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Festival

Eine ganze Stadt sagt „gemma furth“

Partyhits, zufriedene Wirte und eine Shisha am Stadtplatz: Wie das Further Kneipenfestival bei den Nachtschwärmern ankam.
Von Christina Schweitzer

Das Further Drumcorps lieferte einen schillernden Auftritt bei Nacht ab.  Foto: Christina Schweitzer
Das Further Drumcorps lieferte einen schillernden Auftritt bei Nacht ab. Foto: Christina Schweitzer

Furth im Wald.„Feiern, tanzen, lachen“ oder in anderen Worten: „gemma furth“. Auch dieses Jahr hat dieser Slogan viele Further Bürgerinnen und Bürger sowie viele Gönner der Grenzstadt auf die Further Straßen gezogen, um querbeet durch Lokale und Musikgeschichte zu ziehen. Von Waidlerischem über Wirtshauslieder, Böhmische Musik, Party, oder Gipsy-Swing – bei diesem musikalischen Angebot war für jeden Geschmack das passende dabei.

Doch nicht nur der musikalische Gaumen wurde wieder vom Feinsten verwöhnt. So fand auch die Liebe zum Detail Anklang bei der Spanischen Nacht und Kulinarik im Gasthof Bay oder beim kulinarischen „Genuss-Abend“ im Siegls. Nicht nur für das sinnliche, sondern auch für das leibliche Wohl, war gut gesorgt.

Mit der Shisha am Stadtplatz

So kam es, dass auch die frische Oktoberkälte beim Kneipenwechsel von den meisten als gar nicht so schlimm empfunden wurde. Zwei junge Further ließen sich sogar mitten am Stadtplatz mit einer Shisha nieder. Sie waren überzeugt, so inmitten des bunten Treibens zu bleiben und dennoch die Ruhe des Augenblicks genießen zu können. Nicht einmal das anfangs trübe Wetter konnte die Besucher davon abhalten, die Lokalitäten in Scharen aufzusuchen.

Hier finden Sie die Bilder von der langen Partynacht

Das war los beim Kneipenfestival "gemma furth"

Diese Art „Kneipentour“ zeichnet sich nicht nur durch ein abwechslungsreiches Musikprogramm aus, sondern auch durch die überwiegende regionale Wahl der Bands und Musiker. Ein weiteres Indiz für die Veranstaltung „gemma furth“ ist, dass dieses Event kostenlos ist – ganz im Gegensatz zu ähnlichen Events aus anderen Städten. „gemma furth“ kostet keinen Eintritt und das soll auch so bleiben, sind sich Karin Stelzer vom Kulturamt und Bürgermeister Sandro Bauer einig.

Auch das fünfte Kneipenfestival machte seinem Namen wieder alle Ehre.  Foto: Christina Schweitzer
Auch das fünfte Kneipenfestival machte seinem Namen wieder alle Ehre. Foto: Christina Schweitzer

Nicht umsonst hat das Kneipenfestival in den Herzen der Further Bürger bereits einen Wert eingenommen, wie die allzeit heiß geliebten und verehrten Freinächte, auf die das ganze Jahr hingefiebert wird. Viele Gäste der Veranstaltung betonten außerdem, dass oftmals der „Freinacht-Flair“ aufkommen würde. „Es ist wie eine alte Freinacht - gmiatlich und griabig! Es bewegt sich viel mehr. Am Drachenstich spielt sich in der Freinacht mittlerweile fast alles am Festgelände oder beim Kleber ab. Bei „gemma furth“ zieht man viel mehr umher“ – so ist sich ein Further Paar sicher. Heinz Heimerl betonte, dass es in Furth nichts besseres, als den Drachenstich gebe – aber wenn schon etwas in Furth los ist, dann muss man auch mit dem Strom ziehen und mitmachen.

Das war geboten bei „gemma furth“

  • Hammerschmiede:

    Pastritztaler und „fei schej“ und Schmunzlmuse (Waidlerisches und Wirtshauslieder)

  • Hotel zur Post:

    „ma á Ceská Kapela“ (Böhmische Musik)

  • Restaurant SIEGLS

    „Genuss Abend“ (Kulinarik)

  • Einkehr am Voithenberg (Golf-Café)

    : „J.E.T.-Trio“ (Querbeet)

  • Chang Thai Restaurant:

    „Swing Guitars“

  • Café Rathaus:

    „Hoderngossn-Deandln und Alex“ (Bayerisch)

  • Café Limmer:

    „Schrammel-Trio Herbert Wirrer“ (Schrammelmusik)

  • Naturfreundehütte „s´Hüttl“:

    „Duo Torries“ (Querbeet)

  • Landgasthof zum Bay:

    „Spanische Nacht“ (Spanisch und Kulinarik)

  • Josi´s Restaurant:

    „Grenzfeuer“ (Querbeet)

  • LGM Mirage Casino:

    „Angelo Palazzotto und Gisele Abramoff“ (Querbeet)

  • Mokka Restaurant Bar:

    „Viva la Vida“ (Querbeet)

  • Ratskeller (Kleber):

    „Route 1234“ (Party)

  • VIP Restaurant Bar:

    „Trio UHU“ (Querbeet)

Schließlich hat so mancher Further gerade nach dem Festleben der Drachenstichzeit das Gefühl, dass es etwas ruhig in der Grenzstadt geworden ist. Um dieser „stillen Zeit“ entgegenzuwirken ist „gemma furth“ eine willkommene Veranstaltung, die die Further Bürger erneut zum sozialen Austausch lockt. Jung oder Alt – alle Altersgruppen feierten miteinander. 16-Jährige zelebrierten den Abend genauso, wie ihre 50 jährigen Feiergenossen.

„do kinnan sogar die älteren Leute unauffällig furth geh“

Kneipengänger aus Furth über die Stimmung auf dem Festival

Denn diese waren der Meinung „do kinnan sogar die älteren Leute unauffällig furth geh“ und würden nicht unter den Jugendlichen auffallen. Besonderen Gefallen fand auch die jüngste Band des Kneipenprogramms „die Hoderngossendeandln“ im Café Rathaus, die mit ihrer Stimme so manchen Besucher zu verzaubern wussten. Wer es etwas ruhiger angehen wollte, fand zum Beispiel im Café Limmer die richtige Anlaufstelle mit der Schrammlmusik.

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Gastronomen zufrieden

Die Hütten waren alle voll bei „gemma furth“.  Foto: Christina Schweitzer
Die Hütten waren alle voll bei „gemma furth“. Foto: Christina Schweitzer

Nicht nur die Gäste und das Organisationsteam der Stadt waren von der Veranstaltung begeistert: Von Seiten der Wirte und Gastronomen stellt dieses „gemma furth“ einen spektakulären Abend dar, der aus der Further Nachtgeschichte wohl nicht mehr wegzudenken ist und als „super Event“ und Bereicherung für die Grenzstadt gesehen wird. Auch sind die Further Gastronomen bereits auf den Ansturm zu „gemma furth“ gerüstet.

Das Mokka Restaurant Bar hatte extra ein Zelt mit Außentheke aufgebaut. Die Resonanz der Besucher spiegelt sich auch überwiegend im positiven Bereich wieder, wobei manche eine Art „Eintrittsband“ fordern würden, mit dessen Erlös auch weiter entferntere Bands finanziert werden könnten. Alles in Allem schien diese Veranstaltung jedoch allen zu gefallen – egal ob Wirt oder Gast – und stellt auch in diesem Jahr zum erneuten Mal eine Bereicherung für die Stadt Furth im Wald dar!

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