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Freitag, 17. August 2018 27° 1

Projekt

Eine Radlwerkstatt für das Museum

Der Förderverein Fahrradmuseum Arnschwang will einen Lehrraum schaffen und startet mit der Volksbank eine Spendenaktion.
Von Evi Paleczek

Kinder und Jugendliche, aber auch interessierte Erwachsene sollen die Teile eines Fahrrads kennenlernen und sich bei Reparaturen helfen können. Foto: Archiv/Paleczek
Kinder und Jugendliche, aber auch interessierte Erwachsene sollen die Teile eines Fahrrads kennenlernen und sich bei Reparaturen helfen können. Foto: Archiv/Paleczek

Arnschwang.Der Förderverein hat mit der Inbetriebnahme des Arnschwanger Fahrradmuseums viel geschafft, freut sich Vorsitzender Hans Hruschka, am Ende des Jahres bleibt aber leider noch kein Geld übrig, um weiter investieren zu können. Und das wollen die Vereinsmitglieder aber auf jeden Fall. Schon von Beginn an haben sie sich als Ergänzung zum Museum eine Fahrradlehrwerkstatt gewünscht, in der vor allem Schulklassen, aber auch alle anderen Interessierten alles rund ums Fahrrad lernen können.

Das Fahrradmuseum

  • Das Fahrradmuseum

    versteht sich als ein Ort der Kultur, des Lernens und des Treffens.

  • Seine Aufgaben

    bestehen darin, Vergangenes zu sammeln und zu bewahren und Folgendes weiterzugeben.

  • Das Museum

    versteht sich mit seinen pädagogischen Angeboten als ein außerschulischer Ort für fächerübergreifende, bildungsbezogene Erfahrungen.

  • Hauptanliegen

    ist die aktive, sehende Auseinandersetzung mit den ausgestellten Exponaten.

  • Dies

    bietet eine wirkungsvolle, persönliche, dialogische und interaktive Vermittlung der Ausstellungen und ihrer Inhalte.

  • Geöffnet

    hat das Museum dienstags und donnerstags von 8 bis 12, samstags von 8 bis 18 und sonntags von 9 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Der Verein will diesen Gedanken nicht aus den Augen verlieren und das Projekt deshalb im September starten. Zur Einrichtung eines Lehrraums braucht es aber Geld, 5000 Euro etwa, schätzt Hruschka im Gespräch mit unserem Medienhaus. Und weil dieses Geld nicht vorhanden ist, hat der Förderverein zusammen mit der Volksbank Straubing eine Spendenaktion initiiert.

Aktion läuft bis 16. Juli

Seit 16. April und noch bis 16. Juli kann gespendet werden, im Internet unter www.volksbank-straubing.viele-schaffen-mehr.de, Stichwort „Kleiner Fahrradtechniker“, und im Museum selbst. Für jeden Spendenbetrag ab fünf Euro gibt die Volksbank fünf Euro dazu.

Bislang ist noch nicht viel zusammengekommen, bedauert Hruschka, und hofft, dass bis Mitte Juli noch einige Spenden eingehen. Beworben hat der Förderverein die Aktion über Facebook, außerdem wurden Plakate aufgehängt, und es gibt Flyer. Die will der Vorsitzende noch etwa an Schulen und Gemeinden verteilen und dort vielleicht auch Listen auflegen, damit die Leute auch woanders spenden können als über das Internet und im Museum selbst. Zudem will er sich noch an das Schulamt in Regensburg wenden, denn mit der Lehrwerkstatt will der Verein vor allem die vierten Grundschulklassen ansprechen. Die Kinder sollen lernen, ihr Rad selber zu flicken, mal einen Dynamo zu zerlegen, Schaltung und Kette einstellen und kleinere Reparaturen durchzuführen zu können.

Das ist eine gute Sache, ist Hruschka überzeugt. Wenn er Schulklassen durch das Museum führt und fragt, wer einen Radlreifen flicken kann, meldet sich vielleicht einer, der Großteil hat keine Ahnung. Deshalb soll es ab September Workshops in der Lehrwerkstatt geben. In vier bis fünf Stunden werden Gruppen nach Anmeldung in Sachen Radl geschult. Es soll Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse geben und irgendwann vielleicht auch Schulungen für das E-Bike. Angesprochen sind etwa Vereine und Schulklassen, aber auch alle anderen Interessierten. Die Workshops halten würde zu Beginn Fahrzeugwart Helmut Heimerl, der Förderverein ist aber auf der Suche nach zwei/ drei weiteren Mitstreitern, die die Lehrgänge leiten könnten.

Werkbänke und Waschplatz

Ein geeigneter Raum für die Lehrwerkstatt ist im Museum bereits ebenerdig vorhanden, das Projekt wurde ja schon immer mitgedacht, erklärt Hruschka. Deshalb hat der Verein soweit möglich auch schon Anschaffungen über bisherige Förderanträge getätigt. Ein Beamer und ein Teil der Werkbänke etwa sind bereits vorhanden. Nun müssen noch eine Mauer und eine Tür eingezogen werden.

Außerdem braucht es weitere Werkbänke, Schraubstöcke, einen Kompressor und einen Hochruckreiniger, um die Räder auch waschen zu können. Neben dem Raum im Freien soll es einen Waschplatz geben. Auch da sind die Bodenplatten schon da, müssen aber noch verlegt werden. Ein Wasser- und Stromanschluss besteht bereits.

In diesem Raum wird die Werkstatt eingerichtet. Foto: Paleczek
In diesem Raum wird die Werkstatt eingerichtet. Foto: Paleczek

Das Projekt Fahrradlehrwerkstatt soll außerdem ein grenzüberschreitendes sein, sagt Hruschka. Auch tschechische Schulklassen und Interessierte sollen sich von dem Angebot angesprochen fühlen. Viele können ja Deutsch, meint der Fördervereins-Vorsitzende, und Schulleiter und Bürgermeister hätten bereits Interesse signalisiert. Realisiert wird das Ganze ab September und auf jeden Fall, sagt Hruschka. Es wird jetzt gesammelt, aber wenn am Ende des Projektzeitraums noch Geld fehlt, werden die Vereinsmitglieder die Summe entsprechend aufstocken.

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