mz_logo

Region Cham
Freitag, 23. Februar 2018 2

Charity

„Einsatz“ im gefrorenen Weiher

Die Feuerwehr Hetzmannsdorf holte sich bei der Cold Water Challenge kalte Füße. Vorher bekam der KBM aber noch eine Spende.
Von Günther Hofmann

Ein Prosit und eine Spende: Am Samstag stellte sich die Feuerwehr Hetzmannsdorf der Herausforderung „Cold Water Challenge“. Foto: Hofmann

Rötz..Überall macht momentan die sogenannte „Cold Water Challenge“ die Runde. In den Genuss dieser „Kaltwasserherausforderung“ kam am Samstag nun auch die Feuerwehr in Hetzmannsdorf. Sie wurden von der Feuerwehr Irlach nominiert.

Schnell waren sich die Aktiven der rührigen Wehr einig, dass man diese Herausforderung annehmen wird –und zwar nicht einfach „so“. So stellte man ein Drehbuch zusammen. Als Vorteil sollte sich dafür erweisen, dass die Landwirte über Teleskoplader verfügen. Dieser ermöglichte es den Aktiven, sich einen Unterbau zu schaffen, auf dem man im kalten Dorfweiher dann sitzen konnte.

Begleitet mit Musik rückte die Wehr im Schneegestöber aus. Foto: whg

Gesagt, getan: Auf großen Paletten wurden Tische und Bänke geschraubt und dann in den zugefrorenen Weiher versenkt. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es an den „Einsatz“. Eine handbetriebene Sirene wurde gedreht und die Aktiven trafen am Gerätehaus ein. Nachdem sich die Männer vorschriftsmäßig ausgerüstet hatten, trat die Truppe in voller Montur an. Angeführt von einem Fahrzeug der Genossenschaftsbrauerei, marschierten die Feuerwehrler unten den Klängen von zwei Musikanten zum Dorfweiher. Dort entledigten sie sich der Stiefel und über ein Brett ging es in die eiskalten Fluten. Das ganze Spektakel wurde natürlich gefilmt und – auch zu Beweissicherungszwecken – ins Internet gestellt.

Nach einem gemeinsamen Prosit gab Kommandant Stefan Bauer die Nominierung bekannt. Zum ersten traf es die Feuerwehr der Stadt Rötz, bei dem die Hetzmannsdorfer in diesem Jahr als Patenverein fungieren werden. Außerdem dürfen sich noch die Feuerwehr Grassersdorf und die Feuerwehr Berndorf-Gmünd der kalten Herausforderung stellen.

Vorsitzender Jürgen Heining nutzte aber auch die Gelegenheit, eine Spende zu überreichen. Auf dem Zugangsbrett zum Weiher übergab er an Kreisbrandmeister Michael Sturm 100 Euro für den Förderverein der KBI-Kasse Waldmünchen. Dort soll das Geld für die Jugendarbeit verwendet werden. Kommandant Stefan Bauer vergaß auch nicht, sich bei der Genossenschaftsbrauerei Rötz für die Bierspende zu bedanken.

Während der kalten Aktion wurde ein Kessel angeheizt, damit sich die Ehrenamtlichen nach ihrem Einsatz wärmen konnten. Später wurden noch Würste für eine Brotzeit warm gemacht. Diese hatten sich die Feuerwehrler wahrlich verdient, wie sie fanden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht