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Brandschutz

Elf Feuerwehren üben Ernstfall

Bei einer groß angelegten Übung im Kreisbrandmeister-Bereich Stamsried ging es darum, ein brennendes Haus zu löschen.
Jakob Moro

  • Hans Artmann, der frühere Neubäuer Kommandant, informierte vor Ort die rund 30 jungen Feuerwehrler über den Einsatz der Löschkräfte. Fotos: Jakob Moro
  • Die Feuerwehrleute bei der Abschlussbesprechung im Hof des Übungsobjektes

Roding.Einmal im Jahr üben Feuerwehren gemeinsam. So auch am Freitag in Neubäu am See. Die Feuerwehren des KBM-Bereichs Stamsried von Kreisbrandmeister Johannes Maier, der seit rund einem Jahr im Amt ist, nahmen an der Aktionswoche „Üben für den Ernstfall“ teil. Der Einsatzbefehl, der um 19 Uhr über die Leitstelle ausgelöst wurde, lautete: „Brand in einem Wohnhaus mit angrenzenden Stadl in Neubäu-Mitte, am Schulangerweg neben der Kirche. Personen, auch eine bettlägerige Person, befinden sich im Haus.“

Der Übungstermin den Feuerwehren aus Altenkreith, Diebersried, Friedersried, Fronau, Großenzenried, Hitzelsberg, Neubäu, Pösing, Stamried, Strahlfeld und Wetterfeld bekannt. Alle warteten bereits in ihren Fahrzeugen, so war es selbstverständlich, dass als erstes die Feuerwehr Neubäu am Einsatzort war. Michael Weiß, seit rund einem Jahr im Amt, übernahm als örtlicher Kommandant die Einsatzleitung. Er wurde durch drei Abschnittsleiter unterstützt. Durch die starke Rauchentwicklung im Wohnhaus war eine Bergung der Opfer nur durch den Einsatz von Atemschutzträgern möglich. Dies übernahmen die Feuerwehren Altenkreith, Pösing und Stamsried.

Überwacher passen auf

Als erstes waren die Atemschutzträger aus Altenkreith vor Ort, wenig später die aus Pösing, die unverzüglich an die Arbeit gingen und das Brandobjekt öffneten. Die Stamsrieder Atemschutzträger standen als Reserve bereit. Eine wichtige Aufgabe haben die Atemschutzüberwacher. Sie sind über Funk mit den im Objekt suchenden Atemschutzträgern in ständigen Kontakt und dafür verantwortlich, dass die Atemschutzträger sich nur über einen begrenzten Zeitraum im Objekt aufhalten und sich bei ihren Einsatz nicht selbst gefährden.

Durch den Neubau der Kreisstraße nach Walderbach, in dessen Zusammenhang auch die Kreiswasserleitung in Mitleidenschaft gezogen wurde, standen die Hydranten im Ortskern Neubäus zur Wasserentnahme für den ersten Löschangriff nicht zur Verfügung. Es wurde daher bereits für diese Zeit ein Notfallplan entwickelt. Kommandant Michael Weiß, der Einsatzleiter, kommandierte daher die ankommenden Feuerwehren aus Fronau, Strahlfeld, Hitzelsberg, Wetterfeld und so weiter an den rund 240 Meter entfernten Mühlweiher. Von dort aus wurden drei Leitungen zum Übungsort bei der Kirche aufgebaut. Die Feuerwehr Altenkreith, die nach den Neubäuern als zweite am Übungsort war, bereiteten sich auf den Einsatz der Atemschutzträger vor.

Alles hat gut funktioniert

Bei der Abschlussbesprechung freute sich Kommandant Michael Weiß mit seinem Team über die große Zahl der Feuerwehrleute. Weiß: „Die Übung war insgesamt eine runde Geschichte.“ Kreisbrandmeister Johannes Maier sagte: „Auch bei einem Notfall, wenn die Hydranten nicht zur Verfügung stehen, wie heute, würde es gut funktionieren.“ Maier dankte auch den vielen jungen Feuerwehrlern, die von Hans Artmann, den früheren Neubäuer Kommandanten „betreut“ wurden und die Übung vor Ort erklärt bekamen.

Rodings Bürgermeister Franz Reichold freute sich über die reibungslose, ohne Hektik abgelaufene Übung, und die vielen Jugendlichen, die nach Neubäu gekommen waren. (rjm)

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