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Region Cham
Montag, 20. August 2018 27° 1

Pfarrei

„Eine Institution“ in Cham St. Jakob

Mesner Raimund Sebald geht mit Frau Gertraud nach 43 Jahren in Ruhestand. Er wird mit Kaplan Johannes Bosco verabschiedet.

  • Mesner Raimund Sebald und Ehefrau Gertraud wurden von Stadtpfarrer Dieter Zinecker mit Jakobus-Figur und Blumenstrauß geehrt. Fotos: cja
  • Abschiedsgeschenk für Kaplan Pater Johannes Bosco

Cham.Der Kirchenpatron St. Jakobus hat es auch heuer gut gemeint mit seiner Chamer Pfarrgemeinde. Er bescherte ihr bei weitgehend strahlendem Sonnenschein ein gelungenes Patrozinium und Pfarrfest, die beide besondere Höhepunkte aufweisen konnten und Menschen nah und fern zu schönen und unterhaltsamen Stunden zusammenführten.

Unter besonderen Vorzeichen stand bereits der Festgottesdienst am Sonntagvormittag, der mit einem großen Einzug durch Stadtpfarrer Dieter Zinecker, Kaplan Pater Johannes Bosco und vielen Ministranten zum Gesang des Jakobusliedes seinen feierlichen Anfang nahm. Leben und Wirken und vor allem die Pilgerschaft des Hl. Jakobus des Älteren durchzogen auch das weitere Geschehen wie einen roten Faden und boten gleichzeitig die Brücke zur Verabschiedung mehrerer Persönlichkeiten. Der Kaplan wird am 1. September seine Wirkungsstätte nach Weiden St. Josef, in die Nähe „seines“ Klosters Speinshart, verlegen. Er wurde im Anschluss an die Eucharistiefeier vom Stadtpfarrer mit freundlichen und humorvollen Worten des Dankes verabschiedet. Pater Johannes trefflich zu würdigen wussten auch die Frauen des Familiengottesdienst-Teams mit Gemeindereferentin Michaela Maier, die in gereimter Form ein praktisches Geschenk „für alle Lebenslagen“ überreichten.

Offiziell Abschied nehmen hieß es auch von einer „Institution“ der Pfarrei: Der seit dem Jahre 1975 in St. Jakob tätige Mesner Raimund Sebald mit Ehefrau Gertraud wird demnächst in den Ruhestand treten. Pfarrer Dieter Zinecker sagte in seiner Ansprache, dass die Lebensleistung Sebalds in Worte kaum zu fassen sei, ließ aber dennoch Stationen seiner Zeit Revue passieren und zollte ihm Lob und Dank für ein Höchstmaß an Pflichtbewusstsein und Dienstbereitschaft. Damit sprach er den Gläubigen im weiten Rund offensichtlich aus der Seele, denn diese reagierten spontan: mit stehenden Ovationen. Ein Mundart-Gedicht von Eva Berzl rundete den Gratulationsreigen bestens ab.

Ganz am Ende des Gottesdienstes vereinten sich alle Stimmen zum Tedeum, nachdem zuvor der Kirchenchor samt Instrumentalisten besondere musikalische Akzente gesetzt hatte.

Das Feiern der weltlichen Art kam gleich anschließend beim Pfarrfest zum Tragen. Schlagartig füllten sich die Bänke auf dem Freigelände beim Hotel am Regenbogen (Kolpinghaus), geschützt von Zeltdach und Pavillon, und die vielen Besucher zeigten auch hier ihre Verbundenheit zur Pfarrgemeinde. Pfarrer Dieter Zinecker ergriff nochmals das Wort zum herzlichen Gruß an alle Gäste, insbesondere an Kaplan und Mesner mit ihren jeweiligen Familienangehörigen, Kaplan Stefan Hackenspiel und eine große Abordnung aus der Nachbarpfarrei St. Josef mit St. Martin. Kirchenpflegerin Martina Altmann schloss sich an, um auch im Namen von Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat willkommen zu heißen und den Dank an Kaplan und Mesnerehepaar zu richten.

Für das leibliche Wohl war dann reichlich gesorgt. Die Freunde von Kaffee und Kuchen kamen ebenso auf ihre Kosten, denn die vielen Kuchenspenderinnen hatten ein großes Kuchenbuffet gezaubert. Die musikalische Umrahmung lag bei Engelbert Eckert in bewährten Händen. (cja)

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