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Polizei

Entlaufene Kuh irrt durchs Chamer Land

Das Tier tauchte auf einer Pferdekoppel in Grafenkirchen auf. Ein Landwirt aus Willmering vermisst die Kuh seit Sonntag.
Von Michael Gruber

Ein Landwirt aus Willmering vermisst seit Sonntag eine Kuh. Das Tier irrt seitdem über Wald und Wiesen durch den Landkreis. Foto: Raphael Knipping/dpa
Ein Landwirt aus Willmering vermisst seit Sonntag eine Kuh. Das Tier irrt seitdem über Wald und Wiesen durch den Landkreis. Foto: Raphael Knipping/dpa

Willmering.Ein Hobby-Landwirt aus Grafenkirchen hat am Mittwoch unerwarteten Besuch bekommen: „Gestern ist eine Kuh in meine eingezäunte Pferdekoppel eingebrochen!“, teilt der Mann uns am Telefon ganz aufgeregt mit. „Die ist entlaufen und irrt durch den Landkreis.“ Sein Nachbar habe ihn übers Telefon alarmiert und den fremden Gast als erstes gesichtet. Die Kuh habe den Zaun einfach umgeknickt und habe einige Stunden mit den neuen Freunden auf der Weide verbracht.

Eine Kuh auf Abwegen?

Über Hinweise von unseren Lesern sind wir als neugierige Reporter natürlich immer dankbar – aber eine Kuh auf Abwegen? Ist das nicht doch zu abwegig? Ein kurzer Anruf bei der Chamer Polizei deckt auf, was da dran ist: „Stimmt tatsächlich!“, heißt es da. Am Sonntag sei bei den Chamer Beamten diesbezüglich eine Vermisstenanzeige eingegangen.

„Die Kuh ist sehr schreckhaft!“

Sprecher der Polizeiinspektion Cham

Ein Landwirt aus Willmering habe das Tier als entlaufen gemeldet. Was die äußerliche Erscheinung des Tieres angeht, gibt der Halter so viel bekannt: Die Kuh sei dunkelbraun, habe weiße Flecken und eine weiße Blässe. Streng genommen handele es sich um eine Kalbin, also um ein weibliches Junrind. Sie sei bei weitem nicht so groß wie eine Kuh und hatte noch kein Kälbchen.

Was die Suche, vor allem aber das Einfangen schwierig macht: „Die Kuh ist sehr schreckhaft!“, lässt die Chamer Polizei ausrichten. Entsprechend sollten sich Passanten, die dem Tier begegnen, nicht auf eigene Faust nähern, sondern sofort die Polizei verständigen.

Wie launisch das Tier sein kann, bekam der Landwirt aus Grafenkirchen am Mittwoch zu spüren. Nach einem Anruf sei ein Team aus Veterinären angerückt, die versucht hätten, die Kuh wieder einzufangen. Allerdings mit wenig Erfolg, wie unser Informant aus Grafenkirchen berichtet: „Die hat sich wahrscheinlich bei den Pferden wohler gefühlt als bei den Veterinären.“ Die Kuh aus Willmering ist getürmt und weiterhin auf Abwegen.

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