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Kirche

Er ist seit 25 Jahren als Priester tätig

Der Dalkinger Geistliche Franz Merl wollte schon in der 2. Klasse Pfarrer werden – und hat seinen Entschluss noch nie bereut.
Von Evi Paleczek

Pfarrer Franz Merl bei seiner Primiz am 4. Juli 1993; mit auf dem Bild sein Primizprediger Josef HöningFoto: Merl
Pfarrer Franz Merl bei seiner Primiz am 4. Juli 1993; mit auf dem Bild sein Primizprediger Josef HöningFoto: Merl

Gleissenberg.Am 26. Juni 1993 ist Pfarrer Franz Merl im Dom zu Regensburg zum Priester geweiht worden, am 26. Juni 2018 feiert er in seiner derzeitigen Pfarrei, der Pfarreiengemeinschaft Dalking-Gleißenberg, sein silbernes Priesterjubiläum. Er freut sich auf den feierlichen Gottesdienst um 19 Uhr in der Kirche in Dalking und den anschließend geplanten Umtrunk, sagt er im Gespräch mit unserem Medienhaus. Und er erinnert sich zur Zeit gern an seine Primiz vor 25 Jahren, am 4. Juli 1993 in seiner Heimatpfarrkirche Sankt Stephanus in Wackersdorf.

Für den Blumenteppich an seinem Primiz-Tag hatte seine Heimatgemeinde extra ein Blumenfeld angelegt, erzählt Pfarrer Merl. Foto: Merl
Für den Blumenteppich an seinem Primiz-Tag hatte seine Heimatgemeinde extra ein Blumenfeld angelegt, erzählt Pfarrer Merl. Foto: Merl

Das ganze Dorf hat sich mit ihm gefreut, erzählt er. Für den Blumenteppich zur Primiz wurde extra ein Blumenfeld angelegt. Und auch die Familie, Eltern und Geschwister, ist immer komplett hinter ihm und seiner Entscheidung für den Priesterberuf gestanden, sagt Franz Merl. Sie alle und mittlerweile auch die Kinder seiner Geschwister sind in der Kirche sehr engagiert.

Mit dem Kaplan in Rom

Bereits in der zweiten Klasse wollte er Pfarrer werden, erinnert sich der 52-Jährige. Dann kamen Kommunion und Firmung, und er wurde Ministrant und Oberministrant. Der Wackersdorfer hat Gruppenstunden gehalten und Fußballturniere organisiert. Außerdem fanden Ausflüge und Zeltlager statt. Bei all dem hat er sich immer wohl und zuhause gefühlt, sagt Franz Merl. Auch dank der guten Kapläne, die in dieser Zeit in seiner Heimatpfarrei wirkten. Mit ihnen waren die Ministranten etwa zehn Tage in Rom und in Assisi. Mit 15 Jahren war das schon ein Erlebnis, erinnert sich der Pfarrer. Die Gruppe ist mit dem Nachtzug gefahren und war vor Ort in Bussen unterwegs – und er als einer der jüngsten voll mit dabei. „Das prägt“, sagt der 52-Jährige.

Schon während seiner Zeit bei der Bundeswehr hat er Griechisch gelernt, weil er wusste, dass er das für das Theologiestudium brauchen würde. Gleich danach hat sich Merl für das Priesterseminar angemeldet und wurde Zimmernachbar des Further Dekans Richard Meier.

Zur Person: Pfarrer Franz Merl

  • Pfarrer Franz Merl

    i st 52 Jahre alt und in Wackersdorf zusammen mit zwei Geschwistern aufgewachsen.

  • Nach dem Abitur

    am Gymnasium in Schwandorf absolvierte er 15 Monate lang die Grundausbildung bei der Bundeswehr in Neunburg.

  • 1986

    begann er sein Theologiestudium in Regensburg.

  • Vor der Diakonenweihe

    absolvierte er ein Praktikumsjahr in Neustadt an der Donau.

  • 1992

    folgte dann die Diakonen-, 1993 die Priesterweihe.

  • Primiz

    wurde am 4. Juli 1993 in seiner Heimatpfarrkirche Sankt Stephan in Wackersdorf gefeiert.

  • Bis 1996

    war Merl Kaplan in Ergoldsbach, von 1996 bis 1999 in Weiden.

  • Danach

    war er fünf Jahre lang Pfarrer in Schirnding-Thiersheim, bevor er zum 1. September 2014 in die Pfarreiengemeinschaft Dalking-Gleißenberg wechselte.

Der Weg zum Priesterberuf war geebnet, und der 52-Jährige ist ihn konsequent weitergegangen und hat seine Entscheidung nie bereut. Pfarrer zu sein, ist sehr vielfältig, sagt er. Man hat mit so vielen verschiedenen Leuten zu tun, die Tage laufen ganz unterschiedlich ab. Er ist in den Schulklassen tätig, hat mit den Senioren zu tun, mit Frauenbund, Ministranten, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Immer wieder finden Veranstaltungen in den Pfarreien statt, berichtet Merl. Und er hatte bislang das Glück, immer ein gutes Miteinander in den Pfarreien zu erleben, in denen er gewirkt hat.

Am 7. Juli Feier in Wackersdorf

Der 52-Jährige würde sich natürlich wünschen, dass mehr Gläubige in den Kirchenbänken sitzen, freut sich aber sehr über diejenigen, die da sind. Früher fühlten sich wohl die meisten Leute gezwungen, in die Kirche zu gehen, meint er. Heute sind nur die da, die es wirklich wollen. Und viele Bürger wirken ehrenamtlich in der Pfarreiengemeinschaft und bringen viele Stunden ihrer Freizeit ein. Das schätzt er sehr, betont der Pfarrer. Schön war in diesem Zusammenhang auch, im vergangenen Jahr Priesterweihe und Primizfeierlichkeiten von Thomas Meier miterleben zu dürfen.

Guten Kontakt pflegt Merl noch mit den Mitgliedern seines Priesterweihekurses. Alle fünf Jahre unternimmt man zusammen eine größere Fahrt, kürzlich erst ging es etwa nach Burgund. Dort feierten die Priester bereits gemeinsam einen Dankgottesdienst in Bezug auf ihr 25-jähriges Priesterjubiläum.

Auch in seiner Heimatpfarrei wird es aus diesem Anlass einen besonderen Gottesdienst geben, kündigt der 52-Jährige an. Am 4. Juli war dort 1993 Primiz, am 7. Juli diesen Jahres werden um 18 Uhr die Kirchenglocken in Wackersdorf läuten, um den ehemaligen Primizianten nach 25 Jahren noch einmal zu feiern. Wer aus seiner Pfarreiengemeinschaft Dalking-Gleißenberg mit dabei sein möchte, ist herzlich willkommen, betont Franz Merl.

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