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Eine Weihnachtskrippe auf Dienstreise

Bischof Voderholzer bekam von Johann Dendorfer aus Furth im Wald eine Weihnachtskrippe aus Belgien geschenkt.
Johann Dendorfer

Bischof Rudolf Voderholzer (3. v. li.) mit seiner neuen Krippe, links Weltkrippenpräsident Johann Dendorfer, dahinter der Vize-Vorsitzende der Krippenfreunde im Landkreis Cham, Max Lerach, rechts der Further Kaplan Daniel Schmitt Foto: Johann Dendorfer
Bischof Rudolf Voderholzer (3. v. li.) mit seiner neuen Krippe, links Weltkrippenpräsident Johann Dendorfer, dahinter der Vize-Vorsitzende der Krippenfreunde im Landkreis Cham, Max Lerach, rechts der Further Kaplan Daniel Schmitt Foto: Johann Dendorfer

Furth im Wald.Dienstreisen in Sachen Krippen gehören für Johann Dendorfer als Weltpräsident der Krippenfreunde zu seinen Aufgaben. Und doch war die Fahrt am vergangenen Mittwoch etwas Besonderes. Ziel war das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg. Er hatte einen Termin bei Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer. Grund war sozusagen eine Art Herbergssuche.

Im Kofferraum seines Autos hatte Dendorfer eine Weihnachtskrippe aus Belgien. Bischof Voderholzer ist bekannt als leidenschaftlicher Krippenfreund und -kenner mit einer reichen Sammlung. Aber eine Krippe aus Belgien hatte er noch nicht. Eben von einer solchen musste sich Dendorfer mangels Platz trennen. Bischof Voderholzer gewährte gerne „Herberge“.

Die Krippe war das Gastgeschenk des Belgischen Krippenverbands an den Verband Bayerischer Krippenfreunde beim Weltkrippenkongress 2008 in Augsburg. Dendorfer fungierte damals als Kongresspräsident und durfte sich aus den Gastgeschenken ein Objekt aussuchen. So hatte er sich für die Krippe entschieden.

Da man dieses Geschenk nicht alleine tragen kann, wurde Johann Dendorfer dabei assistiert von Max Lerach, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins der Krippenfreunde des Oberen Bayerischen Waldes. Mit dabei war auch der Further Kaplan Daniel Schmid als spiritueller Begleiter.

Bischof Voderholzer war hocherfreut über das außergewöhnliche Geschenk. Bei einem Rundgang mit ihm durch die bischöfliche Sammlung konnten die Gäste nur staunen. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass Bischof Voderholzer hier ein Dokumentationszentrum für Krippen aus der Diözese Regensburg plant.

Zufällig bemerkte Johann Dendorfer bei dem Rundgang ein gerahmtes Poster mit Bildern einer Scherenschnittkrippe von Frater Robert Schmitt vom Chamer Maristenheim. Da musste dann der Bischof seinerseits staunen, als er erfuhr, dass der Krippenverein die Originalblätter dieser Scherenschnittkrippe besitzt. Und wahrscheinlich wird eines Tages die Kunstsachverständige der Diözese bei den Krippenfreunden anklopfen.

Die Zeit bei dem Krippenrundgang mit Bischof Rudolf Voderholzer ging für die Delegation viel zu schnell vorüber. Doch er verabschiedete die drei Besucher mit einer erneuten Einladung, „und da werden wir dann schon mehr Zeit brauchen“, versprach der Regensburger Bischof. Es war eine besondere Dienstreise, da waren sich alle Beteiligten einig. (fde)

Die Krippe

  • Figuren:

    Die aus Ton handgefertigten und handbemalten Figuren sind sonntäglich gekleidet, wie es um 1850 in Belgien üblich war.

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