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Jubiläum

Endspurt für das 750-Jährige in Ast

Alois Eiber zieht vor den drei Schlussveranstaltungen eine Zwischenbilanz: „Wenn uns das noch gelingt, dann passt es!“
Von Martin Hladik

Zum Jubiläum präsentiert sich die 750-jährige Mariä Himmelfahrtskirche strahlend weiß und mit Blumenschmuck.
Zum Jubiläum präsentiert sich die 750-jährige Mariä Himmelfahrtskirche strahlend weiß und mit Blumenschmuck. Foto: Hladik

Waldmünchen.Seit fast einem Jahr wird in Ast bei verschiedenen Gelegenheiten das 750-Jährige der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt gefeiert. Jetzt steht die Schlussrunde bevor. Am 28. Juni wird Pfarrer Raimund Arnold den 60. Jahrestag seiner Weihe zum Priester feiern. Davon hat er 50 Jahre lang in der Pfarrei Ast gewirkt. Das wird von der ganzen Pfarrei gefeiert werden. Eine Woche später, am 5. Juli ist Kirchweih in Ast.

Das wird diesmal mit einem großen Markt für Kunsthandwerk und Spezialitäten gefeiert werden. Abschluss ist dann am 15. August mit dem Patrozinium der Mariä Himmelfahrtskirche. Den Festgottesdienst wird zur Feier des Jubiläumsjahres Bischof Rudolf Voderholzer mit Priestern der umliegenden Pfarreien zelebrieren. Einen Abschluss ganz anderer Art wird es Ende Juli geben. Die Pfarrei wird ein Buch zum Jubiläum präsentieren, das ein umfangreiches und gelungenes Nachschlagewerk der Geschichte der Pfarrei und ihrer Orte sein wird. Zu den einzelnen Themen hat uns Kirchenpfleger Alois Eiber (61) nähere Auskunft gegeben.

Pfarrei feiert mit „ihrem“ Pfarrer

Das 60-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Arnold wird von der gesamten Gemeinde gefeiert werden. Sämtliche Vereine werden den Pfarrer Abholen und im Kirchzug zum Gotteshaus begleiten. Und selbstverständlich wird Ruhestandspfarrer Arnold selbst die Messe halten. Danach sind alle, die kommen wollen, zu einem gemeinsamen Essen und einer Feier eingeladen. Neben dem Priesterjubiläum wird Arnold auch sein 50-jähriges Wirken als Pfarrer in Ast begehen. Eiber fasst die Leistung Arnolds prägnant so zusammen: Er hat in den 50 Jahren gut 50 Baustellen in der gesamten Pfarrei gehabt.

Ein Fest mit 40 Marktständen

Ein Termin, dessen Interesse weit über die Pfarrei hinausreichen dürfte, ist der Kirchweihsonntag am 5. Juli. Nach dem Gottesdienst, also ab 10 Uhr wird die gesamte Dorfstraße mit 40 Ständen gefüllt, die Kunsthandwerk zeigen und Schmackhaftes anbieten. „Es sind 40 verschiedene Gruppen, die hier etwas anbieten, über die Hälfte kommt dabei aus der Pfarrei“, sagt Kirchenpfleger mit hörbarem Stolz. Der Markt sei etwas besonders, ansonsten werde Kirchweih nicht mehr so intensiv wie früher gefeiert.

Auf die Idee gekommen, so etwas anzubieten, sei man, weil es in der Pfarrei viele gebe, die eine künstlerische Ader hätten, mit der sie sich in der Freizeit beschäftigen. So gibt es Zeichnungen, Bilder und Klöppelarbeiten zu kaufen, ebenso wie Holzarbeiten, Glasdeko und Stoffdrucke. Gezeigt wird auch altes Handwerk. Vor Ort wird zum Beispiel ein Sattler und ein Drechsler sein. An verschiedenen Stellen des Marktes werden auch Musikanten zur Unterhaltung aufspielen. Der Markt wird zwischen 10 und 17 Uhr stattfinden. In dieser Zeit werden Essen und Trinken sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Die Besonderheit dabei wird der 750 Zentimeter lange Wallfahrtskuchen sein.

Das Ende des Jubiläumsjahres

  • Sonntag, 28. Juni

    60-jähriges Priesterjubiläum Pfarrer Raimund Arnold

  • Sonntag, 5. Juli

    Kirchweihsonntag mit großem Markttag. Auf 40 Ständen wird Kunsthandwerk zum guten Teil aus der Pfarrei Ast angeboten.

  • Zweite Julihälfte

    Das Buch zum Jubiläum der Pfarrei Ast wird herausgegeben.

  • 15. August

    Das Patrozinium „Mariä Himmelfahrt“ wird gefeiert. Den Festgottesdienst hält Bischof Voderholzer.

Nicht mehr ganz zum Markttag geschafft haben es die Autoren der Chronik der Pfarrei. Sie wird erst Ende Juli druckfertig sein. Dafür haben die Autoren auf über 400 Seiten etwas zusammengetragen, was es in dieser Qualität selten gibt. Sie geben einen tiefgehenden Überblick über die Pfarrei und ihre zwölf Orte. Zu finden sind alte Karten, zum Beispiel solche, auf denen klar wird, warum Ast seinen Ortsnamen führt. Das habe nichts mit der Darstellung von „Maria im Ast“ zu tun, die in der Kirche zu finden ist, sondern mit einem Zufluss der Schwarzach, der auf alten Karten „Ast“ genannt wurde. Der Bach „Ast“ ist aber auch schon 1290 in einer alten Grenzbeschreibung erwähnt.

Alois Eiber gibt an seinem PC einen Überblick über das Buch zum Jubiläum.
Alois Eiber gibt an seinem PC einen Überblick über das Buch zum Jubiläum. Foto: Hladik

Es sind aber auch viele Architekturzeichnungen und Fotografien der Kirchen und Flurdenkmäler zu finden, ebenso wie Zusammenstellungen der Flur- und Hausnamen. Zudem wurde versucht, die Geschichte der kleinen Orte bis hin zu ihren Bürgermeistern, Pfarrern und Schullehrern zu dokumentieren. Versucht wurde auch, wichtige Persönlichkeiten, die mit der Pfarrei Ast in Zusammenhang stehen, vorzustellen. So einen Dr. Georg Liegl aus Schäferei, der sich im 19. Jahrhundert als Hobby auf die Pflaumenzucht spezialisierte. Natürlich nimmt auch die heute noch lebendige Wallfahrt nach Ast breiten Raum ein. Und auch hier wird der heimat- und geschichtsinteressierte Leser viele interessante Details entdecken können. Vier Jahre Sammelarbeit, davon ein Jahr Schreibarbeit stecken in dem Werk.

Zufriedene Zwischenbilanz

Höhepunkt und Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten wird am 15. August der Festgottesdienst zum Patrozinium der Kirche sein, den Bischof Voderholzer feiern wird. Danach findet wie gewohnt eine Prozession um die Kirche statt. Der alte Prozessionsweg zur „Frauenbrünnlkapelle“ ist ja seit dem Bau der Umgehung nicht mehr möglich. „Mit dem bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahres sind wird durchwegs zufrieden. Die Beteiligung war immer gut“, sagt Eiber und schließt bescheiden: „Wenn uns die letzten Feierlichkeiten auch noch gelingen, dann passt das!“

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