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Region Cham
Mittwoch, 25. April 2018 20° 4

Kirche

Eine Liebe ohne Gegenleistung

Pfarrer Alexander Dyadychenko setzte in Rötz eigene Akzente und wies auf das besondere Geschenk Gottes hin.
Von Karl-Heinz Hofmann

An einem „ganz besonderen Abend“ nahmen die Kommunionkinder ihre Gewänder entgegen. Foto: Hofmann

Rötz.Am Gründonnerstag erinnerten sich die Gläubigen an das letzte Abendmahl Jesu und die Fußwaschung, die Christus an seinen Jüngern vollzog. Mit einem erbaulichen Gottesdienst feierten die Christen in Rötz diesen besonderen Abend.

Als Gedächtnistag des letzten Abendmahls und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie am Vorabend der Kreuzigung Jesu Christi kommt dem Gründonnerstag ein hoher Rang in der Liturgie zu. Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko setzte für die Feier neue Akzente und veränderte Abläufe. Sprecherinnen erläuterten aufschlussreich die Bedeutung und die Abfolge der Riten. Der Pfarrer meinte, dass es „allerhand sei“, dass Jesu seinen Aposteln die Füße wusch. Christus zeige damit, worauf es ankomme, nämlich sich kleinzumachen und in Liebe zu dienen. Abertausende versammeln sich an diesem Abend um Altartische, um das Geschenk der Kommunion zu feiern. Jesus lädt ein, die Menschen seien nicht nur Gast, sondern Freund.

Gottesdienste

  • Karsamstag:

    In Rötz 9 Uhr: Stilles Verweilen vor dem Allerheiligsten

  • Osternacht:

    Samstag in Heinrichskirchen 19.30 Uhr, in Rötz 22 Uhr

  • Sonntag:

    In Heinrichskirchen 8 Uhr Rosenkranz, 8.30 Uhr Festgottesdienst; in Rötz um 10 Uhr Festgottesdienst, anschließend Segnung des Osterbrunnens

  • Ostermontag:

    In Pillmersried 8.30 Uhr Messe; in Rötz um 10 Uhr Pfarrgottesdienst; in Bernried um 8.30 Uhr Rosenkranz, 9 Uhr Messe

Die Evangelientexte trug Pfarrer Dyadychenko jeweils mit zwei Sprechern vor. Es komme darauf an, sich etwas gefallen und sich beschenken zu lassen, meinte der Zelebrant und betonte, dass heute keiner gefragt werde, sondern überreich beschenkt werde mit der Liebe Gottes. Diese Liebe brauche keine Gegenleistung. „Lasst euch beschenken mit der Liebe Gottes und schenkt sie weiter“, bat der Pfarrer.

Symbolisch nahm Pfarrer Alexander Dyadychenko die Fußwaschung vor. Foto: wkh

Dyadychenko nahm die Fußwaschung symbolisch an zwölf Vertretern kirchlicher Gremien, Vereine, Erstkommunionkinder und Ministranten vor. Im Laufe der Liturgie wurden die Kommunionkleider an die Erstkommunionkinder aus Rötz und Heinrichskirchen ausgeteilt. „Was wir jeden Sonntag feiern, ist heute etwas besonders“, sagte der Pfarrer und erklärte, dass deswegen mit dem feierlichen Danklied Orgel und Glocken bis zur Osternacht letztmals erklingen. Die Hostien wurden dann vom Tabernakel an den Marienaltar übertragen, was die Verlassenheit Jesu am Ölberg versinnbildlicht. Die entblößten Altäre seien Zeichen der Liebeshingabe Jesu.„Bleibet hier und wachet mit mir, wachet und betet“ erklang es fortwährend zum Abschluss der Liturgie, die der Kirchenchor unter Leitung von Edith Pongratz musikalisch eindrucksvoll bereicherte. Es folgte eine Betstunde, gestaltet von der Marianischen Männerkongregation. (wkh)

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