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Musik

Erfrischend lustig und harmonisch

3 Männer mit Gitarre überzeugten im L.A. auf ganzer Linie.
Gregor Raab

Das Trio versprühte gute Laune. Foto: Gregor Raab
Das Trio versprühte gute Laune. Foto: Gregor Raab

Cham.Eins gleich vorweg: Völlig nackt, so wie sich auf ihren Plakaten präsentieren, sind der Keller Steff, Roland Hefter und Michi Dietmayr nicht auf der Bühne gestanden. Aber am Ende der Show im L.A. zogen die 3 Männer mit Gitarre zumindest unter dem Jubel des begeisterten Publikums ihre Shirts aus. Diese Aktion war der fulminante Höhepunkt eines großartigen Auftritts, der die Lachmuskeln der Besucher ordentlich strapaziert hatte.

Über zwei Stunden zogen die Interpreten mit spaßigen Anekdoten und witzigen Liedern die Zuhörer in ihren Bann. Mit einer ausgeklügelten Mischung aus derbem Humor und Selbstironie trafen sie genau den Nerv der Zuhörer. Dass die drei unterschiedlichen Typen perfekt miteinander harmonieren, bewiesen sie gleich zu Beginn mit der „G’schicht von de 3 Männer“. Dann übernahm Roland Hefter das Kommando, der über den Sinn des Lebens philosophierte. Dazu gab er sein „Des werd scho no“ zum Besten, in dem er alltägliche Missgeschicke, aber auch die Vorteile des Älterwerdens beleuchtete. Kein gutes Haar ließ er an der heutigen Jugend, die sich nur noch mit Smartphones und Modehypes beschäftige statt an Mopeds zu schrauben. Für viele Lacher sorgte auch Michi Dietmayr mit seinem „Liebeslied in Ost-Dur“. Die pure Spielfreude war ihm auch bei „Mamis beim Fuaßboi“ anzusehen, in dem er alle hysterischen Mütter auf die Schippe nahm. Seine Überleitungen waren mindestens so amüsant wie der Inhalt seiner Lieder.

Im wahrsten Sinne des Wortes macht der Keller Steff die Leute „narrisch“. Der Hit des Chiemgauers ist inzwischen Kult. Während er sang, zerzauste er sich immer seine Haare – wie es schon sein Vater bei einer gehörigen Schelte mit ihm gemacht hatte. Nach den Solo-Darbietungen legten sich die Künstler gemeinsam mit Songs aus ihrem neuen Album „Oana muass ja macha“ ins Zeug. Ihre harmonischen Stimmen fügten sich zu einer gelungenen Mischung zusammen. Egal ob tiefgründig oder bairisch grantelnd – die Liedermacher steckten das Publikum mit ihrer guten Laune und Souveränität an. Daher war es nicht verwunderlich, dass den Gästen die Zeit viel zu schnell verging. Weil die Musiker neben mehreren Zugaben am Schluss ihr letztes Hemd gaben, schien der Applaus nicht enden zu wollen. (cga)

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