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Gesundheit

Erste Pflegemesse im Wasserschloss

Politiker loben die Idee der Pflegemesse. Allerdings nehmen nur wenige Besucher das Angebot in Loifling wahr.

Im Alterssimulationanzug ein Puzzle zu legen, ist schwierig.Foto: cbm
Im Alterssimulationanzug ein Puzzle zu legen, ist schwierig.Foto: cbm

Traitsching.Unter dem Motto „Jetzt schon an später denken“ fand am Sonntag die erste Pflegemesse im Wasserschloss Loifling statt. Viele Aussteller informierten die Besucher in den Bereichen Gesundheit, Wohnen im Alter, Soziales, Vorsorge und Recht. Organisatorin war die Rechtsanwältin Elke Nicole Kestler.

Bei der Eröffnung freute sich Kestler, die erste Pflegemesse im Landkreis organisieren zu dürfen. Die Pflege ist, sehr facettenreich und geht durch alle Altersschichten. Da eigenes Fachwissen oft nicht ausreicht, ist es wichtig, sich frühzeitig zu informieren. Das Ziel dieser Veranstaltung ist der Bevölkerung zu zeigen, was der Landkreis Cham zu bieten hat.

Rechtsanwältin Kestler informierte über wichtige Fragen. Foto: cbm
Rechtsanwältin Kestler informierte über wichtige Fragen. Foto: cbm

Landrat Franz Löffler hät die Pflegemesse für einen „Volltreffer, das Thema Pflege ist mittendrin in der Bevölkerung.“ Für Löffler ist es wichtig, dass eine gute Vernetzung aller institutionellen Einrichtungen zum Wohle des Einzelnen gewährleistet ist. Auch Marianne Schieder, Bundestagsabgeordnete der SPD, findet. dass mit dieser Messe „der Nerv des Menschen getroffen wird“. Für sie steht fest, dass mehr Pflegekräfte benötigt werden und diese nur durch mehr Anerkennung und bessere Bezahlung gewonnen werden können.

Zum Thema Pflege kann man sich nicht früh genug informieren. Foto: cbm
Zum Thema Pflege kann man sich nicht früh genug informieren. Foto: cbm

Der neue Koalitionsvertrag biete viel für die Pflege. Karl Holmeier, Bundestagsabgeordneter der CSU, dankt der Organisatorin und allen Mitwirkenden. Die meisten informieren sich erst dann, wenn Hilfe notwendig ist. Genau deswegen hält er eine Messe dieser Art so wichtig. Für ihn steht fest, die Ausbildung muss kostenlos werden und die Arbeitssituation muss sich spürbar verbessern. Landtagsabgeordneter Karl Vetter befürwortet das Landespflegegeld. Für Personen ab Pflegerad zwei gibt es 1000 Euro zusätzlich im Jahr. Flüchtlinge in der Pflege auszubilden, wäre eventuell eine Möglichkeit.

Im Alterssimulationanzug ein Puzzle zu legen, ist schwierig.Foto: cbm
Im Alterssimulationanzug ein Puzzle zu legen, ist schwierig.Foto: cbm

Sepp Marchl, Bürgermeister aus Traitsching, ist sehr dankbar, dass das Wasserschloss Loifling als Ort gewählt wurde, und so in den Focus des Landkreises gerät.

Ein breitgefächertes Angebot informierte die Besucher über Möglichkeiten, wie man vor Eintritt eines Pflegefalls verantwortungsvoll für sich handeln und nach Eintritt eines Pflegfalls selbstbestimmter leben kann. Der Alterssimulationsanzug GERT konnte von den Besuchern ausprobiert werden. Dieser bot die Möglichkeit, die typischen Einschränkungen älterer Menschen erlebbar zu machen. Vorträge aus allen Bereichen rundeten das Angebot ab.

Auch die Malteser im Landkreis Cham waren vertreten. Foto: cbm
Auch die Malteser im Landkreis Cham waren vertreten. Foto: cbm

Leistungssportler Rainer Steinberger stand noch für Autogramme bereit. Für das leibliche Wohl sorgte Anita Rohrmüller mit ihrem Team. Eine rundherum gelungene Veranstaltung, nur die Besucher hätten etwas mehr sein können. (cbm)

Landtagsabgeordneter Dr. Karl Vetter lässt sich am Stand des BRK den Blutdruck messen. Foto: cbm
Landtagsabgeordneter Dr. Karl Vetter lässt sich am Stand des BRK den Blutdruck messen. Foto: cbm

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