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Region Cham
Montag, 18. Juni 2018 24° 3

Besuch

Einem Bildhauer über die Schulter schauen

Fraunhofer-Förderverein besuchte Bildhauer Toni Scheubeck. Zweiter Begegnungsabend fand im Atelier in Arnschwang statt.

  • Toni Scheubeck erläutert den Fraunhofer-Fördervereinsmitgliedern seine Kunstwerke.Fotos: fmr
  • Fraunhofer-Fördervereinsvorsitzender Christian Nowotny (r.) bedankte sich bei Toni Scheubeck (l.) mit zwei Steinen aus Cornwall.

Cham.Der Förderverein „Freunde des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums Cham e. V.“ mit seinem Vorsitzenden Studiendirektor a. D. Christian Nowotny hatte bei seinem zweiten Begegnungsabend 2018 zum Atelierbesuch bei Toni Scheubeck eingeladen, Kunsterzieher an besagter Schule von 1975 bis 2010. Eine Reihe von Fördervereins-Mitgliedern war der Einladung gefolgt.

Der Bildhauer, der in diesem Jahr den „Kulturpreis Bayern“ für sein Lebenswerk erhielt, kann auf ein umfangreiches Werk in den letzten vier Jahrzehnten verweisen. In den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde erstmals eine breitere Öffentlichkeit bei der Gruppenausstellung „Heimat deine Sterne!“ auf ihn aufmerksam.

Toni Scheubeck war nicht nur Mitbegründer der Städtischen Galerie im Cordonhaus und dort langjähriger Kurator, sondern machte sich nach der Grenzöffnung um die Kontakte zu tschechischen Künstlern verdient. Derzeit zeigt Scheubeck noch bis zum 15. Juni Skulpturen, Objekte und Zeichnungen in der Galerie der Gebrüder Spillar in Taus, in der deutlich wird, welch spielerischen und poesievollen Umgang der Bildhauer mit dem Material Stein oder Holz pflegt.

Scheubeck empfing die Besuchergruppe am Dorfbrunnen seines Heimatortes Arnschwang, den er 1995 geschaffen hat. Auch hier war er innovativ, indem er das Wasser in einem Labyrinth durch den Brunnen laufen lässt.

2016 gestaltete er zum Abschluss der Dorferneuerung einen Gedenkstein, der vor dem Rathaus aufgestellt wurde. In den verschiedenen Schauräumen seines Ateliers finden sich dicht gedrängt seine Kunstwerke aus den letzten vier Jahrzehnten. Was so spielerisch leicht aussieht, ist oft das Ergebnis längeren Nachdenkens, des Baus von Papiermodellen und dann des geduldigen, oft Monate dauernden Arbeitens am und mit dem Stein.

Die „Freunde des Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasiums“ zeigten sich von Toni Scheubecks außergewöhnlichen Werken und seinen interessanten Erläuterungen beeindruckt. Vorsitzender Christian Nowotny bedankte sich beim Künstler mit zwei besonderen Steinen, die er ihm aus Cornwall in England mitgebracht hatte. Der nächste Begegnungsabend des Fraunhofer-Fördervereins findet am 25. Juni statt. (fmr)

Toni Scheubeck war Kunsterzieher am Chamer Fraunhofer Gymnasium von 1975 bis 2010.

Als Bildhauer erhielt er in diesem Jahr den „Kulturpreis Bayern“ für sein Lebenswerk.

Er war Mitbegründer der Städtischen Galerie im Cordonhaus und machte sich nach der Grenzöffnung um die Kontakte zu tschechischen Künstlern verdient.

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