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Konzept

Erst Brücke, dann Hochwasserschutz

Ein Bauwerk zwischen Roding und Mitterdorf ist der Projekt-Einstieg. Ein Preisgericht kürt am 28. Februar den Siegerentwurf.
Von Bastian Schreiner

Der Hochwasserschutz geht in die zweite Runde: Nach dem Rodinger Altstadtbereich soll auch der Ortsteil Mitterdorf vor Fluten geschützt werden. Möglich macht das Projekt wieder die Kombination aus Hochwasserschutz und städtebaulicher Gestaltung. Foto: Josef Kerscher
Der Hochwasserschutz geht in die zweite Runde: Nach dem Rodinger Altstadtbereich soll auch der Ortsteil Mitterdorf vor Fluten geschützt werden. Möglich macht das Projekt wieder die Kombination aus Hochwasserschutz und städtebaulicher Gestaltung. Foto: Josef Kerscher

Roding.Eine große Hürde für den Hochwasserschutz in Mitterdorf ist der Brückenschlag. Die Verbindung zwischen Esper und dem Rodinger Ortsteil gilt aber gleichzeitig als Startschuss für das lang herbeigesehnte Projekt. Für die Brücke wurde extra ein Ideenwettbewerb ausgelobt. Am 28. Februar entscheidet ein Preisgericht über den Siegerentwurf. Dann kann auch das Wasserwirtschaftsamt in konkrete Planungen einsteigen.

„Dieses Verfahren ist formell vorgeschrieben“, sagt Bürgermeister Franz Reichold. Bis Ende Januar hatten interessierte Bewerber Zeit, Vorschläge beim zuständigen Architekturbüro im niederbayerischen Hörmannsdorf einzureichen. Wie viele Teilnehmer ihre Konzepte abgegeben haben, will die Stadt derzeit nicht verraten. Bei einer ersten Besprechung im Dezember 2018 hätten sich mehrere Kandidaten vorgestellt, so Reichold. Pläne mussten direkt an die Oberpriller Architekten geschickt werden. Dort werden sie gesichtet und bis zur Sitzung des Preisgerichts im Rodinger Rathaus verwahrt.

Aufwertung des Uferbereichs

m Bereich der Ortsstraße „Am Graben“ in Mitterdorf soll die Brücke für Fußgänger und Radfahrer nach Roding gespannt werden. Foto: Bastian Schreiner
m Bereich der Ortsstraße „Am Graben“ in Mitterdorf soll die Brücke für Fußgänger und Radfahrer nach Roding gespannt werden. Foto: Bastian Schreiner

Bei der Auslobung handelt es sich um einen nichtoffenen interdisziplinären Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Losverfahren „Regenpromenade und -brücke Mitterdorf“. Die Stadt will die auf der Altstadtseite bereits durchgeführte Fördermaßnahme „Stadt (er)leben am Fluss“ auch am Uferbereich des Regens im gegenüberliegenden Ortsteil Mitterdorf fortsetzen. Dabei soll eine Fuß- und Radwegeverbindung über den Fluss Regen geschaffen werden. Das Projekt wird finanziell vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung unterstützt. Ziel sei es, in enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Regensburg eine harmonische und anspruchsvoll gestaltete Verbindung herzustellen.

„Wir wollen ähnlich wie am Esper in Roding auch für den Uferbereich in Mitterdorf eine Aufwertung“, betont der Bürgermeister, der zusammen mit dem Rodinger Stadtrat den Anliegern das Versprechen gegeben hat, den Hochwasserschutz auch in Mitterdorf zu realisieren. Möglich macht das die Kombination aus Hochwasserschutz und städtebaulicher Gestaltung.

Projekt

Hochwasserschutz für Mitterdorf kommt

Die Baumaßnahmen im Rodinger Ortsteil werden mit städtebaulicher Gestaltung kombiniert. 2020 soll der Spatenstich erfolgen.

Dreh- und Angelpunkt für das Gesamtprojekt ist dabei die neue Brücke. Liegt das Konzept dafür vor, kann das Wasserwirtschaftsamt die Planungen für den Hochwasserschutz vorantreiben, wie Abteilungsleiter Alfons Lerch im Gespräch mit unserem Medienhaus informiert. Parallel habe die Behörde das Kanalnetz und die Binnenentwässerung unter die Lupe genommen. Es würden jedoch noch ein paar Detail-Untersuchungen anstehen. Zu Gesamtkosten und Zeitplan der Umsetzung möchte Lerch aktuell keine Prognosen abgeben. Erst nach dem Abschluss des Ideenwettbewerbs gebe es belastbare Daten. „Dann steht unser Ansprechpartner fest, mit dem es eine sehr enge Zusammenarbeit geben wird“, erklärt Lerch.

Der Ideenwettbewerb

  • Verantwortliche:

    Ausloberin des Wettbewerbs ist die Stadt Roding. Die Betreuung haben die Oberpriller Architekten in Hörmannsdorf übernommen.

  • Zeitplan:

    Am 12. Oktober 2018 fand die Bekanntmachung statt. Bis 24. Januar konnten Unterlagen eingereicht werden. Am 28. Februar trifft das Preisgericht und fällt eine Entscheidung.

  • Finanzen:

    Die Wettbewerbssumme beträgt 62 000 Euro; 1. Preis (31 000 Euro), 2. Preis (18 600 Euro), 3. Preis (12 400 Euro).

Ende Februar tagt das Preisgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Ergebnis soll laut Bürgermeister am 1. März verkündet werden. Neben vier Fachpreisrichtern (Architekten und Ingenieure) und sieben sachverständigen Beratern (ohne Stimmrecht) gehören dem Gremium mit Bürgermeister sowie den Stadträten Rainer Schwarzfischer (CSU), Josef Messerer (Freie Wähler) und Renate Hecht (SPD) vier Sachpreisrichter an.

Stadt erwartet Millionen-Projekt

Mit dem Bau der Brücke soll spätestens im Jahr 2020 gestartet werden. Geht es nach Reichold, soll der Hochwasserschutz 2021 angepackt werden. Damit EU-Fördergelder fließen, müsste das Projekt bis 2023 fertiggestellt sein. „Ein straffer Zeitplan“, weiß er. Wie teuer die Maßnahme der Stadt kommt, sei noch unklar. Heuer sind im Haushalt 239 000 Euro eingestellt, in den Folgejahren insgesamt rund 3,4 Millionen Euro.

Der Verlauf des Maßnahme ist hingegen schon klar. Beginn ist bei der Siedlung hinter dem Mitterdorfer Sportheim, Ende beim Kiessilo an der B 85. Fest steht zudem, dass es sich um einen technischen Hochwasserschutz handelt. Das bedeutet laut Lerch, dass überwiegend mit Mauern gearbeitet wird und zwei unterirdische Schöpfwerke integriert werden.

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