MyMz
Anzeige

Kommentar

Erste Einschläge an Krankenhaus-Front

Ein Kommentar von Johannes Schiedermeier

Der erste Pulvergeschmack an der Krankenhausfront liegt seit heute in der Luft. Landrat Franz Löffler beharkte sich mit SPD-Sprecherin Claudia Zimmermann. Er warf ihr vor, dass sie in ihren sechs Jahren im Sana-Aufsichtsrat einen anderen Eindruck bei ihm hinterlassen habe, als sie nun plötzlich bei ihrem forschen Auftritt im Kreistag vermittle. Zimmermann hatte gefordert, dass Sana wie im Vertrag vorgesehen alle drei Standorte halten müsse und Roding eine Notfall-Versorgung braucht.

Das war nur ein Vorgeschmack auf das, was zu befürchten ist, auch wenn die Chamer Bürgermeisterin Karin Bucher eine ruhige Debatte ohne Denkverbote fordert. Danach sieht es nicht aus. Eher schon danach, dass Sana einen Plan durchzieht, den man gefasst hat, als die zwei Millionen-Marke beim Defizit in Sicht kam und feststand, dass man das diesmal nicht mehr ausgleichen kann. Das erklärt auch, warum man Pflegekräfte trotz Anstellungsvertrag und Finanzierungszusage durch die Krankenkasse wieder ins Freie stellte. Eine Klinik, die Stationen an ihren Häusern wegen Assistenzärztemangel schließt, will ans Eingemachte – sprich Roding. Wenn man dort aus der Grundversorgung geht, macht auch der harte Schnitt bei den Pflegekräften wieder Sinn. Dem Landrat hat Sana klar gemacht, dass man bis dahin die Millionen auf Eis legt, die man eigentlich investieren will – in Cham und Kötzting. Es geht also weniger um ein Denkverbot, sondern darum, worüber es noch Sinn macht nachzudenken. Und das mit der ruhigen Debatte hat sich damit wohl auch erledigt.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht