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Wirtschaft

Ensinger will Thermix-Sparte verkaufen

Wegen sinkender Renditen trennt sich die Firma vom Geschäft rund ums Isolierglas. In Cham sind 50 Mitarbeiter betroffen.
Von Philipp Breu

Diese Luftaufnahme der Firma Ensinger zeigt die Dimensionen, die das Werk seit seiner Gründung 1980 in Altenmarkt angenommen hat. Nun steht der Bau einer weiteren Halle an auf dem ehemaligen Parkplatz (links oben). Stand: 2017. Foto: Ensinger
Diese Luftaufnahme der Firma Ensinger zeigt die Dimensionen, die das Werk seit seiner Gründung 1980 in Altenmarkt angenommen hat. Nun steht der Bau einer weiteren Halle an auf dem ehemaligen Parkplatz (links oben). Stand: 2017. Foto: Ensinger

Cham.Wie aus einer Pressemitteilung der Firma Ensinger hervorgeht, beabsichtigt der baden-württembergische Kunststoffverarbeiter, seinen Geschäftsbereich Thermix zu verkaufen. Die Sparte entwickelt und fertigt Abstandhalterprofile für Isolierglas. Hergestellt werden die Abstandhalter in Cham, dem größten Produktionsstandort der Ensinger Gruppe.

Weiter heißt es, dass Ensinger exklusive Verhandlungen mit dem italienischen Unternehmen Alu Pro aufgenommen hat. Eine komplette Übernahme von Thermix steht im Raum. Alu Pro gehört zur Fenzi Gruppe, einem Anbieter von Chemikalien, Hochleistungsdichtmassen und Abstandhaltern für die glasverarbeitende Industrie.

Überkapazitäten am Markt für Isolierglas

Die Transaktion soll den Erwartungen zufolge unter Vorbehalt der üblichen Bedingungen und behördlichen Genehmigungen kurz vor dem Abschluss stehen. Zum Hintergrund der Verkaufsverhandlungen äußerte sich Dr. Roland Reber, Geschäftsführer bei Ensinger: „Der Markt für Isolierglas-Abstandhalter hat seit mehreren Jahren mit Überkapazitäten zu kämpfen.“

„Wir bemühen uns gemeinsam darum, für möglichst viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine gute Lösung zu finden“

Dr. Roland Reber, Geschäftsführer bei Ensinger

In der Folge sind die erzielbaren Renditen über die gesamte Wertschöpfungskette immer weiter gesunken. Der Verkauf von Thermix wird es uns ermöglichen, uns stärker auf die Kerngeschäftsfelder von Ensinger zu konzentrieren.“ Neben etwa 50 Mitarbeitern, die in dem bayerischen Zweigwerk in Cham für Thermix tätig sind, arbeiten elf weitere Mitarbeiter in einem Vertriebsbüro in Ravensburg für die Sparte. Weltweit beschäftigt Ensinger 2500 Mitarbeiter.

Betriebsrat will mit Statement warten

Derzeit laufen Gespräche zwischen der Personalabteilung und dem Betriebsrat mit dem Ziel eines Interessenausgleichs. „Wir bemühen uns gemeinsam darum, für möglichst viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eine gute Lösung zu finden“, sagte Dr. Reber.

Werner Bachl, Betriebsratsvorsitzender bei Ensinger im Standort Cham wollte sich auf Nachfrage der Mittelbayerischen nicht dazu äußern. Er wolle den Gesprächen mit Geschäftsführung und Personalabteilung nicht vorgreifen.

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