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Region Cham
Montag, 23. Juli 2018 26° 8

Menschen

Er feiert Premiere als Festwirt

Der Besitzer der Brauerei Naabeck, Wolfgang Rasel, führt in diesem Jahr erstmals Regie am Rodinger Volksfest.
Von Bastian Schreiner

  • Der neue Festwirt Wolfgang Rasel (64) hofft trotz Fußball-WM auf ein erfolgreiches Volksfest. Foto: Schreiner
  • Wolfgang und Sybille Rasel Foto: Schreiner

Roding.Vorfreude oder Anspannung: Was überwiegt bei Ihnen wenige Tage vor dem Auftakt?

Reine Freude: Ich freue mich, mit den Menschen in Roding in Kontakt zu kommen und unser Bier vorstellen zu können. Ein bisschen aufgeregt bin ich trotzdem, das gehört mit dazu. Wenn alles nur in Routine ausarten würde, wäre es nicht gut für so ein tolles Fest.

Vom Bierlieferant zum Festwirt in Roding – was waren die Gründe für diesen Schritt?

Wir haben früher schon viele kleinere Feste gemacht. Ein Grundmaß an Erfahrung ist also vorhaben. Dass wir den Zuschlag der Stadt Roding bekommen haben, macht uns stolz. Wir haben uns beworben, weil den Menschen unser Bier auch schon zu Jupp Brantls Zeiten geschmeckt hat. Für mich persönlich ist es interessant, den Besuchern zu zeigen, wer dahinter steckt. Wir sind eine regionale Brauerei – und dazu gehört es auch, sich als Bräu vorzustellen.

Wann waren Sie zum ersten Mal am Rodinger Volksfest und wie war Ihr erster Eindruck?

Im Jahr 2000. Toll! Ich kenne viele Feste, habe aber noch nie gesehen, mit welchem Enthusiasmus die Menschen dort feiern. Die Leute sind aufgeschlossen und sehr traditionsbewusst. Es gibt einen extremen Zusammenhalt mit dem Ziel, Roding vorwärts zubringen. Das spürt man. Allein wenn man sieht, wie viele Menschen beim Einzug am Straßenrand stehen – das macht Spaß!

Blasmusik oder Partyhits: Auf welche Musik stehen Sie im Zelt?

Ich bin ein großer Freund der Blasmusik, wenn sie nicht zu laut ist. Aber das ist alterspezifisch, vor 35 Jahren konnte es nicht wild genug sein. Da hätte ich mir eine der Partybands ausgesucht ...

Welche besonderen Eigenschaften hat das Rodinger Festbier?

Ein Bier braucht eine Komposition. Uns ist ein sonniges Bier mit schönem Goldton gelungen. Die Details wird unser Braumeister bei der Bierprobe am Freitag ausführlich erläutern.

Die Maß kostet heuer 7,60 Euro.

Roding hat mit die günstigste Maß Bier im Vorderen Bayerischen Wald. Wenn man ein attraktives Fest machen will, braucht man einen gewissen Sockel. Die leichte Erhöhung von 20 Cent ist damit zu begründen, dass wir ein attraktives Musikprogramm wollen. Man muss jedoch vernünftig bleiben. Elf, zwölf Euro wie am Oktoberfest – das geht gar nicht!

Was ist Ihr Lieblingsessen am Volksfest?

Ich freue mich definitiv auf die „Sau vom Spieß“, die vor dem Zelt gegrillt wird. Ansonsten sind die beiden Festküchen sehr gut. Neugierig bin ich auf den italienischen Abend am Dienstag, da werde ich mit Sicherheit ein italienisches Gericht probieren.

Haben Sie ein Geheimrezept, wie Sie die elf Festtage durchhalten?

Man sollte Pausen machen und darf selber nicht der beste Kunde werden. Man muss einen klaren Kopf behalten. Ich bin Gastgeber, da versucht man, es den Gästen schön zu machen. Die Besucher sollen sich wohlfühlen und Spaß haben. Als Gastgeber sollte man selbst nicht der größte Feiermeister sein.

Welche drei Programmpunkte sollte man nicht verpassen?

Ganz klar den Einzug. Auf keinen Fall geht Roding ohne den Einzug, der ist wunderbar. Als zweiten Punkt würde ich heuer ausnahmsweise den Sonntag nehmen mit dem Tag der Soldaten – 60 Jahre Garnison: Die Soldaten, die den Kopf irgendwo auf der Welt für unser Land hinhalten, haben es verdient, dass man ihnen die Ehre erweist. Und der Donnerstag mit dem Städte- und Gemeindetreffen, das vom Feuerwehr gekrönt wird. Es ist schön zu sehen, wenn Jung und Alt sich am Esper versammeln und das Spektakel am Himmel verfolgen. Auch die Gespräche sind an diesem Abend sehr anregend.

Volles Zelt trotz Fußball-WM?

Wir haben ein attraktives Programm – und ich würde mich freuen, wenn die Leute nach dem Fußball noch kommen, da viele Spiele wegen der Zeitverschiebung ja um 18 Uhr zu Ende sind.

Was wünschen Sie sich für das Rodinger Volksfest?

Dass sich die Besucher wohlfühlen und alles friedlich verläuft.

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Die Familie Rasel

  • Hans Rasel

    kaufte 1919 das Schloss Naabeck. Die Söhne Hans-Jörg und Eberhard Rasel übernahmen 1952 nach dem Tod der Eltern den Betrieb. Im selben Jahr heiratete Hans-Jörg Rasel Frau Dr. Erika Rasel, geborene Fritsch. Aus dieser Ehe entstanden die Kinder Wolfgang und Monika.

  • Wolfgang Rasel

    heiratete 1993 seine Sybille, geborene Scharf. Zur Familie gehören die beiden Töchter Marlene (23) und Eva (20).

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