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Abschied

Eine Stütze der Vereine, die fehlen wird

Kaplan Meckel zelebrierte Requiem für Hans Wanninger. Wolfgang Pilz sprach für Fischerverein, den TV und die Naturfreunde.

Hans Wanninger brachte sich vielseitig in die Bad Kötztinger Gemeinschaft  ein. Foto: H. Fischer
Hans Wanninger brachte sich vielseitig in die Bad Kötztinger Gemeinschaft ein. Foto: H. Fischer

Bad Kötzting.„Wir sind nur Gast auf Erden“ – mit diesem Lied begann das Requiem für Hans Wanninger aus Bad Kötzting am Donnerstagnachmittag in der Stadtpfarrkirche. Der Männerchor unter Leitung von Wolfgang Riegraf gestaltete die Trauerfeier für den angesehenen Bad Kötztinger Bürger gesanglich mit.

Kaplan Matthias Meckel führte unter anderem aus, dass Hans Wanninger „die Seele von einem Menschen“ war. Er habe sich stets in die Gemeinschaft eingebracht und viel dafür gegeben. Als naturverbundener Mensch sei er oft als Skifahrer, Kampfrichter beim Skiclub Bayerwald, Fischer und Wanderer unterwegs gewesen. Als Fliesenlegermeister habe er den Wohnungen eine besondere Note verliehen.

Als das Schlusslied „Segne du Maria“ verklungen war, hielt Vizebürgermeister Wolfgang Pilz namens des Bezirksfischereivereins, des Turnvereins und der Freunde der Natur die Traueransprache. Hans Wanningers Leidenschaft gehörte dem Angeln. Er war seit 51 Jahren Mitglied beim Bezirksfischereiverein. Auch seine Söhne Robert und Markus begeisterten sich fürs Fischen. Sie erzielten dank der Förderung des Vaters sogar überregionale Erfolge. So begleitete Hans Wanninger seinen Sohn Markus als Betreuer zur Jugendweltmeisterschaft 1987 nach Irland. Im Verein hat der Verstorbene neun Jahre als Festleiter beim alljährlichen Fischerfest fungiert und gehörte 21 Jahre dem Beirat an. Der viermalige Fischerkönig wurde für seine Tätigkeiten im Verein ausgezeichnet mit der Ehrennadel in Silber (1975) und in Gold (1982). 2011 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Der Bezirksverband für Fischerei Oberpfalz zeichnete ihn 1992 mit der Ehrennadel in Silber und 2002 in Gold für seine Verdienste aus.

Vielseitig engagiert

  • Fischereiverein:

    Hans Wanninger war 51 Jahre Mitglied. Er wurde mehrfach ausgezeichnet. Seit 2011 war er Ehrenmitglied.

  • TV Bad Kötzting:

    Seine Leidenschaft gehörte dem Skilauf. Er gehörte dem TV 68 Jahre an und war kompetenter Zeitnehmer bei Skirennen bis hin zum Weltcup am Arber.

  • Freunde der Natur:

    Er hatte dem Verein 49 Jahre die Treue gehalten.

Mit Hans Wanninger verlor der Verein einen langjährigen Weggefährten, der ein treuer und zuverlässiger Freund war. „Man wird ihn vermissen als Menschen mit einem besonderen Einsatz für den Bezirksfischereiverein“, sagte Pilz. Auch der TV Bad Kötzting muss sich von seinem Mitglied nach 68 Jahren Zugehörigkeit zum Verein verabschieden. Im Jahr 1957 hatte Hans Wanninger mit seinem Bruder Rudi und Josef Iglhaut sen. die Skilehrerprüfung abgelegt. Skikurse und Zeitnahmen bei Meisterschaften, Wettkampfrichter, Organisationshelfer beim Wandertag, der Landkreisolympiade oder beim Stadtlauf – um einige Tätigkeiten aufzuzählen – waren für Hans Wanninger selbstverständlich. Er wirkte auch beim Weltcup am Großen Arber als Kampfrichter mit. Als hervorragender Skiläufer gewann er insgesamt sechsmal die Kötztinger Stadtmeisterschaft. Für den TV Bad Kötzting ließ er sich unter dem Vorsitzenden Rudolf Kraus von 1984 bis 1990 als zweiter Vorsitzender in die Pflicht nehmen.

Der Sprecher erwähnte weiter, dass Hans Wanninger bei den Freunden der Natur der Mitbegründer der Skiabteilung war und für den Verein bei Bezirks-, deutschen und internationalen Meisterschaften mit seinen Freunden Martin Müller und Hans Wieser unterwegs war. Gemeinsamen haben sie viele Mannschafts- und Einzelrennen gewonnen. Dem Verein habe Hans Wanninger bis zu seinem Ableben 49 Jahre die Treue gehalten. Die Urnenbeisetzung fand anschließend im Familien- und Verwandtenkreis statt. (ksm)

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