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Erster Gottesdienst mit Corona-Regeln

Desinfektionsmittel am Eingang, Kommunionsgabe mit Gummihandschuhen: Messen in Waffenbrunn starten mit neuen Auflagen.

Im Vorfeld der Andacht hieß es zunächst für alle Besucher, Hände desinfizieren. Foto: Hans Schmelber
Im Vorfeld der Andacht hieß es zunächst für alle Besucher, Hände desinfizieren. Foto: Hans Schmelber

Waffenbrunn.30 Gläubige hatten sich für den Gottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt angemeldet. Fünf Mitglieder der Pfarrgemeinderates Waffenbrunn hatten unter der Regie von PGR-Sprecher Thomas Nachreiner vor Ort alles im Griff.

Jeder Gläubige wurde am Portal in Empfang genommen und einzeln in die Kirche und an seinen Platz geleitet. Nur Personen, die in einem Haushalt leben, durften auch nebeneinandersitzen. Platz gehabt hätten unter diesen Bedingungen insgesamt 60 Gläubige.

Kommunion mit Schutzhandschuhen

Nach der Handdesinfektion gab Pfarrer Michael Reißer vor Beginn des Gottesdienstes ausführliche Informationen zum Prozedere, zusätzlich wiesen große Tafeln auf das Verhalten in der Kirche unter Corona-Bedingungen hin. Mund- und Nasenschutzmasken waren Pflicht, die lediglich nach dem Empfang der heiligen Kommunion kurz geöffnet werden durften. Das Austeilen der Kommunion erfolgte mit Schutzhandschuhen und ausgetrecktem Arm.

Die Gläubigen verfolgten einen Gottesdienst im vorgeschriebenen Mindestabstand, bei dem auch die Liturgie stark eingeschränkt wurde. Die Predigt stand unter dem Motto „Wir kennen den Weg nicht“.

Vorschriften

  • Abstandsregelung

    : Nach wie vor müssen alle Gottesdienstbesucher den üblichen Mindestabstand wahren. Nur Menschen aus einem Haushalt dürfen zusammen sitzen. In der Kirche ist so Platz für 60 Personen.

  • Hygiene

    : Vor jedem Besuch müssen am Eingang die Hände desinfiziert werden. Außerdem ist, neben anderen Vorschriften, auch hier Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Kreisverkehr als Metapher

Pfarrer Reißer suchte sich eine besondere Metapher dafür aus: „Bitte fahren Sie geradeaus über den Kreisverkehr“ – so laute eine Ansage des Navigationsgeräts. „Wir wissen natürlich, was das Navigationsgerät meint und fahren nicht geradeaus, sondern brav die Kurve des Kreisverkehrs aus. Doch schlimmer ist: Sie können in die Irre führen.“ Auch Jesus habe vorausgesetzt, dass seine Jünger stets wussten, wohin ihn sein Weg führe, wohin sie ihm demnach folgen sollten.

In Wahrheit würden uns Fragen wie diese aber ein Leben lang begleiten. Was ist das Ziel meines Lebens? Was ist mein Ziel über dieses Leben hinaus? Wie finde ich meinen Weg? Was bedeutet es für mich: „Bei Gott sein“?

Jesus gebe Antwort auf diese Fragen: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.“ Wenn wir uns stets an der Frage „Was würde Jesus tun?“ orientierten und unseren Weg entsprechend wählten, würden wir uns nicht verlaufen und vom Weg abkommen. „Fahren Sie nicht geradeaus über den Kreisverkehr, auch wenn die Richtung stimmt. Oder: Um es für die aktuelle Situation zu übersetzen: Ja, die Eucharistie, die Kommunion zu empfangen, ist die wichtigste Lebensquelle unseres Glaubens. Doch ich frage mich: Legen uns die Umstände derzeit nicht nahe, noch ein wenig geduldig auszuharren“, schloss Dekan Reißer. (fsh)

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