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Er ist Weltmeister

Vogelfreunde-Vorsitzender Wilhelm Hartl holte zum dritten Mal in Folge den Titel.

Über seinen 3. Weltmeistertitel und die guten Platzierungen freut sich Wilhelm Hartl bei der Weltmeisterschaft in Cesena. Foto: fsh
Über seinen 3. Weltmeistertitel und die guten Platzierungen freut sich Wilhelm Hartl bei der Weltmeisterschaft in Cesena. Foto: fsh

Cham.Er ist einfach der Beste. Nach seinen beiden Weltmeistertiteln in Porto und Almeria, Spanien, hat Wilhelm Hartl trotz vieler Konkurrenten seinen Titel erneut verteidigt. Mit seinen Farbkanarien hat er bei den 66. Weltmeisterschaften in Cesena, Italien, nicht nur zum dritten Mal seinen Titelgewinn wiederholt, er räumte zusätzlich zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen ab.

Mit gut 32 000 Vögeln und mehr als 4000 Züchtern der verschiedensten Rassen verzeichnete die Weltmeisterschaft erneut einen Ausstellungsrekord. Dass Wilhelm Hartl seinen Erfolg des Vorjahres in Almeria noch übertreffen würde, hätte der Vogelzüchter nicht erwartet. Denn die Vogelzüchter aus Italien gehören in der Kategorie Farbkanarien mit zu den besten und waren bei der Heim-Weltmeisterschaft stark vertreten. Umso größer war die Freude, dass Hartl als einer der wenigen Züchter in seiner Klasse – trotz starker Konkurrenz aus anderen Ländern – Gold, Silber und Bronze zu errang.

Die Vögel wurden bewertet von internationalen Preisrichtern nach vorgegebenen Standartkriterien wie Farbe, Größe, Gefieder und Vitalität. „Bei dieser großen Anzahl von ausgestellten Vögeln nimmt die Bewertung schon zwei Tage in Anspruch“, erklärte Hartl und ergänzte, dass er sich auch erst sicher war, als die offizielle Siegerliste im Internet veröffentlicht wurde. „Danach konnte ich es kaum erwarten, mit meiner Frau Sonja die Weltausstellung in Cesena zu besuchen, um sich mit den Züchtern aus aller Welt auszutauschen“, freute er sich.

Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. An so einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, bedeutet für den Züchter viel Zeitaufwand und Ausdauer. Die Reinigung der Käfige und Volieren, die Versorgung der Tiere und das Schautraining erfordert zwei bis drei Stunden täglich. „Ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Frau Sonja wäre dies nicht möglich“, erzählte Hartl. „Auch die Urlaubsplanung muss sich dem Jahresrhythmus aus Zuchtphase, Schauphase und Ruhepause der Vögel unterordnen. Bereits Ende September 2017 wurden die geeigneten Vögel ausgewählt und mit dem täglichen Schautraining begonnen“, legte er noch nach.

Bei nationalen und internationalen Ausstellungen wie der Farbkanarienschau in Leuven, Belgien, und der Farbkanarienschau in Philippsburg haben die Vögel des Züchters bei der Klasse der Farbkanarien bereits vorher ihre Qualität bewiesen. Anfang Dezember muss die Anzahl der Vögel beim Veranstalter gemeldet werden. Ebenso müssen Genehmigungen und Gesundheitszeugnisse für den Transport eingeholt werden. „Nicht einfach, mit den Vögeln über so ein weite Strecke zu reisen“, ergänzte der Züchter. Der Transport der Vögel nach Italien erfolgt mit einem Sammeltransport durch ehrenamtliche fachkundige Vogelzüchter, welche die Vögel auch während der Schau und Rückreise betreuen.

Vor ihrer Abreise werden die Vögel von einem Amtsveterinär auf ihren Gesundheitszustand überprüft. Damit wird gewährleistet, dass alle ausgestellten Vögel wieder in einer sehr guten Verfassung zurückehren und wieder ihre geräumigen Volieren beziehen können“, sagte der frisch gekürte Weltmeister abschließend. (fsh)

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