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Region Cham
Mittwoch, 19. September 2018 26° 1

Narren

Emotionen beim Hallenfasching

Nach dem Wagerlzug ging’s in die Hinterederhalle zu Rede, Tanz und Orden. Stefan Daimger ehrt Sepp Daiminger.

  • Präsident Stefan Daiminger würdigte die nicht immer leichten Benühungen der beiden Choreografinnen Sophia Hierl und Rebecca Vogl mit Blumen. Foto: chi
  • Das Königspaar zieht ein, milde winkend. Foto: chi
  • Die Comic-Serie „Sailer Moon“ stand Pate bei den Gardemädchen.Foto: chi
  • Begleitet von zwei Gardemädchen hatte der „Vater des Minstacher Faschings“, Sepp Daiminger von seinem Sohn Stefan den Orden umgehängt bekommen.Foto: chi
  • Vorsicht, die Wikinger kommen! Foto: chi

Cham. Gesteckt voll war am Sonntag nach dem Minstacher Faschingsumzug die Hinterederhalle, in der heuer zum Glück wieder der Faschingsausklang stattfinden konnte, wofür der Präsident der Minstacher Faschingsgesellschaft, Stefan Daiminger, dem Siegl Schorsch dankte. Im gewohnten Umfeld kam auch gewohnt gute Stimmung auf, wofür zudem die Band „Die Lumpen“ mit ihren Stimmungshits sorgte. Höhepunkte aber waren die Thronrede von Faschingskönig Michael I., die Ordensverleihung sowie Tanzauftritte der FC-Jazzdance-Mädchen sowie der Garde und der Hofräte, die diesmal den „ernsten Teil“ der Darbietungen weggelassen hatten und gleich mit den Gauditänzen loslegten.

Sehr zufrieden konnte Faschingspräsident Stefan Daiminger sein, denn sowohl der Wagerlzug hatte sich nach anfänglich schmalem Umfang bis zum Losmarschieren stattlich mit fantasievollen Gefährten und Fußgruppen angereichert, und dann in der Hinterederhalle waren nahezu alle Sitzplätze mit fröhlichen Menschen besetzt und auch draußen vor dem Gebäude hatten viele Jugendlichen noch ihren Spaß. Die Schlonegger Ananas standen schon früh auf den Bänken und rissen immer mehr Besucher mit. Bürgermeisterin Karin Bucher, meinte, es habe sich wieder mal gezeigt, dass Chammünster die Faschingshochburg im Stadtgebiet sei, und man habe es sogar geschafft, wieder in der Bräuhalle feiern zu dürfen.

„Unsere Garde hat vielleicht nicht die meisten Mädchen, aber die schönsten“, war Stefan Daiminger überzeugt, als er die acht Gardemädchen einmarschieren ließ. Doch bevor diese ihren Tanz aufführen konnten, kam erst noch das erste Minstacher Faschingskönigspaar, Michael I. und Gerlinde I., in die Halle. „Ruhe im Saal! Der König spricht“, wies er das laute Volk unten in seine Schranken. Das folgte nach und nach und hörte den gesetzten Worten des Regenten zu. Auch wenn er nun die Rede halte, „Königin Gerlinde hat das Sagen beim Volk – und auch bei mir“, bekannte Michael I. „So lasst uns feiern, der König hat Laune!“, forderte er seine Untertanen abschließend auf.

Die durften sich zunächst an einem fetzadn Tanz der Rumpftruppe der FCC-Jazzdancegruppe erfreuen, die Haare, Arme und Beine zu mitreißender Musik fliegen ließen. Und auch wenn sie nur noch zu zweit da oben auf der Bühne tanzten, sie machten es richtig gut und Trainerin Stefanie Peinelt durfte zufrieden lächeln. Da kamen sie um eine Zugabe nicht herum.

Das Königspaar und der Präsident schritten zur Ordensverleihung, auch in der Hoffnung, dass danach die Staatskasse nicht mehr ganz so leicht sei. Stefan Daiminger hatte einen besonderen Aktiven zur Ordensübergabe gebeten: Seinen Vater Sepp Daiminger, „ohne den wir heut gar net da waarn, weil er den Minstacher Fasching ins Leben gerufen hat“. Der war sichtlich gerührt ob solcher Ehre und auch recht stolz auf seinen Sohn, der den Fasching in Minsta weiter am Leben erhält.

Doch dann durften endlich die Gardemädchen auf die Bühne. Sie hatten sich entsprechend dem Faschingsmotto „Bunte Comicwelt“ als Sailer-Moon-Mädchen kostümiert und zeigten entsprechend dem Titelsong der Fernsehserie einen kleinen, anmutigen Tanz. Ein wenig rauer ging es bei den Hofräten zu, die als Wikinger auftraten. Der Saal kochte vor Begeisterung. (chi)

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