Kinderchor, der das Singspiel bereicherte.

Szenen

  • Mitwirkende:

    Vor allem Hauptdarstellerin Elisabeth konnte dem Leben von Nikolaus von der Flüe zunächst nichts abgewinnen. Er hatte einst Frau und Kinder verlassen, um sein Leben ganz Gott hinzugeben und bekam ebenso eine Rolle.

  • Bereicherung:

    Der Nachwuchs ist gesichert. Stephanie Mauerer mit ihrem Kinderchor, der das Spiel bereicherte. Mit dem Musical hat der Kirchenchor bewiesen, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn Jung und Alt gemeinsam ein Projekt in Angriff nehmen.

  • Rührung:

    Sie waren die Initiatorinnen: Stephanie Mauerer und Chorleiterin Lissa Laubmeier (rechts). Die beiden hatten die Gesamtleitung inne und das Stück „Auf dem Weg der Heiligen und Engel“ gemeinsam geschrieben.

  • Schutz:

    Elisabeth Bemerl als Mutter Maria mit den beiden Hauptdarstellern Stefan und Heidi Ruhland. Die beiden sind auch im echten Leben verheiratet und verkörperten die Rollen sehr authentisch. Insgesamt fungierten fast 40 Personen auf der Bühne als Darsteller und Musiker.

Im Mittelpunkt des Musicals steht der Meditationsweg, den die Aster für ihren Pfarrer Raimund Arnold angelegt haben und den die Engel und Heiligen begleiten, die im Leben des Priesters eine große Rolle spielen. Zugleich ist der Weg ein Geschenk an alle Menschen, die Kraft tanken wollen, die eins mit sich, dem Glauben und der Natur werden wollen.

Die Botschaft dieses Weges haben Lissa Laubmeier und Stephanie Mauerer in einer Geschichte mit Musik und Spiel auf die Bühne gebracht. Protagonisten sind die Eheleute Sebastian (Stefan Ruhland) und Elisabeth (Heidi Ruhland), die plötzlich das eigene Leben, Ziele, Ansichten – auch die der Kirche – und den Glauben hinterfragen, als sie zusammen den Meditationsweg gehen. Diesen brachten die Aster für ihr Singspiel mithilfe von Fotoprojektionen in die Kirche.

Innerer Glaubensweg

Sie waren die Initiatorinnen: Stephanie Mauerer und Chorleiterin Lissa Laubmeier (rechts). Die beiden hatten die Gesamtleitung inne und das Stück „Auf dem Weg der Heiligen und Engel“ gemeinsam geschrieben. Foto: Christa Bucher
Sie waren die Initiatorinnen: Stephanie Mauerer und Chorleiterin Lissa Laubmeier (rechts). Die beiden hatten die Gesamtleitung inne und das Stück „Auf dem Weg der Heiligen und Engel“ gemeinsam geschrieben. Foto: Christa Bucher

So konnten sich die Zuschauer mit den Hauptdarstellern auf einen inneren Glaubensweg begeben, in dessen Verlauf Elisabeth vom Kinderglauben hin zu einem reifen freien Glauben im Herzen findet. Sebastian kann sich lösen von den äußeren Strukturen und Gesetzmäßigkeiten der Kirche und der Religion und entdeckt den persönlichen Vater-Mutter-Glauben.

Mit ihrem Singspiel berührten Sänger und Schauspieler die Menschen im Herzen. Wie den Hauptdarstellern wurde vielen bewusst, dass man den Glauben hinterfragen und offen sein muss, um sich weiterzuentwickeln. Das war auch die Intention des Singspiels. Glaube muss gelebt werden, alte, eingefahrene Strukturen müssen überdacht werden, damit man sich für Neues, Größeres öffnen kann. So wie Elisabeth und Sebastian, die sich auf ihrem äußeren und inneren Weg von den Heiligen und Engeln des Meditationswegs führen ließen.

Der Nachwuchs ist gesichert. Stephanie Mauerer mit ihrem Kinderchor, der das Spiel bereicherte. Mit dem Musical hat der Kirchenchor bewiesen, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn Jung und Alt gemeinsam ein Projekt in Angriff nehmen. Foto: Christa Bucher
Der Nachwuchs ist gesichert. Stephanie Mauerer mit ihrem Kinderchor, der das Spiel bereicherte. Mit dem Musical hat der Kirchenchor bewiesen, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn Jung und Alt gemeinsam ein Projekt in Angriff nehmen. Foto: Christa Bucher

Die wunderbare Musikauswahl und die Leidenschaft, mit der Instrumentalisten, Schauspieler und Sänger bei der Sache waren, machten den Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis – für Publikum und Akteure gleichermaßen. Ob das gemeinsam gesungene „Vaterunser“, bei dem sich alle an der Hand nahmen, „A Platzerl woaß i“, „Maria, ahntest du“ oder „Du bist mein Ziel, mein Gott“ – Es waren Lieder, die die Herzen aller berührten. Beeindruckender musikalischer Schlusspunkt war das Stück „Es lebe die Liebe“, gesungen von Claudia Gerstendorff als Engel der Liebe.

„Ich hoffe, dass Sie vom heutigen Abend etwas mit nach Hause nehmen können“, wünschte eine sichtlich bewegte Lissa Laubmeier. Die Chorleiterin versäumte es nicht, jeden der 17 Darsteller, sieben Instrumentalisten, 14 Sänger und unzähligen Helfer hinter der Bühne namentlich auf die Bühne zu rufen und ihnen zu danken, allen voran der musikalischen Leiterin Stephanie Mauerer. Gertraud Maier, die als Souffleuse am Singspiel mitwirkte, sprach den rund 300 Besuchern der Premiere aus dem Herzen. „Nur durch Fleiß, Ehrgeiz, Herzblut und viel Arbeit konnte dieses wunderbare Singspiel entstehen“, sagte sie.

Elisabeth Bemerl als Mutter Maria mit den beiden Hauptdarstellern Stefan und Heidi Ruhland. Die beiden sind auch im echten Leben verheiratet und verkörperten die Rollen sehr authentisch. Insgesamt fungierten fast 40 Personen auf der Bühne als Darsteller und Musiker. Foto: Christa Bucher
Elisabeth Bemerl als Mutter Maria mit den beiden Hauptdarstellern Stefan und Heidi Ruhland. Die beiden sind auch im echten Leben verheiratet und verkörperten die Rollen sehr authentisch. Insgesamt fungierten fast 40 Personen auf der Bühne als Darsteller und Musiker. Foto: Christa Bucher

Das christliche Musical hat eine Botschaft und ruft dazu auf, die Welt wieder mehr durch die Augen der Liebe zu sehen und die Herzen für Jesus, das Licht der Welt, zu öffnen, um Gott wirklich und wahrhaftig erleben zu können. Denn: „Wo Liebe gelebt wird, können Wunder geschehen!“

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