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Sonntag, 23. September 2018 17° 4

Kultur

Eine „erlebnisreiche“ Lesung in der Fronfeste

Das Rundinger Trio bereitete dem Publikum in Roding einen kurzweiligen Abend mit Musik, Literatur und Malerei.

Ulrich Effenhauser, Mathias Forst (l.) und Fritz Maier (r.) sorgten für einen vergnüglichen Abend. Foto: rsr
Ulrich Effenhauser, Mathias Forst (l.) und Fritz Maier (r.) sorgten für einen vergnüglichen Abend. Foto: rsr

Roding.Die Lesung von Ulrich Effenhauser, zu der der Kunst- und Kulturverein Roding ins Kulturhaus Fronfeste geladen hatte, wurde für die Gäste ein Abend der „schönen Künste“. Nicht nur, dass der Autor mit Auszügen aus seinem neuesten Werk „Papierfische“ die Besucher in seinen Bann zog, auch die in der Fronfeste ausgestellten Illustrationen des Rundinger Künstlers Fritz Maier, die die Kurzgeschichten gekonnt ergänzen, wussten zu überzeugen. Maier an der Gitarre und Mathias Forst an der Bodhrán-Trommel sorgten mit ihren wohlklingenden Stücken für die musikalische Abwechslung zwischen den Kurzgeschichten von Effenhauser.

Leider nur an die 30 Literatur- und Effenhauseranhänger versammelten sich auf ihren Stühlen um den „Lesetisch“, damit sie seiner Lesung aufmerksam folgen konnten. In seinen einführenden Worten bezeichnete Effenhauser Roding als seinen Rettungsanker, denn seit er sich ein E-Auto zugelegt hat, nutze er die Ladestationen am Bahnhof und am Esper. Er zog auch den Vergleich von Kurzgeschichte zu E-Auto. „Es bedarf einer langen Vorbereitung und der Konsum ist kurz.“

Mit der ersten Kurzgeschichte „Wie geht die Liebe“ begann er seine Lesung. In dieser Geschichte, die wie alle in der Ich-Form geschrieben sind, erzählt er mit sehr viel Fantasie, aber auch Naivität von seiner Freundin, die leider nicht existiert. Es war ein Genuss, ihm bei seinen punktgenauen Beschreibungen zuzuhören und das Publikum schmunzelte amüsiert bei manchen Textpassagen. Mit dem Titel „Der Auftrag“ machte Effenhauser nach einem Musikstück zur Freude der Besucher weiter. Aus dem Inhalt: Während ein Experte an einem Spezialauftrag arbeitet, glaubt er in seiner Wohnung einen mysteriösen Mitbewohner wahrzunehmen. Kurz vor der Rätsels Lösung stoppt Effenhauser und meint geschäftstüchtig, den Schluss könne man in seinem neuen Werk nachlesen. Nach den Klängen von Gitarre und irischer Rahmentrommel las der Autor „Kanufahren mit Anna 3“. Hier erläutert er sein Hobby als akribischer Freundinnentester – immer auf dem gleichen Campingplatz in der Provence und beim Kanufahren. Eine Geschichte, die die unerschöpfliche Fantasie des Autors verdeutlicht. Effenhauser betonte abschließend, dass man den Wissensspeicher nicht komplett ins Internet verlegen solle und Lesen eine gute Konzentrationsübung sei.

Elisabeth Ertl, Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, dankte dem Autor und seinen Mitstreitern für den gelungenen Abend und überreichte Präsente. Zur Freude der Käufer signierte Effenhauser am Büchertisch seine Werke. (rsr)

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