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Fortbildung

Elektromobilität birgt Gefahren

Fünf Feuerwehren nahmen an einer Schulung teil.

Thomas Fuchs bedankte sich bei dem Referenten. Foto: rsu
Thomas Fuchs bedankte sich bei dem Referenten. Foto: rsu

ZELL.Eine Gefahrenschulung mit dem Thema: „Gefahren der Elektromobilität“ mit dem Referenten Bernhard Hatzinger fand kürzlich im Gasthaus Schwarzfischer in Zell statt. Feuerwehren aus Zell, Beucherling, Hetzenbach, Martinsneukirchen und Schillertswiesen nahmen daran teil.

Zweiter Kommandant Thomas Fuchs entbot allen Anwesenden seinen Willkommensgruß, darunter Bürgermeister Thomas Schwarzfischer und Kreisbrandmeister Norbert Mezei.

Bernhard Hatzinger leitete gleich über zum Einsatz an Hochvoltfahrzeugen, ging auf die Entwicklungsgeschichte von Elektrofahrzeugen ein, den Arten bis hin zu Zulassungszahlen und der Schadensstatistik. Er spannte den Bogen von den Arten und Erkennbarkeit von Hochvoltfahrzeugen, den Gefahren der Einsatzstelle, gab einsatztaktische Hinweise, zeigte die Rettungskarten und Informationen auf, sprach vom Risikofaktor der Ladesäule und gab in der Schlussbetrachtung Einsatzerfahrungen weiter.

Der Sprecher verwies auch auf die „Auto“-Regel, bei der (A) auf austretende Betriebsstoffe zu achten ist, (U) Unterboden erkunden, (T) Tankdeckel öffnen und (O) Oberfläche absuchen. Er zeigte auch die Gefahren der Einsatzstelle auf. Fahrzeuge sind im Regelbetrieb sehr sicher, fuhr er fort, Crashtests werden bestanden, Unfallgeschehen in der Realität folgt keinen Normen, Beschädigung der Sicherheitseinrichtungen je nach Unfallmechanismus denkbar und muss daher durch die Feuerwehr zum Eigenschutz einkalkuliert werden.

Das Hauptproblem ist die mechanische Beschädigung des Akkublocks. So ist bei Fahrzeugbränden in jedem Fall Atemschutz verwenden, betonte er, auf austretende Elektrolyt-Flüssigkeit zu achten, da diese stark ätzend ist. Keine Kontrolle der ausgetretenen Flüssigkeit durch ungeschützte Finger, hob er hervor, Zellenbrände der Akkus können nicht bzw. nur durch „Fluten“ mit Wasser gelöscht werden – hohe elektrische Spannungen im Hochvoltnetz können Spannungsbögen verursachen.

In seinen einsatztaktischen Hinweisen nannte er die Erkundung, die künftig ausschlaggebend sein wird (Welches Auto haben wir vor uns? ) – Kfz-Kennzeichen mit dem Kennbuchstaben E sind möglich, der Buchstabe ist jedoch keine Pflicht und muss vom Halter bei der Zulassung verlangt werden. Besondere Hinweise waren zu hören auf den Umgang, das Fahrzeuge z. B. Elektromotoren geräuschlos laufen, Motorzustand kann nicht gehört werden. Es ist darauf zu achten, dass keine spannungsführenden Teile beschädigt werden. Auch Batterien nicht vorschnell abklemmen, da in modernen Fahrzeugen evtl. ungewollte Aktionen z. B. Sitzverstellung auftreten.

Aufgrund der geringen Fahrzeugdichte liegen kaum Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen im Einsatz vor, sagte er, Crashtest werden bestanden, zeigen aber auch Schwächen der Sicherheitseinrichtungen bei bestimmten Unfallmechanismen auf und brachte Einsatzbeispiele mit Bränden und Unfällen, sowie besondere Hinweise. Demnach bergen Wohnmobile mit V-Anlagen, besondere Risiken durch Carbon-Karosserien, Brennstoffzellen-Fahrzeuge. (rsu)

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