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Entwicklung

Entscheidung für die Bäume

Falkensteins Bauausschuss will Bäume erhalten. Vermieter sollen für ihre Mieter selber für zusätzlichen Parkraum sorgen.
Anton Feigl

An diese Eiche stößt die Müllabfuhr am Bahndamm. Jetzt wird sie auf die vorgeschriebenen vier Meter freigeschnitten.  Foto: Anton Feigl
An diese Eiche stößt die Müllabfuhr am Bahndamm. Jetzt wird sie auf die vorgeschriebenen vier Meter freigeschnitten. Foto: Anton Feigl

Falkenstein.Der Erhalt von Bäumen vor Parkplätzen und Reparatur geht über Neuanschaffung: Der Falkensteiner Bauausschuss zeigte sich von seiner nachhaltigen Seite. Die Feuerwehr Falkenstein ist Stützpunktfeuerwehr und häufig im Einsatz. Da soll es im Gerätehaus nicht durch Fenster und Türen ziehen. Darum sollen sie ertüchtigt werden: Ausbau, abschleifen, streichen und Austausch der Dichtungen stehen an. Hierfür will der Ausschuss Angebote einholen. Außerdem braucht die Wehr neue Tore; die alten gingen bei Frost teilweise nicht mehr auf, hieß es von den Verantwortlichen. Das Gremium hielt entgegen, dass man nicht wisse, ob man die Absauganlage erneuern müsse. Davon müsse man die Anschaffung neuer Tore abhängig machen. Hierzu erging einstimmiger Beschluss. Neu gestrichen wird der Giebel.

Die Mitglieder des Bauausschusses besichtigten zusammen mit Bürgermeisterin Heike Fries verschiedene Orte in der Marktgemeinde. Neben der Falkensteiner Feuerwehr besuchten sie auch die Wehr in Arrach. Die hat in Eigenleistung ein Bushäuschen gebaut. Für die Materialkosten will der Markt aufkommen.

Neue Fenster fürs Gerätehaus

Zum Schutz der neuen Schutzanzüge will die Arracher Wehr UV-Schutz-Fenster einbauen. Da einige der Fenster schon blind seien, wünschten sich die Feuerwehrler neue Fenster. Im Zuge der Arbeiten an den Fenstern am Stützpunkt Falkenstein will der Markt auch Angebote einholen bezüglich einer Neuverglasung und des Streichens. Sie sollen mit den Kosten einer Neuanschaffung verglichen werden. Erst dann möchte der Marktgemeinderat einen Beschluss fassen.

Auch in Arrach ist die Eingangstür nicht mehr ganz dicht, weshalb sie wohl ersetzt wird. Schon auf dem Weg dorthin stoppte man an einer Bushaltestelle an der Arracher Höhe. „Wenn du hier in der Früh vorbeifährst und 30 bis 40 Kinder siehst, bekommst du einen Herzinfarkt“, sagte Fries. Der Grund: Es gebe keine echte Haltestelle mit Fußgängerbereich und Wartehäuschen. Für Fries hat sich hier eine Chance eröffnet: Aktuell fördert das Straßenbauamt Bushaltestellen mit 65 Prozent. Der Bau würde so unter 10 000 Euro kosten. Laut Bürgermeisterin ein geringer Preis für die Sicherheit der hier einsteigenden Kinder. Der Bauausschuss stimmte für den Vorschlag.

Am Bahndamm in Falkenstein herrscht eine angespannte Parkplatzsituation. Die Anwohner fordern die Errichtung von mehr Parkmöglichkeiten. Aus der Bevölkerung kam gar der Vorschlag, die dort gepflanzten Bäume zugunsten von Parkraum abzuholzen. Der Vorschlag sorgte im Bauausschuss für Entrüstung und wurde abgelehnt. Lediglich eine Seitenbegrünung ohne Baum werde für einen weiteren Parkplatz aufgegeben. „Die Vermieter sollen für ihre Mieter selbst für Parkraum sorgen, das ist nicht Aufgabe des Marktes“, hieß es im Gremium. Außerdem habe man eine Förderung für Straßenbau und Erschließung bekommen, deren Bedingung die Bepflanzung mit Bäumen war. Ein Abholzen sei daher nicht zulässig.

Was tun, wenn’s brennt?

Negativ fiel den Markträten auf, dass ein Oberflurhydrant, der für die Feuerwehr öffentlich zugänglich sein muss, hinter einem Zaun auf einem Privatgrundstück steht. Der Eigentümer habe sich eigentlich verpflichtet, den Hydranten von der Umzäunung auszusparen, wozu er nun nachträglich angehalten werden soll. Außerdem reicht es offenbar nicht, auf der Seite des Hydranten ein Parkverbotsschild angebracht zu haben: Ständig stünden Autos davor. Im Falle eines Brandes könnte die Feuerwehr kein Wasser entnehmen. Darum wird an der Stelle eine Feuerwehranfahrtszone eingerichtet, verbunden mit einem Halteverbot. Gegebenenfalls führt die Polizei verstärkt Kontrollen durch. Dass die Müllabfuhr an der Stelle dieses Wendekreises nicht wenden könne, liege nicht an den Bäumen in der Mitte, sondern an den Falschparkern und der nicht freigeschnittenen Eiche am Rand. „Die ist nicht auf vier Meter Durchfahrtshöhe zurechtgeschnitten“, hieß es dazu, was nun nachgeholt werden soll. (rto)

in Kürze

  • Bewilligung:

    Das Gremium bewilligte den Neubau eines Nebengebäudes von Gerhard Lanzinger in Mühltal.

  • Sperrung:

    Die marode Brücke über den Fahrradweg soll für den Verkehr vollständig gesperrt werden. Der Bauhof wird mit Abstützmaßnahmen beginnen. (rto)

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