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Region Cham
Dienstag, 14. August 2018 24° 4

konzert

Eine Frühlingsreise durch die Regionen

Ilona Koppitz und Sonja Petersamer zeigten am Sonntag bei der Frühlingsmatinée in der Spielbank erneut ihr großes Können.

Unterwegs auf musikalischer Reise: Ilona Koppitz und Sonja Petersamer beeindruckten in der Spielbank. Foto: kid
Unterwegs auf musikalischer Reise: Ilona Koppitz und Sonja Petersamer beeindruckten in der Spielbank. Foto: kid

Bad Kötzting.Vielseitig präsentierten sich wieder Ilona Koppitz und Sonja Petersamer am Sonntag bei der Frühlingsmatinée im Foyer der Bayerischen Spielbank in Bad Kötzting. Bereits zum 17. Mal in Folge ließ Ilona Koppitz die Saiten von Zither, Hackbrett und Geige erklingen, seit 2007 zusammen mit Sonja Petersamer an Zither und Gitarre. Zusammen bilden sie das Duo Léggièro, das sich für einen musikalischen Vortrag – von Leichtigkeit geprägt – einen Namen gemacht hat.

Spielbankdirektor Klaus Schleicher stimmte die Zuhörer auf das Konzert ein: „Freuen wir uns auf frühlingshafte, muntere Klänge vom Feinsten. Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden“, zitierte Schleicher den Kulturpolitiker und Schriftsteller Berthold Auerbach, bevor die beiden Musikerinnen das Konzert mit einem „Duetto“ von Silvius Leopold Weiss und einem „Menuett“ von Franz Xaver Pokorny auf zwei Diskantzithern eröffneten.

Für ein weiteres Menuett des letztgenannten Komponisten wechselten die Musikerinnen zu einer Kombination aus Diskantzither und Geige. Passend zur Jahreszeit ließen sie danach den „Frühlingsstimmen-Walzer“ des Walzerkönigs Johann Strauss (Sohn) mit Basszither und Geige erklingen. Von den Musikerinnen liebevoll „Monster“ genannt, füllte vor allem der Klang der Basszither den Raum akustisch vollkommen aus, während die Geige mit Leichtigkeit die allseits bekannten Motive darüber intonierte. „Wir freuen uns, dass wir jedes Jahr wieder eingeladen werden“, versicherte Koppitz. Als Hommage an die Spielbank waren darum die Stücke „Fortuna“, „Glücksfäden“ und „Casino Flair“ zu verstehen.

Wie gut Hackbrett und Gitarre harmonieren, zeigte ein Spaziergang quer durch verschiedene Epochen und Länder. Dem „Hausbank-Landler“ aus Österreich von Franz Egger folgte „Die Parade der Zinnsoldaten“ des deutschen Komponisten Leon Jessel. „Le Tambourin“ von Jean-Philippe Rameau ließ einen französischen Trommler erklingen, bevor die Reise über den Kanal mit dem „Englischen Schiffsjungentanz“ von G. Zogbaum weiterging. Geige und Basszither nahmen die Zuhörer mit nach Spanien und Polen.

Mit Hackbrett und Gitarre wurden die Besucher ins Reich der Träume geschickt. Weiter im Ausland blieb das Duo mit „Russischer Jahrmarkt“, durch das ein Eurasisches Jahrmarktstreiben gut vorstellbar war und das auch den Abschluss des Konzerts bildete.

Die geforderte Zugabe wurde gerne erfüllt, bevor das Konzert fast schon traditionell mit dem Zitherstück schlechthin, „Der Weg zum Herzen“ von Georg Freundorfer schloss. (kid)

mit leichtigkeit

Die Musikerinnen Ilona Koppitz aus Zwiesel und Sonja Petersamer absolvierten das Richard-Strauss-Konservatorium in München und treten seit Jahren mit ihren Saiteninstrumenten auf.

Leggièro ist die Bezeichnung für einen musikalischen Vortrag und gibt an, dass dieser mit Leichtigkeit ausgeführt wird.

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